Die Lebenshilfe auf der Zeiteninsel

Im Juli machten sich sieben Kinder und Jugendliche auf den Weg nach Weimar-Argenstein, um die Zeiteninsel an insgesamt drei Tagen in den Sommerferien zu besuchen. Dies geschah im Rahmen einer Kooperation mit dem Lebenshilfewerk Marburg-Biedenkopf e.V., die seit dem vergangenen Jahr besteht. Nach einer Einführung, die vor allem das steinzeitliche Leben der Menschen in der Region behandelte, ging es thematisch passend weiter mit einer „steinzeitlichen Schmuckwerkstatt“.

Mit viel Freude stellten die Teilnehmenden aus Muscheln, Schnecken, Holzperlen und anderen Naturmaterialien Ketten und Armbänder her. Nach einer Pause widmeten sie sich der steinzeitlichen Kunst und erfuhren, wie bereits vor 30.000 Jahren Höhlenwände verschönert wurden. Anschließend konnte, nach Auswahl des „Lieblingssteinzeittieres“, ein eigenes Kunstwerk angefertigt werden.

Am zweiten Tag ging es um ein Grundbedürfnis, das sich durch die Jahrtausende währende Menschheitsgeschichte zieht: Um die Ernährung bzw. das Essen. Ein spannendes Thema, mit dem alle Kinder und Jugendlichen etwas verbanden und das Verknüpfungen zum Alltag ermöglichte. Für das Festmahl mussten Emmer- und Dinkelkörner gemahlen werden, unter Zugabe von Salz und Wasser entstand ein Teig. Es wurden Haselnüsse geknackt, Äpfel und Möhren geschnitten und schon einmal die ein oder andere Himbeere verkostet. Jede/r formte einen eigenen Fladen, der mit Hilfe von Feuersteinklingen noch entsprechend verziert wurde. Dann ging es zur Feuerstelle, wo die handtellergroßen Fladen auf einer Schieferplatte innerhalb weniger Minuten goldbraun gebacken wurden. In der Zwischenzeit deckten alle gemeinsam die Tische, die vor dem jungsteinzeitlichen Haus standen und verspeisten dort das selbst zubereitete Festmahl. Am dritten und letzten Tag war eine Töpfer-Werkstatt geplant. Die Teilnehmenden formten kleine Schalen und Tonperlen und waren mit viel Eifer bei der Sache. In der Mittagspause gab es Stockbrot. Am Nachmittag folgte dann der zweite Teil des Workshops, in dessen Verlauf die Schalen mit einer hellen Farbe aus Tonschlicker verziert und noch etwas nachpoliert werden konnten.

Dies ist, nach einem Projekttag in den Osterferien, die zweite gelungene Veranstaltung, die wir in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe in 2019 durchführen konnten. Wir freuen uns nun schon sehr auf die nächste Aktion, die für August geplant ist!

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Veranstaltungshinweis: Kräuterwanderung am 10. August

Sie wollten schon immer mal ein Menü aus selbstgepflückten Wildkräutern zubereiten und verkosten? Auf der Zeiteninsel bietet sich am 10. August ab 11 Uhr die Gelegenheit hierfür! Die erfahrenen Kräuterkundigen Dr. Astrid Wetzel und Meike Schuler-Haas sammeln mit Ihnen frische Kräuter auf der Zeiteninsel, die anschließend zu einem leckeren Essen verarbeitet werden.

Für dieses Angebot gibt es noch freie Plätze! Die Teilnahmegebühr beträgt 15 Euro. Schreiben uns bei Interesse einfach eine Email mit den nötigen Informationen an info@zeiteninsel.de.

Das komplette Veranstaltungsprogramm für das zweite Halbjahr 2019 kann übrigens auch unter www.zeiteninsel.de/veranstaltungen.php eingesehen werden.

Veranstaltungsprogramm 2. Halbjahr 2019

Das Veranstaltungsprogramm für den Zeitraum August bis Oktober 2019 steht und ab sofort können Sie sich für die unterschiedlichen Angebote anmelden! Hierfür gibt es zwei Möglichkeiten: Sie können das Anmeldeformular, das dem Programm beigefügt ist, nutzen und dieses an folgende Adresse senden: Zeiteninsel – Archäologisches Freilichtmuseum Marburger Land eG, Alte Bahnhofstr. 31, 35096 Weimar/Lahn. Oder Sie schreiben uns eine Email mit den nötigen Informationen an info@zeiteninsel.de.

