Ein zunächst winterlicher Arbeitseinsatz

Wie an jedem ersten Samstag im Monat trafen sich die Aktiven der Zeiteninsel um 10 Uhr zu einem gemeinsamen Arbeitseinsatz auf dem Gelände.
Da es in der Nacht geschneit hatte, stand das gemeinsame Arbeiten zunächst auf der Kippe. Die Freiwilligen ließen sich davon nicht abschrecken und trafen sich, natürlich warm eingepackt, und legten sofort los.

Im germanischen Wohnstallhaus der römischen Kaiserzeit ging es, wie bereits beim letzten Arbeitseinsatz, um das Flechten der Wände mit Weidenruten. Hier standen vor allem die Wände im Zwischenboden im Fokus, während die Front des Hauses schon einmal für das geplante Flechtwerk vorbereitet wurde.

Im Bereich des Rössener Hauses war eine Gruppe damit beschäftigt, den Innenraum des Hauses „wohnlicher“ zu machen: Hier wurde eine Lagerstätte aus Holz gesägt und gezimmert. Baumstämme wurden gespalten und zugerichtet, um eine Auflage für Bretter zu bekommen. Vielleicht ist das „Bett“ bereits zur Veranstaltung fertig gestellt? Wir werden sehen.

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In Vorbereitung auf unsere Veranstaltung „Geschichte(n) erleben – in der Bronze- und Eisenzeit“ am Wochenende vom 25. und 26. Mai errichtete ein Team den Windschutz auf der mittelsteinzeitlichen Insel wieder neu. Die Beteiligten bauten ein Gestell aus Weidenruten, um anschließend eine Dachdeckung aus Rinde anzubringen.

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Ebenfalls in Vorbereitung auf die Veranstaltung wurde an der Rennofenstation damit begonnen, Lehmziegel herzustellen. Hier soll wieder ein Rennofen zur Darstellung der Eisenverhüttung errichtet werden. Sie dürfen gespannt sein.

Zum ersten Mal in diesem Jahr nutzen wir eine kleine Ackerfläche, um dort zum einen heimische Kräuter und Blumen als Weide für unsere Zeiteninsel-Bienen auszusäen, zum anderen sollen hier Kräuter und Pflanzen wachsen, die es zur Zeit der Germanen gegeben hat. Es ist ein kleines Experiment und bis zur Veranstaltung werden hoffentlich schon die ersten Pflanzen zu sehen sein.

Auch an diesem ersten Samstag des Monats fanden sich Interessierte zu einer offenen Führung um 11 Uhr zusammen. Sie konnten den Baufortschritt und die Vorbereitungen zur Veranstaltung in Augenschein nehmen und sich über das Museumsprojekt informieren.

Nachdem tagsüber doch recht angenehme Arbeitstemperaturen herrschten, kam nachmittags eine derartig schwarze Wolke über den Himmel gezogen, die uns ein klares Signal gab: jetzt ist Feierabend. Wir haben natürlich auf die Natur gehört und nach einem schönen gemeinsamen Arbeitstag den Feierabend angetreten.

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Ein Dank an alle freiwilligen Helferinnen und Helfer für ihren Einsatz. Bis zum nächsten Mal am 1. Juni!

Text und Fotos: Meike Schuler-Haas

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Ein Samstag im April…

Am ersten Samstag diesen Monats war es wieder soweit: ein gemeinsamer Arbeitseinsatz der Aktiven auf der Zeiteninsel fand, wie jeden ersten Samstag im Monat, statt.

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Im Fokus stand diesmal das Germanische Wohnstallhaus der Römischen Kaiserzeit.
Die grundlegenden Bauarbeiten, die durch eine externe Firma erfolgten, sind abgeschlossen und nun beginnt die Arbeit der Freiwilligen.

Die in den letzten Arbeitseinsätzen (Link) geschnittenen Weidenruten wurden nun verwendet, um Außen- und Zwischenwände des Hauses mit Flechtwerk zu versehen. Dieses Flechtwerk dient als Unterkonstruktion für den Lehmbewurf, der auch noch in diesem Jahr erfolgen wird. Diese Lehmflechtwände finden sich bis heute in Fachwerkgebäuden in unserer Region. Es ist eine Methode, die erfolgreich im Hausbau seit tausenden von Jahren verwendet wird.

