Nachruf Annika Langer

Wir betrauern den Tod von Annika Langer, die Anfang Januar 2020 ihren Kampf gegen den Krebs verloren hat.
Annika Langer war langjähriges aktives Mitglied in der AG Lebendige Archäologie und seit 2012 Mitglied im Förderverein der Zeiteninsel.

Annika war weit weg von ihrer Heimat Schweden.

In der AG Lebendige Archäologie hat sie sich seit Beginn engagiert und sich in der ersten Zeit mit der Herstellung einer germanischen Tracht beschäftigt und so ist sie auch bei einigen Filmbeiträgen und Fotoshootings abgebildet worden.

Einige Zeit hat Annika ihren Enkel mit auf die Zeiteninsel gebracht und für sie war schön zu sehen, wieviel Spaß er auf dem Gelände der Zeiteninsel hatte.

Bei den monatlichen Arbeitseinsätzen hat sie bis zuletzt tatkräftig mitgewirkt und auch die ersten Schulprojekttage hat sie mitgestaltet.

Annikas Interessen haben sich bald von den Germanen weg zur Steinzeit hinbewegt. Sie hat gezwirnt und bei Veranstaltungen gemeinsam mit Monika Mosburger in der Mittelsteinzeit Angebote für Kinder gemacht. Das Steinzeitnutella lockt immer wieder Groß und Klein an.
Für sie war es immer knifflig, wenn der Veranstaltungstermin mit einem Termin ihres Chors kollidierte, in dem sie begeistert mitsang.

Sie war ein streitbares Mitglied des Fördervereins und stellte dies bei den jährlichen Mitgliederversammlungen immer wieder unter Beweis. Ungerechtigkeiten waren ihr ein Greul und sie machte aus ihren Meinungen keinen Hehl.

Rückblickend auf ihre Zeit auf der Zeiteninsel war ein Highlight die Präsentation ihrer selbst gebackenen Keltenkringel, die sie beim Weihnachtsmarkt in Niederweimar 2018 an wirklich jeden gebracht hatte.

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Nach ihrer Krebsdiagnose ging sie sehr offen mit ihrer Krankheit um und suchte das Gespräch zu den Zeiteninsulanern. Wir denken, dass ihr die Zeit, die sie noch mit uns verbringen konnte, sehr gut getan hat. In ihrer großzügigen Art hat sie uns viele Dinge vermacht, die sie im Verlauf der Jahre auf der Zeiteninsel erstellt hat. So haben wir nun noch mehr Erinnerung an sie, wenn wir ihre handgeschnitzten Löffel oder selbst hergestellten Keramik Gefäße weiter nutzen.

Sie war trotzig und kämpferisch und zeigte mit der Blume im Haar – das Leben ist schön und ich genieße es so lange es geht. Ihre Art des Umgangs mit der Endlichkeit des Lebens hat uns sehr berührt.

Bis zu ihrem Ende war sie in Gedanken bei der Zeiteninsel und so haben wir viel zu früh eine Freundin und ein Mitglied der Zeiteninselfamilie verloren.

Meike Schuler-Haas für das Team der Zeiteninsel

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