Hier kann der Flyer runtergeladen werden:

Kursprogramm zweites Halbjahr 2019

Es finden wieder zwei Bronzewerkstätten statt (Achtung, anders als im Kursprogramm angekündigt am 31. August und 1. September und nicht am 10. und 11. August! außerdem am 21. und 22. September), eine Kräuterwanderung (10. August) und eine Themenführung zur prähistorischen Imkerei (15. September). Dazu passend ist für die Bienenfreunde im Oktober auch gleich ein Rutenstülperbau-Kurs geplant (12. und 13. Oktober). Unser letztes Kursangebot in diesem Jahr ist zugleich auch eine Premiere: Am 19. bzw. 20. Oktober gibt es erstmals ein jeweils eintägiges Angebot zum Thema Schmieden.

Hier ist sicher für Jede/n etwas dabei!

 

 

Kommen Sie am 25. und 26. Mai mit auf eine Reise in die Bronze- und Eisenzeit! 

Wir laden Sie herzlich zu einem Wochenende auf die Zeiteninsel nach Weimar-Argenstein ein, das ganz im Zeichen dieser spannenden Epochen stehen soll. Es erwarten Sie zahlreiche Darstellende, die ein buntes Programm mit vielen Mitmachaktionen und Vorführungen vorbereitet haben. Jeweils von 10-18 Uhr erfahren Sie, wie die metallzeitlichen Handwerker bei der Bronze- und Eisenverarbeitung vorgegangen sind, lauschen den Klängen einer bronzezeitlichen Lure, probieren sich im Pfeil- und Bogenschießen, werfen einen Blick in den eisenzeitlichen Kleiderschrank und vieles mehr!kleinFür das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Der Eintritt kostet für Erwachsene 5 Euro; für Kinder 2,50 Euro und für Familien 10 Euro.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

Ein frühlingshafter Projekttag mit der Lebenshilfe im April

Wie im vergangenen Jahr haben uns wieder Kinder und Jugendliche, die im Rahmen des Osterferienprogrammes der Lebenshilfe Marburg zu uns gekommen sind, besucht. Sie interessierten sich vor allem für die Zeiteninsel-Bienen. Anhand der beiden Bienenvölker und unter fachkundiger Anleitung von Archäoimkerin Dr. Sonja Guber erfuhren die neun Teilnehmenden auf anschauliche Art und Weise viel Wissenswertes. Es konnte auch etwas Honig genascht werden.

Anschließend wurden „Süßigkeiten auf Steinzeitart“ hergestellt: Aus Honig und geriebenen Haselnüssen entstand nach dem Backen über der Feuerstelle Krokant. Außerdem gab es das allseits beliebte Stockbrot, das mit großem Genuss und mitgebrachten Dips verspeist wurde. Zum Abschluss konnte jede/r noch eine Kerze aus Bienenwachs formen.

Auch in den Sommerferien werden wir wieder Besuch von der Lebenshilfe bekommen. Vielleicht gibt es hier ja ein Wiedersehen mit einigen Beteiligten. Wir freuen uns schon sehr darauf!

Start des Schulackerprojekts in 2019

Vor wenigen Wochen fiel der Startschuss für das diesjährige Schulackerprojekt, das bereits seit 2014 in Kooperation mit der Grundschule in Niederweimar auf der Zeiteninsel durchgeführt wird. Im Rahmen einer Doppelstunde im März erhielten die beiden dritten Klassen einen ersten Einblick in den Alltag der steinzeitlichen Bauern. Wann begannen die Menschen eigentlich damit, Getreide anzubauen und was brachte diese grundlegende Änderung in der Lebensweise mit sich? Welche Getreidesorten haben die Bauern angepflanzt und wie haben sie die Ernte weiterverarbeitet? Die Schülerinnen und Schüler waren schon im Klassenzimmer mit viel Interesse dabei und freuten sich nach der Einführung sehr darauf, ihr eigenes kleines Feld auf der Zeiteninsel bestellen und pflegen zu dürfen.