Die Weidenruten wurden auf eine passende Größe gekürzt und dann zwischen die senkrechten Holzstaken verflochten. Wichtig ist es hierbei, einen gewissen Abstand zwischen den einzelnen Ruten einzuhalten, damit der Lehm Platz genug hat, um haften zu bleiben. Wenn die Abstände jedoch zu groß werden, fällt der Lehm durch und haftet nicht. Unsere Freiwilligen hatten den Dreh schnell heraus und bis zum Nachmittag waren schon viele Wände mit Flechtwänden versehen.

Eine andere Gruppe widmete sich der Unterkonstruktion des germanischen Hauses.
Unterhalb der Bohlenwände wurde noch eine Steinschicht angebracht. Diese dient zur Stabilisierung und dem Schutz des Holzes vor Feuchtigkeit im Boden.
Hier wurden Steine genau unter die Holzwände eingepasst, wie in einem Puzzle.
Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen.

Interessierte Besucher nahmen bei diesem schönen Wetter auch gerne die Gelegenheit zu einer offenen Führung wahr. Diese findet immer am ersten Samstag im Monat um 11:00 Uhr statt.
Eine Kollegin des Zeiteninsel-Teams führte die Interessierten durch alle Zeitstationen und erklärte auch den Baufortschritt im Bereich der Zeitstation der Germanen der Römischen Kaiserzeit.

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In einigen Stationen fanden auch schon vorbereitende Arbeiten für die Großveranstaltung „Geschichte(n) erleben… in der Bronze- und Eisenzeit“ statt. So wurden u. a. Lehmsteine für einen neuen Rennofen hergestellt.

Nachmittags wurde wieder ein Feuer entzündet, zum ersten Mal in diesem Jahr unter freiem Himmel und gemeinsam gegrillt und untereinander ausgetauscht.

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Am Ende des Tages war wieder ein weiteres Etappenziel erreicht dank des großen Engagements der Freiwilligen.

Es bleibt nur noch Danke zu sagen für den tollen gemeinsamen Einsatz.
Wir freuen uns schon auf den ersten Samstag im Mai.

Wer sich für eine aktive Mitarbeit auf der Zeiteninsel interessiert, kann gerne einfach am ersten Samstag im Monat ab 10:00 Uhr zum Gelände der Zeiteninsel kommen.

Text und Fotos: Meike Schuler-Haas

Arbeitseinsatz März 2019

Am ersten Samstag im März trafen sich wieder Freiwillige auf dem Gelände der Zeiteninsel, um gemeinsam auf dem Gelände zu arbeiten.

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Leider war das schöne sonnige Frühlingswetter wieder vorbei, doch das hielt die Aktiven nicht davon ab, sich den gestellten Aufgaben zu widmen.

Eine Gruppe kümmerte sich, wie schon beim letzten Arbeitseinsatz, um das Vorbereiten der Weidenruten. Diese werden für die Flechtwerkwände in den beiden neuen Gebäuden der frühen Germanen, die in der Zeitstation „Römische Kaiserzeit“ stehen, benötigt. Da auf dem Gelände der Zeiteninsel viele Weiden wachsen, gab es in diesem Bereich sehr viel zu tun.

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Eine weitere Gruppe hatte sich ihren Arbeitsplatz im Trockenen gesucht: sie beschäftigten sich mit dem Ebnen des Bodens im Wohnstallhaus der Römischen Kaiserzeit. Hier wurde mit Hacken und Rechen versucht, den Lehmboden eben zu machen, eine Arbeit, die durch im Boden befindliche Steine erschwert wurde. Da die Erde hier außerdem schon ziemlich festgetreten ist, war hier Muskelkraft gefordert.

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Auch an diesem kühlen bewölkten Tag nahmen mehr als 10 Personen das Angebot der offenen Führung wahr und ließen sich den aktuellen Baufortschritt und die Vorhaben des Museumsprojektes ausführlich schildern. Wir freuen uns immer wieder sehr über das Interesse an der Zeiteninsel.

