Es weihnachtet sehr…

In diesem Jahr hat die Zeiteninsel zum ersten Mal mit einem Stand am Weihnachtsmarkt in Niederweimar teilgenommen.
Nachdem es die letzten Tage sehr ungemütlich war mit stürmischen Winden und viel Regen, war es eine große Erleichterung für alle Beteiligten, dass es der Wettergott so einigermaßen gut mit dieser Veranstaltung meinte. Bereits beim morgendlichen Aufbau blieb es trocken und so konnten das Schau- und Verkaufszelt mit Informationsmaterialien und Merchandising-Artikeln der Zeiteninsel, einem Querschnitt von Ergebnissen der Arbeit der AG Lebendige Archäologie und selbstgebackenen Keltenkringeln sowie „steinzeitlichem“ Schmuck, eingerichtet werden.
Im Außenbereich wurde unter einem Sonnensegel eine Feuerschale platziert, die zum einen Wärme verbreitete und zum anderen zum Stockbrot machen für die Kinder (und jung gebliebenen) einlud.

Einige Mitglieder der AG Lebendige Archäologie hatten sich nach den verschiedenen Zeitstationen der Zeiteninsel als Menschen der Steinzeit, Bronzezeit oder Eisenzeit kostümiert und boten so ein interessantes Bild.

Ab Mittag wurde der Weihnachtsmarkt mit seinen vielen Ständen für die Besucher geöffnet. Das Angebot war bunt gemischt: vom Kinder-Karussell über diverse Speisenangebote zu selbst gestrickten Socken und natürlich den heißen Getränken.

Im Laufe des Tages kamen viele Interessierte, um sich über den aktuellen Baufortschritt auf dem Gelände der Zeiteninsel zu erkundigen oder etwas über die geplanten Veranstaltungen im nächsten Jahr zu erfahren. Viele Besucher zeigten auch Interesse an der Arbeit und den Erzeugnissen der AG Lebendige Archäologie und ließen sich zeigen, wie man Feuer macht oder wie mit der Hand gesponnen wird.

Die von Annika Langer nach einem archäologischen Fund (Gräberfeld Wederath, im Hunsrück) hergestellten „Keltenkringel“ gehören zu den wenigen archäologisch belegten keltischen Kochrezepten aus dem ersten Jahrhundert vor unserer Zeit. Diese Speise war einem Verstorbenen mit auf seine Reise in eine andere Welt mitgegeben worden und nach ihrem Fund auf die Inhaltsstoffe analysiert worden. Es handelt sich um ein Gebäck, dass aus Honig, Dinkelmehl, Eiklar, Fettstoffen und Hefe besteht. Es erinnert ein wenig an Lebkuchen.
Im Laufe des Tages wurden viele Tüten mit Keltenkringeln samt Rezept verkauft.

Mit Einsetzen der Dunkelheit wurde es immer voller auf dem Weihnachtsmarkt und unser Zelt wirkte sehr anheimelnd mit den vielen leuchtenden Laternen und dem Kerzenlicht.

Kinder saßen mit ihren Eltern um die Feuerschale herum und hielten ihre Stockbrote in die Glut. Eine gemütliche und behagliche Atmosphäre. Auch Freunde der Zeiteninsel kamen auf einen Schwatz am Feuer vorbei.

Höhepunkt des Tages war der Auftritt des Nikolauses begleitet von seinen Knechten, der am Stand der Zeiteninsel die Geschenke an die Kinder verteilte.
Sonja Guber als Germanin und Dennis Moch als steinzeitlicher „Ötzi“ unterstützten ihn dabei.
Gegen 20:00 Uhr endete der Weihnachtsmarkt und der Abbau ging, dank der vielen fleißigen Helfer, ganz schnell vonstatten.

Es war eine ganz besondere Erfahrung, den Weihnachtsmarkt mit unseren Angeboten zu bereichern und es hat uns allen viel Spaß gemacht.

Ein großer Dank gilt all den Freiwilligen, die ihren Sonntag und auch im Vorfeld viel Zeit in die Vorbereitungen investiert haben.
Es war toll mit euch.