Im April war es dann soweit: es wurde fleißig Unkraut gezupft, der Flechtwerkzaun erneuert und mit viel Man- und Womanpower umgegraben. Es bildete sich anschließend eine Nacktgerste-, eine Emmer- und eine Einkorngruppe, die in vorher abgeteilten Bereichen auf dem Feld die Körner aussähten. Zwischendrin war Zeit für eine Pause und die Erkundung des langsam wieder erblühenden Zeiteninsel-Geländes.

In den kommenden Monaten werden die Kinder ihren Acker pflegen, regelmäßig gießen und Unkraut entfernen. Im Spätsommer stehen dann die Ernte und die Verarbeitung des Getreides in der Schule an. Wir berichten wieder!

Arbeitseinsatz im Februar 2019

Der erste Zeiteninsel-Arbeitseinsatz in diesem Jahr fand am vergangenen Samstag statt. Zehn dick eingepackte Aktive ließen sich auch von den winterlichen Temperaturen nicht abschrecken und fanden ihren Weg auf das Museumsgelände. Für viele war es das erste Wiedersehen nach der Winterpause.

Auf der Prioritätenliste ganz oben stand das Schneiden und Bündeln von Weidenzweigen. Die Zweige können wir für die Umsetzung vielfältiger Projekte gut gebrauchen: Zur Herstellung der Flechtwerkwände in den einzelnen Gebäuden und zur Anfertigung von Körben und Bienenbehausungen eignet sich dieses Material hervorragend. Es bildeten sich mehrere Grüppchen und das Schneiden und Sortieren der Zweige begann. Zwischendurch konnten wir die fortschreitenden Bauarbeiten am frühgermanischen Gehöft bewundern.

Zudem haben die Zimmerleute nun auch mit dem Bau des Nebengebäudes begonnen. Erste Pfosten sind bereits in den Boden eingetieft.

Zur Mittagszeit kamen alle im jungsteinzeitlichen Rössen-Haus zusammen. Traditionsgemäß wurde gegrillt und gemütlich beisammen gesessen. Anschließend banden die Aktiven frisch gestärkt dicke Weidenzweigbündel, die nun zum Trocknen an der Wand des Rössen-Hauses lehnen.

Den Teilnehmenden ein großes Dankeschön für ihr Engagement!

Der nächste Arbeitseinsatz ist für den 2. März ab 10 Uhr geplant. Interessierte, die uns kennenlernen möchten, sind hierzu herzlich willkommen!

 

Veranstaltungsprogramm für das erste Halbjahr 2019 ist online!

Auch in 2019 können Sie sich im Rahmen unseres Veranstaltungsprogrammes wieder vielfältig mit den verschiedenen Aspekten des Lebens in der Vorgeschichte beschäftigen. Neben zwei Bronzewerkstätten, einem Töpfer- und Brettchenwebenkurs, einem Angebot zum Thema Färben mit Pflanzen und zur Herstellung von Gefäßen aus Naturmaterialien wird es erstmals auch einen Nachmittag geben, der sich an Kinder ab 8 Jahren und eine Begleitperson richtet. Die Teilnehmenden machen sich auf eine spannende Reise in die Steinzeit und erfahren unter anderem, wie die Menschen vor Jahrtausenden auf Mammutjagd gegangen sind.

Die Termine können Sie dem Flyer entnehmen: veranstaltungsprogramm 19-1

Dieser liegt vielerorts aus, u. a. in der Tourist-Information und der Stadtbücherei in Marburg, kann aber auch online auf der Zeiteninsel-Homepage http://www.zeiteninsel.de/ eingesehen werden.

Anmelden kann man sich entweder mit dem Anmeldeformular, das dem Flyer beigefügt ist oder auch per Email an info@zeiteninsel.de.

Die Zeiteninsel im ereignisreichen Jahr 2018

In den vergangenen 12 Monaten ist wieder viel auf der Zeiteninsel passiert, wir berichteten hier im Blog und an anderen Stellen regelmäßig. Dies wird auch in 2019 der Fall sein, doch dazu später mehr!