Mit dem Schnitt der Zeiteninsel-Apfelbäume war eine weitere Gruppe beschäftigt. Die Bäume waren seit längerem nicht gepflegt worden und so war das Schneiden der Äste zeitaufwändig.

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Immerhin einen Baum konnten wir fertig schneiden, in der Hoffnung auf eine gute Apfelernte in den nächsten Jahren für die Zeiteninsel-Apfelsaft Produktion.

Durch den Astschnitt und die Reste der Weidenruten wächst unser Haufen für das geplante Osterfeuer immer weiter an. Wir freuen uns schon darauf!

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Wir danken allen Aktiven, die mit ihrem Einsatz erneut dazu beigetragen haben, dass es auf der Zeiteninsel vorangeht.

Bis zum nächsten Arbeitseinsatz am 6. April ab 10 Uhr!

Text und Bilder: Meike Schuler-Haas

Arbeitseinsatz im Februar 2019

Der erste Zeiteninsel-Arbeitseinsatz in diesem Jahr fand am vergangenen Samstag statt. Zehn dick eingepackte Aktive ließen sich auch von den winterlichen Temperaturen nicht abschrecken und fanden ihren Weg auf das Museumsgelände. Für viele war es das erste Wiedersehen nach der Winterpause.

Auf der Prioritätenliste ganz oben stand das Schneiden und Bündeln von Weidenzweigen. Die Zweige können wir für die Umsetzung vielfältiger Projekte gut gebrauchen: Zur Herstellung der Flechtwerkwände in den einzelnen Gebäuden und zur Anfertigung von Körben und Bienenbehausungen eignet sich dieses Material hervorragend. Es bildeten sich mehrere Grüppchen und das Schneiden und Sortieren der Zweige begann. Zwischendurch konnten wir die fortschreitenden Bauarbeiten am frühgermanischen Gehöft bewundern.

Zudem haben die Zimmerleute nun auch mit dem Bau des Nebengebäudes begonnen. Erste Pfosten sind bereits in den Boden eingetieft.

Zur Mittagszeit kamen alle im jungsteinzeitlichen Rössen-Haus zusammen. Traditionsgemäß wurde gegrillt und gemütlich beisammen gesessen. Anschließend banden die Aktiven frisch gestärkt dicke Weidenzweigbündel, die nun zum Trocknen an der Wand des Rössen-Hauses lehnen.

Den Teilnehmenden ein großes Dankeschön für ihr Engagement!

Der nächste Arbeitseinsatz ist für den 2. März ab 10 Uhr geplant. Interessierte, die uns kennenlernen möchten, sind hierzu herzlich willkommen!

 

Die Zeiteninsel im ereignisreichen Jahr 2018

In den vergangenen 12 Monaten ist wieder viel auf der Zeiteninsel passiert, wir berichteten hier im Blog und an anderen Stellen regelmäßig. Dies wird auch in 2019 der Fall sein, doch dazu später mehr!

Mit dem Saison-Beginn im März startete auch das auf mehrere Monate angelegte „Schulacker-Projekt“ mit zwei 3. Klassen der Grundschule Niederweimar. Diese Projektkooperation besteht nun schon seit 2014 und lässt die SchülerInnen den mühsamen Weg von der Vorbereitung des Ackers, zur Aussaat des Saatgutes („steinzeitlicher“ Art; Emmer, Einkorn und Nacktgerste), der Feldpflege, hin zur Ernte und Verarbeitung der Körner nachvollziehen. Am Ende des Projektes im Oktober folgte der gebührende Abschluss in Form eines Backtages. Wir berichteten u. a. hier darüber.

Im Frühjahr waren wir auch schon kräftig mit den Planungen für unsere diesjährige Großveranstaltung „Geschichte(n) erleben“ im Mai beschäftigt: Diverse Gruppen, einzelne DarstellerInnen und Aktive des Fördervereins boten den zahlreichen BesucherInnen einen bunten Querschnitt durch sämtliche auf der Zeiteninsel vertretene Epochen. Von der Mittelsteinzeit über die Jungsteinzeit, Bronze- und Eisenzeit bis zur Römischen Kaiserzeit gab es auf dem Gelände Mitmachangebote, Vorführungen und die Möglichkeit, mit den Fachkundigen über die jeweilige Zeitstellung zu sprechen. Es ging vor allem um die Vermittlung von Techniken, wie der Bearbeitung von Feuerstein und Holz, der Herstellung von Gefäßen aus Ton und metallurgische Verfahren. Auch in 2019 wird es eine große Veranstaltung geben, die derzeit in Vorbereitung ist. Wir laden Sie hierzu schon jetzt herzlich ein, am 25./26. Mai 2019 auf die Zeiteninsel zu kommen! Weitere Informationen folgen.

