Grubenhaus Teil IV

Am vergangenen Samstag traf sich wieder eine Gruppe von Fördervereinsmitgliedern, um den Bau des Grubenhauses voran zu treiben.
Zunächst wurden in den Giebelseiten des Hauses am Boden Querriegel angebracht, um jeweils zwei dünnere Stämme zu fixieren, die die Grundlage für das Flechtwerk bilden sollten.

Die Stämme sollten nicht direkt in den Boden gesteckt werden, um eine zu schnelle Verrottung zu verhindern. Also mussten zunächst Aussparungen in den Pfosten gestemmt werden, um die Querriegel anzubringen. Dann wurden die dünneren Stämme angespitzt und eingepasst. Im oberen Bereich wurden sie mit Holznägeln fixiert. Dann konnten die Flechter ihr Werk beginnen. Es wurde mit Hasel- und Weidenruten das Wandgeflecht eingezogen, diesmal in horizontaler Richtung.

Die vorbereiteten Hölzer, die als Fußpfetten auf dem Boden aufliegen, um die Auflage des Daches zu stabilisieren, wurden zunächst mit Bohrlöchern versehen und dann mit Holznägeln miteinander verbunden. In einem nächsten Arbeitsschritt wurden die Stämme seitlich mit einer Lehmmasse mit dem Erdboden verbunden, so dass kein Regenwasser eindringen kann.

Die Leiter, die später für das Betreten des Grubenhauses nötig wird, wurde aus zwei Hälften eines Stammes hergestellt. Der Stamm wurde zunächst gespalten und dann geglättet. In bestimmten Abständen wurden nun Aussparungen angebracht, um die Sprossen zu fixieren, die aus dickeren Ästen bestehen.

Als in der Mittagszeit abzusehen war, dass die Flechtarbeiten gut voran kamen, wurden einige Helfer in eine alte Lehmgrube geschickt, um Lehm zu holen, der zunächst zerkleinert wurde, dann geschlemmt und zur Bindung mit überständigem, klein geschnittenem Gras und Sand, vermischt wurde.

Als das Lehmgemisch eine formbare Konsistenz erreicht hatte, begannen die Lehmarbeiten. Hier galt nun Versuch und Irrtum: Es musste herausgefunden werden, wie der Lehm am Besten im Geflecht hält und in welchem Mischungsverhältnis die Zutaten am Besten verwendet werden sollten. Das war experimentelles Bauen im besten Sinn des Wortes.

In der Zwischenzeit bereitete eine andere Gruppe die Dachsparren vor. Hierfür wurden für jede Dachseite 4 gerade Stangen ausgewählt, die in einem Abstand von ca.1 m auf dem Dach angebracht wurden.

Wenn entschieden wurde, mit welchen Materialien die Dachbedeckung erfolgen soll, kann erst die weitere Unterkonstruktion erstellt werden.

Im Laufe des Tages kamen immer wieder interessierte Spaziergänger und Radfahrer auf die Baustelle, um sich nach dem Grubenhaus zu erkundigen.

Am Ende des Tages konnten wieder alle Beteiligten mit Stolz auf die geleistete Arbeit blicken.

Wir freuen uns schon auf das nächste Mal!

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