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Rückschau: Großveranstaltung „Geschichte(n) erleben“ am 13. Mai

Vor kurzem kamen an einem Sonntag im Mai zahlreiche Darsteller, Archäotechniker und viele Aktive des Fördervereins auf der Zeiteninsel zusammen: Es war wieder soweit und die jährliche Großveranstaltung sollte auf dem Gelände des künftigen Freilichtmuseums stattfinden! Den Besuchern wurde ein vielfältiges Angebot – quer durch alle Epochen mit dem Fokus auf Techniken – präsentiert. Sie konnten sich unter anderem über die Keramikherstellung und das Schmieden, Ötzis Jagdausrüstung und das Färben von Textilien, sowie Techniken der Holz-, Knochen- und Steinbearbeitung informieren, wobei das Mitmachen ausdrücklich erwünscht war.

So konnten bereits kurz nach Beginn der Veranstaltung kleine und große Steinzeit-Jäger beim Werfen von Speeren und dem Schießen von Pfeil und Bogen beobachtet werden. Die Besucher waren auch von den ersten „Zeiteninsel-Haustieren“ fasziniert und erhielten die Möglichkeit, den Honig der fleißigen Bienen, die seit dem vergangenen Jahr in zeittypischen Behausungen auf der Zeiteninsel leben, zu probieren. Für das leibliche Wohl der Besucher sorgten außerdem das Marburger Restaurant Blè Noir und die Niederwalgener Landfrauen, sodass niemand hungrig nachhause gehen musste.

Der Tag begann mit viel Sonnenschein, gegen Mittag zogen dann dicke Regenwolken über die Zeiteninsel und führten durch die starken Schauer zu einer Zwangspause. Jedoch ließen sich weder die Besucher, noch die beteiligten Darsteller die Laune verderben und das Programm wurde anschließend fortgesetzt.

 

An dieser Stelle sei noch einmal allen Beteiligten, Aktiven und Helfern ein herzliches Dankeschön für das Gelingen der Veranstaltung ausgesprochen!

Geschichte(n) erleben auf der Zeiteninsel am 13. Mai 2018!

Das Team der Zeiteninsel lädt Sie am Sonntag, 13. Mai, von 10 bis 17 Uhr zu einem besonderen Aktionstag auf das Museumsgelände in Argenstein ein. Zahlreiche Darsteller und Archäotechniker haben ein buntes Programm vorbereitet: Wie haben die Menschen vor bis zu 11000 Jahren gelebt und was stand auf dem Speisezettel der Kelten? Welche Pflanzen wurden zur Färbung von Textilien genutzt und wie weit lässt sich ein Speer eigentlich werfen? Große und kleine Besucher können hautnah jahrtausendealte Handwerkstechniken erleben und natürlich auch selber ausprobieren. Auf dem Programm stehen unter anderem die Themen Ledergerbung, Keramik, Metallurgie, steinzeitliche Kunst und vieles mehr. Auch für das leibliche Wohl ist natürlich bestens gesorgt. Der Eintritt zum Aktionstag kostet für Erwachsene 5 Euro, für Kinder 2,50 Euro und für Familien 10 Euro.

Kommen Sie vorbei, wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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Steinzeitjäger vor und auf der Leinwand

Großer Besucherandrang herrschte am Sonntag 3.12.2017 zur Sektmatinee „Der Mann aus dem Eis“ im Foyer des 2. OG im Cineplex Kino Marburg. Teilnehmerinnen und Teilnehmer der AG Lebendige Archäologie des Fördervereins hatten zahlreiche Exponate und Objekte zur Jungsteinzeit mitgebracht und im Foyer vor dem Kinosaal ausgelegt. Darunter Nachbauten nahezu aller Ausrüstungsgegenstände von Ötzi, das Kupferbeil, diverse Messerklingen, Werkzeuge, rekonstruierte Kleidung der Jungsteinzeit, Schmuck, Nahrung, Garn- und Seilherstellung durch Pflanzenfasern, Bienenhaltung – ja sogar ein Fellboot und Reusen waren vorhanden. Zeigen, erklären, demonstrieren –  Wissen, Handwerk und Lebensweise wurde ausführlich und anschaulich einem sehr interessierten Publikum nahe gebracht.