Auch baulich geschah wieder einiges: Im Frühsommer wurde mit der Errichtung des Hauptgebäudes in der Station Römische Kaiserzeit begonnen. Hier entsteht ein 30 m langes Wohnstallhaus in frühgermanischer Bautradition. Der Rohbau ist mittlerweile errichtet und die Dachdeckung durch Lärchen-Holzschindeln ist nun auch abgeschlossen. In 2019 folgt noch ein Nebengebäude zur Gehöftanlage.

Außerdem fanden im Sommer weitere Arbeiten am Rössen-Haus in der Station Jungsteinzeit statt. Im Fokus standen zum einen die Dachdeckung mit Lindenrindenschindeln sowie zum anderen die Lehmarbeiten an den Wänden. Die Rindenabschnitte konnten im Verlauf des Jahres u. a. im Rahmen der Arbeitseinsätze an den Dachlatten festgebunden werden. Die Dachdeckung in „Mönch-Nonne-Technik“ wird im kommenden Jahr fortgeführt, da sie sich als sehr zeit- und materialaufwendig herausstellte. Ein schöner Nebeneffekt der Dachdeckaktion ist, dass wir viele Bündel Lindenbast gewinnen konnten. Die „Verlehmung“ der Außenwände sowie den Einbau einer Innenwand und eines Backofens im jungsteinzeitlichen Haus übernahmen dankenswerterweise  Jugendliche aus verschiedenen Ländern, die im Rahmen eines in Kooperation mit den Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten (ijgd) durchgeführten Workcamps zu uns kamen. Am Freiwilligentag der MitarbeiterInnen der Landkreisverwaltung im September wurden weitere Handgriffe daran getan, schließlich haben eigene Kräfte das Werk vollendet.

Außerdem ist an dieser Stelle die mehrfache Unterstützung durch Jugendliche, die durch eine Kooperation mit der JUKO Marburg e.V. mehrfach auf dem Gelände arbeiteten, zu nennen. Sie füllten nicht nur die Brennholzvorräte auf, sondern bewegten viel Erde und bereiteten Weidenruten vor.

Im Verlauf der Veranstaltungssaison 2018 konnten wir zahlreiche Schulklassen, die für Projekttage mit Workshops oder auch für eine Führung zu uns kamen, begrüßen. Schön, dass die Zeiteninsel auch über das Marburger Umland hinaus immer bekannter wird. So kamen die Schüler beispielsweise aus Solms, Wetzlar und Stadtallendorf. Erstmals konnten wir in diesem Jahr auch Veranstaltungen für Menschen mit Behinderung anbieten. Sie kam durch eine Kooperation mit dem Lebenshilfewerk Marburg-Biedenkopf e.V. zustande, die in 2019 fortgeführt wird.

Wir freuen uns sehr, dass wir die Frequenz von Kindergeburtstagen im Vergleich zu 2017 auf der Zeiteninsel deutlich steigern konnten. Bei uns erleben die Kinder einen Geburtstag der besonderen Art samt Zeitreise und das scheint sich herumzusprechen!

Insgesamt acht Kurse ergänzten das vielfältige Veranstaltungsprogramm des ersten und zweiten Halbjahres in 2018. Hier war wirklich für Jeden etwas dabei: Keramikkurs, Bronzewerkstatt, Brettchenweben, Kräuterwanderung…. Das Programm für 2019 steht und ist ab Januar auf unserer Homepage, Facebook und auf dem Blog einsehbar. Flyer liegen bereits vielerorts, u. a. in der Tourist-Information in Marburg aus.