Mit dem Saison-Beginn im März startete auch das auf mehrere Monate angelegte „Schulacker-Projekt“ mit zwei 3. Klassen der Grundschule Niederweimar. Diese Projektkooperation besteht nun schon seit 2014 und lässt die SchülerInnen den mühsamen Weg von der Vorbereitung des Ackers, zur Aussaat des Saatgutes („steinzeitlicher“ Art; Emmer, Einkorn und Nacktgerste), der Feldpflege, hin zur Ernte und Verarbeitung der Körner nachvollziehen. Am Ende des Projektes im Oktober folgte der gebührende Abschluss in Form eines Backtages. Wir berichteten u. a. hier darüber.

Im Frühjahr waren wir auch schon kräftig mit den Planungen für unsere diesjährige Großveranstaltung „Geschichte(n) erleben“ im Mai beschäftigt: Diverse Gruppen, einzelne DarstellerInnen und Aktive des Fördervereins boten den zahlreichen BesucherInnen einen bunten Querschnitt durch sämtliche auf der Zeiteninsel vertretene Epochen. Von der Mittelsteinzeit über die Jungsteinzeit, Bronze- und Eisenzeit bis zur Römischen Kaiserzeit gab es auf dem Gelände Mitmachangebote, Vorführungen und die Möglichkeit, mit den Fachkundigen über die jeweilige Zeitstellung zu sprechen. Es ging vor allem um die Vermittlung von Techniken, wie der Bearbeitung von Feuerstein und Holz, der Herstellung von Gefäßen aus Ton und metallurgische Verfahren. Auch in 2019 wird es eine große Veranstaltung geben, die derzeit in Vorbereitung ist. Wir laden Sie hierzu schon jetzt herzlich ein, am 25./26. Mai 2019 auf die Zeiteninsel zu kommen! Weitere Informationen folgen.

Auch baulich geschah wieder einiges: Im Frühsommer wurde mit der Errichtung des Hauptgebäudes in der Station Römische Kaiserzeit begonnen. Hier entsteht ein 30 m langes Wohnstallhaus in frühgermanischer Bautradition. Der Rohbau ist mittlerweile errichtet und die Dachdeckung durch Lärchen-Holzschindeln ist nun auch abgeschlossen. In 2019 folgt noch ein Nebengebäude zur Gehöftanlage.

Außerdem fanden im Sommer weitere Arbeiten am Rössen-Haus in der Station Jungsteinzeit statt. Im Fokus standen zum einen die Dachdeckung mit Lindenrindenschindeln sowie zum anderen die Lehmarbeiten an den Wänden. Die Rindenabschnitte konnten im Verlauf des Jahres u. a. im Rahmen der Arbeitseinsätze an den Dachlatten festgebunden werden. Die Dachdeckung in „Mönch-Nonne-Technik“ wird im kommenden Jahr fortgeführt, da sie sich als sehr zeit- und materialaufwendig herausstellte. Ein schöner Nebeneffekt der Dachdeckaktion ist, dass wir viele Bündel Lindenbast gewinnen konnten. Die „Verlehmung“ der Außenwände sowie den Einbau einer Innenwand und eines Backofens im jungsteinzeitlichen Haus übernahmen dankenswerterweise  Jugendliche aus verschiedenen Ländern, die im Rahmen eines in Kooperation mit den Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten (ijgd) durchgeführten Workcamps zu uns kamen. Am Freiwilligentag der MitarbeiterInnen der Landkreisverwaltung im September wurden weitere Handgriffe daran getan, schließlich haben eigene Kräfte das Werk vollendet.

Außerdem ist an dieser Stelle die mehrfache Unterstützung durch Jugendliche, die durch eine Kooperation mit der JUKO Marburg e.V. mehrfach auf dem Gelände arbeiteten, zu nennen. Sie füllten nicht nur die Brennholzvorräte auf, sondern bewegten viel Erde und bereiteten Weidenruten vor.

Im Verlauf der Veranstaltungssaison 2018 konnten wir zahlreiche Schulklassen, die für Projekttage mit Workshops oder auch für eine Führung zu uns kamen, begrüßen. Schön, dass die Zeiteninsel auch über das Marburger Umland hinaus immer bekannter wird. So kamen die Schüler beispielsweise aus Solms, Wetzlar und Stadtallendorf. Erstmals konnten wir in diesem Jahr auch Veranstaltungen für Menschen mit Behinderung anbieten. Sie kam durch eine Kooperation mit dem Lebenshilfewerk Marburg-Biedenkopf e.V. zustande, die in 2019 fortgeführt wird.