Zum Filmstart des Films „Der Mann aus dem Eis“ mit Jürgen Vogel, der eine fiktive Geschichte um die Umstände des Todes von Ötzi hoch oben in den Alpen erzählte, kam es zu der gemeinsamen Aktion von Cineplex und Zeiteninsel.
Trotz des spontanen Wintereinbruchs kamen zahlreiche Interessierte, so dass sogar unsere eigenen Erwartungen an Zuspruch mehr als erfüllt wurden.

P1060300Vielen Dank an alle Beteiligten, Besucherinnen und Besucher für eine sehr gelungene Aktion!

Text: Sonja Guber

„Der Mann aus dem Eis“: Die Zeiteninsel bei der Sektmatinee am 3.12.2017 im Cineplex!

Wer schon immer einmal Ötzis Ausrüstung (oder zumindest originalgetreue Nachbauten!) in der Hand halten und steinzeitliche Handwerkstechniken und Werkzeuge ausprobieren wollte, kann dies im Rahmen der Sektmatinee am kommenden Sonntag im Cineplex Marburg tun! Hier besteht die Gelegenheit, die Mitglieder der AG Lebendige Archäologie und das Zeiteninsel-Projekt näher kennenzulernen und im Anschluss um 11:45 Uhr den Film über Ötzi, „Der Mann aus dem Eis“, anzuschauen.

Ötzi-Film

Weitere Informationen gibt es hier: https://www.cineplex.de/filmreihe/sektmatinee/668/marburg/

 

Bronzeguss-Wochenende

Vom 18. bis 20. Juli 2014 veranstaltete die AG Lebendige Archäologie auf der Zeiteninsel einen Workshop zum Thema Bronzeguss.

Wir durften dazu nun schon zum zweiten Mal die Experten Ralf Gössling und Stefan Heeb (genannt ‚Bronze-Bruce‘) bei uns begrüßen. Es entwickelte sich wieder zu einem sehr informativen und lehrreichen Wochenende für uns alle. Wir hatten insgesamt ca. 30 Teilnehmer und Besucher – herzlichen Dank noch einmal an Alle!

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Kurs Brettchenweben

Am vergangenen Wochenende hatten Mitglieder der AG Lebendige Archäologie im Förderverein das Glück einen Wochenendkurs zum Thema Brettchenweben mit der Archäotechnikerin Sylvia Crumbach durchführen zu können.

Sylvia Crumbach, freie Mitarbeiterin des Freilichtmuseums Oerlinghausen, präsentiert seit mehr als 15 Jahren Kleidung und Sachkultur und führt Arbeitstechniken vor allem im Bereich Textil, in Museen und Ausstellungen vor.
Seit 2005 bietet Frau Crumbach Vorträge und Präsentationen im Bereich Archäotechnik an und ist seit 2006 Mitglied im Archäotechnik-Forum Federsee.
Sie gilt als eine der Expertinnen für die Technik des Brettchenwebens.

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Landesgartenschau Gießen

Am Sonntag hat sich das Museumsprojekt Zeiteninsel auf der Landesgartenschau in Gießen im Pavillon der Regionen vorgestellt.

Einige Mitglieder des Fördervereins stellten die verschiedenen Zeitstationen in rekonstruierter Bekleidung dar.

Die Bronzezeit wurde vertreten durch Thorsten Seifert und Gabi Schiefke, die auf einem Tisch das Handwerk der Bronzezeit präsentierten und für die Fragen der Besucher offen waren.

Torsten Jäger repräsentierte die Jungsteinzeit mit seiner selbst genähten Leder-Bekleidung.
Agnes Schneider und Monika Mosburger waren als Germaninnen der römischen Kaiserzeit gekleidet.

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Keramik Workshop

Am vergangenen Wochenende trafen sich sieben Mitglieder der AG Lebendige Archäologie mit Susanne Gütter, Mitglied des Fördervereins und Grabungstechnikerin der HessenArchäologie zu einem Workshop zum Thema „Keramik aus der Umgebung der Zeiteninsel durch alle Zeiten und Versuch der Rekonstruktion“.

Susanne Gütter hat selbst an den Ausgrabungen im Bereich des Kieswerks Niederweimar mitgewirkt und arbeitet seit 15 Jahren „nebenbei“ an Keramik-Rekonstruktionen. Besuchern unserer Veranstaltungen ist sie bereits bekannt durch ihren wunderbaren Keramikstand, an dem sie ihre Rekonstruktionen präsentiert hat.

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