Neben dem Fortführen der baulichen Realisierung ist auch bei der inhaltlichen Gestaltung der einzelnen Zeitstellungen erfreuliches zu vermelden: Im Dezember erhielten wir durch die Landrätin Kirsten Fründt eine nicht unbeträchtliche Förderung der Region Marburger Land e.V., für die wir uns an dieser Stelle sehr herzlich bei allen Beteiligten bedanken möchten. Sie dient der Erstellung einer Studie zum Vermittlungskonzept, eine Aufgabe, die in 2019 auf unserer Agenda stehen wird und in Zusammenarbeit mit der Kulturberatungsagentur concultura aus Bonn realisiert werden soll.

So schließen wir mit dieser positiven Nachricht das ereignisreiche Jahr 2018 ab und blicken voller Vorfreude und Spannung auf 2019! Das Team der Zeiteninsel wünscht Ihnen erholsame Weihnachtstage und einen guten und gesunden Start in das neue Jahr. Wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen!

Arbeitseinsatz und Jahresabschlussfeier im Dezember

Am 1.12., dem ersten Samstag im Monat, fand der letzte Arbeitseinsatz in 2018 auf der Zeiteninsel statt. Außerdem war an diesem Tag eine kleine Jahresabschlussfeier geplant, ein Dankeschön für das große Engagement der Aktiven für die Zeiteninsel.

Eine wichtige Aufgabe stand an: Die Arbeiten an einer Lehmwand im jungsteinzeitlichen Rössen-Haus, an der auch schon während des Freiwilligentages im September (hier findet sich der Bericht) gearbeitet wurde, sollten abgeschlossen werden. Doch zunächst konnten die Aktiven den deutlich sichtbaren Bau-Fortschritt der aktuellen Baustelle, des „Germanengehöfts“ aus der frühen römischen Kaiserzeit, bewundern.

5 Römische KaiserzeitHier geht es nicht nur in der Konstruktion des Rohbaus voran, auch die Dachdeckung nimmt Gestalt an. Die Holzschindel-Stapel, verwendet wird übrigens Lärchenholz, die sich derzeit noch rund um das Haus verteilen, werden Tag für Tag kleiner.

Dann ging es aber los: Der Lehm für die Wand wurde zunächst mit Stroh gemagert und unter Zugabe von Wasser zu einer gut auftragbaren Masse vermischt. Beidseitig an der Wand arbeiteten zwei bis drei HelferInnen mit der Hilfe von Kellen (oder auch direkt mit der Hand) und warfen den Lehm mit viel Schwung an die Wand (näheres zum Lehmputz ist auch hier zu finden).

Währenddessen wurde schon das Feuer im Rössen-Haus angezündet und um die Mittagszeit machten es sich die knapp 20 Teilnehmenden an der Herdstelle gemütlich. Beim gemeinsamen Essen entstanden interessante Gespräche, die sich zugegebenermaßen nicht nur um archäologische Themen drehten.

Es war schön, noch einmal die Gelegenheit zum Austausch zu haben. Der nächste Arbeitseinsatz findet dann erst wieder am 2. Februar 2019 statt.

Wir danken an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich allen Aktiven des Museumsprojektes für die großartige Unterstützung in diesem Jahr!

Arbeitseinsatz im November

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Anfang November war es wieder soweit: Am ersten Samstag des Monats trafen sich die freiwilligen Unterstützer der Zeiteninsel zu einem gemeinsamen Arbeitseinsatz auf dem Gelände.
Obwohl es morgens noch recht frisch war, wärmte der Sonnenschein uns schnell auf, so machte die Arbeit gleich noch mehr Spaß.
Wie immer standen viele Aufgaben auf dem Programm, doch am Wichtigsten war es, das Gelände winterfest zu machen. Die Bienen benötigten ein Dach für ihre Beuten, Holzstapel mussten abgedeckt werden und vieles mehr. Mehr als 10 Aktive halfen tatkräftig, unter anderem auch zwei neue Aktive, was uns sehr gefreut hat. So konnten nach und nach die anstehenden Aufgaben angegangen werden.
Holz- und Strohabfälle wurden verbrannt, die sonst keine andere Verwendung mehr fanden, Umzäunungen repariert und das Gelände nach Müll abgesucht.