Wir freuen uns sehr, dass wir die Frequenz von Kindergeburtstagen im Vergleich zu 2017 auf der Zeiteninsel deutlich steigern konnten. Bei uns erleben die Kinder einen Geburtstag der besonderen Art samt Zeitreise und das scheint sich herumzusprechen!

Insgesamt acht Kurse ergänzten das vielfältige Veranstaltungsprogramm des ersten und zweiten Halbjahres in 2018. Hier war wirklich für Jeden etwas dabei: Keramikkurs, Bronzewerkstatt, Brettchenweben, Kräuterwanderung…. Das Programm für 2019 steht und ist ab Januar auf unserer Homepage, Facebook und auf dem Blog einsehbar. Flyer liegen bereits vielerorts, u. a. in der Tourist-Information in Marburg aus.

Neben dem Fortführen der baulichen Realisierung ist auch bei der inhaltlichen Gestaltung der einzelnen Zeitstellungen erfreuliches zu vermelden: Im Dezember erhielten wir durch die Landrätin Kirsten Fründt eine nicht unbeträchtliche Förderung der Region Marburger Land e.V., für die wir uns an dieser Stelle sehr herzlich bei allen Beteiligten bedanken möchten. Sie dient der Erstellung einer Studie zum Vermittlungskonzept, eine Aufgabe, die in 2019 auf unserer Agenda stehen wird und in Zusammenarbeit mit der Kulturberatungsagentur concultura aus Bonn realisiert werden soll.

So schließen wir mit dieser positiven Nachricht das ereignisreiche Jahr 2018 ab und blicken voller Vorfreude und Spannung auf 2019! Das Team der Zeiteninsel wünscht Ihnen erholsame Weihnachtstage und einen guten und gesunden Start in das neue Jahr. Wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen!

Arbeitseinsatz und Jahresabschlussfeier im Dezember

Am 1.12., dem ersten Samstag im Monat, fand der letzte Arbeitseinsatz in 2018 auf der Zeiteninsel statt. Außerdem war an diesem Tag eine kleine Jahresabschlussfeier geplant, ein Dankeschön für das große Engagement der Aktiven für die Zeiteninsel.

Eine wichtige Aufgabe stand an: Die Arbeiten an einer Lehmwand im jungsteinzeitlichen Rössen-Haus, an der auch schon während des Freiwilligentages im September (hier findet sich der Bericht) gearbeitet wurde, sollten abgeschlossen werden. Doch zunächst konnten die Aktiven den deutlich sichtbaren Bau-Fortschritt der aktuellen Baustelle, des „Germanengehöfts“ aus der frühen römischen Kaiserzeit, bewundern.

5 Römische KaiserzeitHier geht es nicht nur in der Konstruktion des Rohbaus voran, auch die Dachdeckung nimmt Gestalt an. Die Holzschindel-Stapel, verwendet wird übrigens Lärchenholz, die sich derzeit noch rund um das Haus verteilen, werden Tag für Tag kleiner.

Dann ging es aber los: Der Lehm für die Wand wurde zunächst mit Stroh gemagert und unter Zugabe von Wasser zu einer gut auftragbaren Masse vermischt. Beidseitig an der Wand arbeiteten zwei bis drei HelferInnen mit der Hilfe von Kellen (oder auch direkt mit der Hand) und warfen den Lehm mit viel Schwung an die Wand (näheres zum Lehmputz ist auch hier zu finden).

Währenddessen wurde schon das Feuer im Rössen-Haus angezündet und um die Mittagszeit machten es sich die knapp 20 Teilnehmenden an der Herdstelle gemütlich. Beim gemeinsamen Essen entstanden interessante Gespräche, die sich zugegebenermaßen nicht nur um archäologische Themen drehten.

Es war schön, noch einmal die Gelegenheit zum Austausch zu haben. Der nächste Arbeitseinsatz findet dann erst wieder am 2. Februar 2019 statt.

Wir danken an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich allen Aktiven des Museumsprojektes für die großartige Unterstützung in diesem Jahr!