Tag des offenen Denkmals

Auch in diesem Jahr hat sich das Museumsprojekt Zeiteninsel wieder mit einer Veranstaltung am Tag des offenen Denkmals beteiligt. Das diesjährige Motto „Farbe“ konnte hervorragend im Kontext der Vor- und Frühgeschichte präsentiert werden. Projektgruppen hatten verschiedene Themengebiete, wie z. B. die Herstellung von mineralischen Farben aus verschiedenen Gesteinen, vorbereitet. Die Besucher erwartete ein interessantes und vielseitiges Angebot, wobei der Schwerpunkt auf Mitmachaktionen für Kinder und deren Eltern lag.

Wir konnten für dieses Wochenende erneut Bronze Bruce und seinen Partner Angus für Gussversuche von verschieden farbigen Bronzelegierungen gewinnen. Hier konnten sich Interessierte über die Methoden, die Herstellung von Formen und natürlich die verschiedenen Arten von Legierungen informieren. Besonders interessant war es, mitzuerleben, wie das glühend flüssige Metall in die vorbereiteten Formen gegossen wurde. Ein weiterer Höhepunkt war dann das vorsichtige Aufbrechen der Formen und die Begutachtung der Ergebnisse.

Am Nachbarstand konnten unter Anleitung der Töpferin Brigitte Schmitz Tonperlen in verschiedenen Farben hergestellt werden. Von diesem Angebot machten vor allem die zahlreichen Kinder regen Gebrauch. Brigitte Schmitz war erfreut über Kreativität und Begeisterung der Kinder.

In der Färbeküche von Heike Amthor und Astrid Wetzel brodelte es in großen Töpfen. Sie informierten die Zuschauer über Techniken der Textilfärbung, die zahlreichen verschiedenen Färbepflanzen, von denen eine Auswahl gezeigt wurde, und natürlich die daraus zu erzielenden Farben. Außerdem konnten Kinder hier mit Pflanzenfarben malen und Farbexperimente durchführen.

Ein besonderes Erlebnis war die gemeinsame Herstellung von Sandbildern aus verschieden farbigen Sanden mit Monika Mosburger. Der geheime Zaubersand war heiß begehrt.

Susanne Gütter präsentierte inmitten einer Vielzahl von ihr selbst hergestellter Repliken von vorgeschichtlicher Keramik die Verwendung von Farben zur Dekoration der Gefäße und Figuren.

Wer in der Färbeküche gut aufgepasst hatte, der konnte beim Memory bei Julia Mootz kaum noch Fehler machen. Hier musste man mit farbigen Würfeln die richtige Pflanze benennen, durch die die jeweilige Färbung erreicht wird.

Wer sich ein wenig vom Trubel erholen wollte, konnte über das Gelände der Zeiteninsel schlendern, sich gemütlich mit Kaffee und Kuchen auf eine Bank setzen oder im Zeiteninsel-Kino im Grubenhaus einen Film über die bisherige Entwicklung des Projektes ansehen.

Im neu gebauten Lehmbackofen wurde dann noch spontan Gebäck aus Stockbrotteig mit Apfelstücken hergestellt – und fand großen Anklang.

Ein kulinarisches Highlight war der auf traditionell finnische Art zubereitete Flammlachs: frische Lachsfilets mit Holznägeln auf halbierte Birkenstämme genagelt und am offenen Feuer gegart! Auf Anfrage an info@zeiteninsel.de werden wir das Rezept gerne weitergeben.

Für die Kinder war die Zubereitung von Stockbrot am Lagerfeuer natürlich noch viel spannender.

Als absoluter Anziehungspunkt entpuppte sich das kreative Malen mit Naturfarben beim Grubenhaus. Die Kinder konnten entweder die Wand des Grubenhauses mit Motiven der Höhlenmalerei bemalen oder geschnitzte Wichtelmännchen verzieren. Es gab aber auch die Möglichkeit auf flache Steinplatten zu malen, die dann mit nach Hause genommen werden konnten… da hatte mancher Vater etwas zu schleppen.
Dieter Eidam und Mirko Runzheimer führten vor, wie der rötliche Farbstoff des Eisensteins (Hämatit) durch Reiben auf einer Steinplatte gewonnen wurde.

Eine Ausstellung von Material, dass schon in der Steinzeit zur Herstellung von Farben genutzt wurde, rundete dieses Angebot ab.

Ein Informationsstand der AG Lebendige Archäologie und des Projektes „Zeiteninsel“ vervollständigten das Angebot. Hier konnten sich Interessierte über die Aktivitäten rund um die Zeiteninsel informieren.

Im Laufe des Tages kamen zahlreiche interessierte Besucher vorbei und das gute Wetter trug sein Übriges dazu bei, dass alle einen schönen und erlebnisreichen Tag genießen konnten. Manche Kinder wollten gar nicht mehr nach Hause. Ein schöneres Kompliment kann es wohl nicht geben.

Wir danken allen Helferinnen und Helfern und freuen uns schon auf die nächste Veranstaltung.

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