Ein Team machte sich daran, das Dach für den Unterstand der Bienen so herzurichten, dass es den winterlichen Witterungsbedingungen standhalten wird. Außerdem wurde er auch zusätzlich etwas stabilisiert.
Ein weiteres Team vervollständigte die Lehm-Arbeiten an der Flechtwand im Rössen-Haus, die bereits beim Freiwilligentag des Landkreises begonnen wurden. Hier brachten die Aktiven noch eine feine Lehm-Deckschicht auf.

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Und wir nutzten das schöne Wetter, um ein Schnitzprojekt mit Lindenholz vorzubereiten.
Zur Mittagspause nahmen wir uns nur kurz Zeit, weil wir die wärmenden

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Sonnenstrahlen ausnutzen wollten. Kurzerhand wurde für alle Pizza bestellt und mit vollem Magen ging es dann frisch gestärkt wieder zurück ans Werk.

Zuletzt fanden sich auch noch zwei Tapfere, die sich um die Säuberung unseres rekonstruierten mittelalterlichen Brunnens kümmerten, eine etwas feuchte Angelegenheit.

Wir danken allen Aktiven für ihr Engagement und freuen uns schon auf unser nächstes Treffen Anfang Dezember, wo wir die Saison beschließen werden.

Arbeitseinsatz im August

Die Sonne meinte es sehr gut mit den Aktiven der Zeiteninsel, die sich wie an jedem ersten Samstag im Monat wieder auf dem Gelände trafen. Im schönsten Sonnenschein begannen die motivierten Freiwilligen gegen 10 Uhr mit den Arbeiten. Für ein Team ging es auch gleich in luftige Höhe: Sie führten – weitestgehend schwindelfrei – die Lindenrindenschindel-Dachdeckung fort.

Ein zweites Grüppchen gewann, wie bereits beim Arbeitseinsatz im Juli, wieder Lindenbast (Bericht Arbeitseinsatz Juli). Die Beteiligten freuten sich vor allem auf das Ausspülen der Baststücke am Bacheinlauf, denn dieser Arbeitsschritt versprach wohltuende Abkühlung.

Es wurde außerdem wieder einiges an Holz gehackt sowie der Par Allna-Einlauf freigeräumt.

Dem Wetter angemessen kamen zur Mittagszeit Würstchen auf den Grill. Die Aktiven genossen die angenehmen Temperaturen im Rössen-Haus und die gemütliche Atmosphäre.6Einige nutzten den Bach als Freibad. Erfrischt ging es dann auf zum zweiten Teil des Tages und die Arbeiten vom Vormittag wurden fortgeführt.

Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten, es war wieder sehr schön und wir haben einiges geschafft!

Ein Arbeitseinsatz der besonderen Art

Am vergangenen Samstag trafen sich 11 freiwillige Helferinnen und Helfer auf der Zeiteninsel, um gemeinsam den Tag zu verbringen. Diesmal ging es um zwei ganz besondere Projekte: die Dachdeckung des Vordaches am Rössenhaus mit Lindenrindenschindeln und die Gewinnung von Lindenbast.

Unter der Anleitung von Wulf Hein begannen morgens bereits die Dachdeckerarbeiten. Hierzu wurden die vor kurzem „geernteten“ Lindenrindenabschnitte (im Schnitt 80 cm lang) in Mönch-Nonne-Technik auf dem Dach angebracht. Dabei werden die jeweils von einer Stammhälfte abgenommenen Rindenstücke mit der Innenseite nach oben wie eine offene Rinne mit jeweils halber Länge Überdeckung das Dach hinauf verlegt: das sind die Nonnen. Zwei nebeneinander liegende Nonnen-Reihen werden nun über ihrer Stoßkante mit einer umgekehrt aufliegenden Schindelreihe – den Mönchen – überdeckt.

Jede einzelne Schindel wird so ausgesucht, dass sie exakt zu den übrigen passt und so ist diese Art, ein Dach zu decken, etwas puzzelig und zeitaufwändig. Die Schindeln werden gelocht und an den Dachlatten mit Seilen festgebunden, so dass sie nicht herunter geweht werden können.

