Baubeginn Rössenhaus

Seit Mitte Juni wird gebaut auf der Zeiteninsel!

Endlich ist es soweit, dass die erste Baumaßnahme eines Rekonstruktionsbaus angelaufen ist: Das Langhaus der Rössener Kultur in der Station „Jungsteinzeit“ wurde begonnen!

Das Modellgebäude wird nicht als archäologisches Experiment, sondern mit sowohl traditionellen wie modernen Werkzeugen und Hilfsmitteln errichtet, deren Spuren aber am fertigen Bau nicht mehr zu sehen sein werden. Es muss ja auch den baurechtlichen Anforderungen an ein öffentlich begehbares Gebäude gerecht werden.

Bereits kurz vor den Steinzeittagen am 17.-18.Juni war der Baugrund planiert und die Gruben für die tragenden Pfosten ausgehoben worden. Um da schon den Besuchern die Dimensionen anzuzeigen, hatten wir Holzlatten in die Pfostengruben gestellt; aber nun müssen wir feststellen, dass dies nur eine schwache Andeutung war, die von der Realität des inzwischen errichteten Kerngerüsts deutlich übertroffen wird.

Das Team der, in diesem Metier versierten Zimmerleute um Markus Loges und Claus Amarell, hat in Windeseile den tragenden Ständerbau aufgerichtet, die Dachsparren aufgebracht und nun wird bereits die Außenwandkonstruktion eingebaut.

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Das Richtfest soll im August gefeiert werden und dann werden sich der Innenausbau und vor allem die Dacheindeckung anschließen.

Bis zum Herbst soll das Haus soweit unter Dach und Fach sein.

Wir werden in unregelmäßigen Abständen berichten!

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2 Gedanken zu „Baubeginn Rössenhaus

  1. Pingback: Ein Langhaus entsteht | Die Goldene Landschaft

  2. Wie erwähnt, habe ich in Bad Krozingen selbst ein Rössener Haus errichtet, dass leider nach drei Jahren Aufbau und Standzeit durch Brandstiftung vernichtet wurde. Ich habe im Vorfeld für dieses Haus umfangreiche Untersuchungen über die Methodig beim Aufbau dieser Häuser durchgeführt. Meine Untersuchungen galten hauptsächlich der Maßfindung, sowie der Frage: “ Was für eine Methode wurde angewandt, dass überall dort wo solche Hausgrundrissen vorgefunden wurden, die gleichen allerdings nicht, maßgleichen Spuren der Pfostensetzungen entstanden sind.“ Ich habe also aus dem Gedanken heraus, dass die Rössener Leute beim Hausbau keine Pfostenspuren vorgefunden haben, um dann nach diesen Vorgaben das Haus zu errichten. Es ist somit das erste Haus dieser Art, das nicht auf Grund eines Befundes nachgebaut, wurde wobei der Aufbau über dem Begehungshorizont, nicht auf den sogenannten „archäologisch begründeten Vorgaben“ beruht, sondern unter Einhaltung von „Gesetzen am Bau“ und von der von mir entwickelten Maßfindung, die selben Befunde erzeugt wie sie unsere Neolithischen Vorfahren auch erzeugt haben. Das Maß ist der Mensch,das er sowohl beim Holzeinschlag im Wald, sowohl beim Aufbau immer dabei hatte. „Sich selbst“ Ernst Neufert hat in seinem Buch Bauentwurfslehre 1984, S 22, den eindrucksvollen Satz geschrieben: „Dinge werden vom Menschen geschaffen um ihm zu dienen. Dem Körper gemäß sind daher die Größe *** und Maße dieser Dinge“ **** von mir hinzugefügt. In meiner Webseite habe ich über die Tradition im Neolithischen Hausbau diese Bautechnik ausführlich beschrieben. Ich Grüße herzlich und Wünsche Ihnen viel Erfolg . Sepp Albrecht

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