Bei herrlichem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen war dies eine sehr schweißtreibende Angelegenheit und wer Höhenangst verspürte, war hier nicht am richtigen Ort, denn es ging hoch hinaus.

Mittags wurde die Feuerstelle im Rössenhaus angeworfen und leckere Würstchen gegrillt. Alle genossen die Pause im kühlen, schattigen Gebäude. Danach ging es dann gestärkt wieder ans Werk.

Am Ende des Tages waren bereits mehrere Reihen Schindeln auf dem Dach angebracht. Einige Tage Arbeit liegen jedoch noch vor den Dachdeckern.

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Diesen Samstag nutzten auch einige Besucher, um an offenen Führungen über das Gelände teilzunehmen – eine gute Gelegenheit, um sich über die Baufortschritte zu informieren. Da das Gelände mit Beginn der Bauarbeiten am Wohnstallhaus der Germanen seit Anfang Juli nicht mehr öffentlich zugänglich ist, bietet der erste Samstag im Monat eine Möglichkeit mit den angebotenen offenen Führungen, das Gelände zu besichtigen.

Eine zweite Gruppe beschäftigte sich am Samstag mit der Gewinnung von Lindenbast, einem Werkstoff, der in der Steinzeit eine große Bedeutung hatte zur Herstellung von Schnüren, Seilen, Umhängen, Matten, Hüten, Fischernetzen und vielem mehr.

Zunächst werden Rindenstücke über mehrere Wochen eingeweicht, um einen Rotteprozess in Gang zu setzen. In dieser Phase lösen sich die Verbindungen zwischen den einzelnen Bastschichten. Die Rindenstücke werden dann aus dem Wasser geholt und die Bastschichten abgezogen, diese werden in feinste Schichten geteilt, ausgespült und dann für die spätere Verwendung getrocknet.

Das schönste an dieser Arbeit war das Ausspülen der Baststücke am Bacheinlauf im eiskalten Wasser – eine wunderbare Abkühlung.

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Bei dem heißen Wetter war der Bast auch sehr schnell auf der Wäscheleine getrocknet, so dass die Bündel zur weiteren Verwendung aufgehängt werden konnten.

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Da beide Projekte nicht an einem Tag bewältigt werden konnten, gehen die Arbeiten weiter.

Vielen Dank an die fleißigen und hitzebeständigen Helferinnen und Helfer für die großartige Unterstützung.

 

 

Arbeitseinsatz im April

Am vergangenen Wochenende war es wieder einmal so weit: Nach dem noch sehr winterlichen letzten Arbeitseinsatz-Treffen im März zeigte sich nun am Samstag endlich der Frühling von seiner schönsten Seite und brachte einen ganzen Schwung Aktiver und viele Interessierte, die vom geschäftigen Treiben auf die Insel gelockt wurden.

Die Freiwilligen bildeten kleine Teams und legten los. So wurde am jungsteinzeitlichen Rössener Haus in luftiger Höhe weiter an der Weidenflechtwand gewerkelt.

4In mehreren Touren konnten Strohreste, die noch von den Dacharbeiten im Bereich des Hauses lagen, verbrannt werden. Auch wenn die Jugendlichen der JUKO Marburg e.V. bei ihrem Arbeitseinsatz auf der Zeiteninsel vor kurzem schon einen guten Teil des Weidenschnittgutes aufbereitet hatten, mussten die restlichen Weidenzweige noch beschnitten und sortiert werden.1Zur Mittagszeit kam Urlaubsfeeling auf, als sich die Aktiven bei Pizza und dem ein oder anderen Kaffee vor dem Holzhaus in der Sonne versammelten. Anschließend ging es frisch gestärkt weiter. Der Bereich mit den Rennöfen wurde schon für unsere diesjährige Großveranstaltung am 13. Mai auf Vordermann gebracht, hier soll im Vorfeld des Events noch eine neue Bedachung gebaut werden. Gleichzeitig wurden die Reste der alten Bedachung des leider eingestürzten Lehmbackofens weggeräumt.

Der Arbeitseinsatz war wieder ein voller Erfolg und wir danken allen beteiligten Freiwilligen herzlich für ihre Hilfe!

Das nächste Treffen auf der Zeiteninsel findet übrigens am 5. Mai statt!