Winterwanderung des Zeiteninsel-Fördervereins

Vor Kurzem war es wieder soweit: 15 Mitglieder des Zeiteninsel-Fördervereins machten sich auf die jährliche Winterwanderung. In diesem Jahr ging es nach Treis, das zu Staufenberg gehört. Mirko Runzheimer vom Förderverein hatte die Exkursion zum Ringwall auf den Totenberg und zu den Abris am Hang des Berges geplant und spannende Kurzvorträge vorbereitet. Zunächst wanderten die Teilnehmer auf schneebedeckten Wegen den Totenberg hinauf, auf dessen Kuppe sich im nördlichen Bereich eine wallartige Struktur befindet, die ein Plateau umschließt.WiWa2Hier fanden erstmals in den 1950er Jahren Untersuchungen statt, die seit 2011 durch den Oberhessischen Geschichtsverein in Zusammenarbeit mit der hessenARCHÄOLOGIE wieder aufgenommen wurden. Die Auswertung zeigte, dass es sich bei der wallartigen Struktur um eine frühmittelalterliche Befestigungsmauer handelt. Ein Großteil der bei Oberflächenbegehungen gemachten Fundstücke datierten in die Vorgeschichte, genauer in den jüngeren Abschnitt der Jungsteinzeit (5. und 4. Jahrtausend v. Chr.) und in die Eisenzeit (ca. 800 v. Chr. bis um die Zeitenwende). Die Funde zeigen außerdem, dass Menschen das Plateau auch in der Bronzezeit, in der Frühgeschichte und, wie schon erwähnt, während des Mittelalters aufsuchten.

Weiter ging es anschließend für die Wander-Teilnehmer zum Südhang des Totenberges an eine der ältesten archäologischen Fundstellen Hessens. Am Beginn des 20. Jahrhunderts wurde hier Quarzit abgebaut. Mirko führte aus, dass die Arbeiter im Zuge des Steinabbaus immer wieder auch Knochen von Braunbären, Wollnashörnern, Wildpferden und Hirschen zu Tage brachten und auch eine Feuersteinklinge. In den 1920er Jahren kam es daher zu einer ersten Grabungskampagne. Hierbei stellte sich heraus, dass es sich bei den Abbaustellen ursprünglich um Höhlen handelte, die im Laufe der Jahrtausende allerdings durch Sand und Geröll verschüttet wurden. Im Zuge der Untersuchungen wurden weitere Steingeräte und Tierknochen gefunden. Die Ältesten reichen bis in die Zeit des Neandertalers, mehr als 200.000 Jahre zurück. Die jüngsten Funde datieren wiederum bis in den jüngeren Abschnitt der Jungsteinzeit und entsprechen so zeitlich auch den Funden, die auf dem Plateau gemacht wurden.

Alle waren sich einig, hier eine der heute noch spektakulärsten Fundstellen fast vor der Haustüre zu haben und das sich die Mühen des Aufstiegs auf den Totenberg doch gelohnt hatten.  Die Fördervereins-Mitglieder stärkten sich anschließend nach dieser Fülle von Informationen mit Kaffee und Kuchen im Hotel Bellevue in Wolfshausen und ließen die Winterwanderung in gemütlicher Atmosphäre ausklingen.

Text: Mirko Runzheimer und Sarah Fräßdorf

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Steinzeitjäger vor und auf der Leinwand

Großer Besucherandrang herrschte am Sonntag 3.12.2017 zur Sektmatinee „Der Mann aus dem Eis“ im Foyer des 2. OG im Cineplex Kino Marburg. Teilnehmerinnen und Teilnehmer der AG Lebendige Archäologie des Fördervereins hatten zahlreiche Exponate und Objekte zur Jungsteinzeit mitgebracht und im Foyer vor dem Kinosaal ausgelegt. Darunter Nachbauten nahezu aller Ausrüstungsgegenstände von Ötzi, das Kupferbeil, diverse Messerklingen, Werkzeuge, rekonstruierte Kleidung der Jungsteinzeit, Schmuck, Nahrung, Garn- und Seilherstellung durch Pflanzenfasern, Bienenhaltung – ja sogar ein Fellboot und Reusen waren vorhanden. Zeigen, erklären, demonstrieren –  Wissen, Handwerk und Lebensweise wurde ausführlich und anschaulich einem sehr interessierten Publikum nahe gebracht.


Zum Filmstart des Films „Der Mann aus dem Eis“ mit Jürgen Vogel, der eine fiktive Geschichte um die Umstände des Todes von Ötzi hoch oben in den Alpen erzählte, kam es zu der gemeinsamen Aktion von Cineplex und Zeiteninsel.
Trotz des spontanen Wintereinbruchs kamen zahlreiche Interessierte, so dass sogar unsere eigenen Erwartungen an Zuspruch mehr als erfüllt wurden.

P1060300Vielen Dank an alle Beteiligten, Besucherinnen und Besucher für eine sehr gelungene Aktion!

Text: Sonja Guber

„Der Mann aus dem Eis“: Die Zeiteninsel bei der Sektmatinee am 3.12.2017 im Cineplex!

Wer schon immer einmal Ötzis Ausrüstung (oder zumindest originalgetreue Nachbauten!) in der Hand halten und steinzeitliche Handwerkstechniken und Werkzeuge ausprobieren wollte, kann dies im Rahmen der Sektmatinee am kommenden Sonntag im Cineplex Marburg tun! Hier besteht die Gelegenheit, die Mitglieder der AG Lebendige Archäologie und das Zeiteninsel-Projekt näher kennenzulernen und im Anschluss um 11:45 Uhr den Film über Ötzi, „Der Mann aus dem Eis“, anzuschauen.

Ötzi-Film

Weitere Informationen gibt es hier: https://www.cineplex.de/filmreihe/sektmatinee/668/marburg/

 

Besuch der Ausstellung „Bärenkult und Schamanenzauber“

Am Mittwoch 2.3. fuhr eine Abordnung der Zeiteninsel mit 14 Personen nach Frankfurt, um die Ausstellung „Bärenkult und Schamanenzauber“ im Archäologischen Museums zu besuchen. Die Fahrt mit dem Zug war mit fünf Einstiegspunkten eine logistische Herausforderung, aber alle fanden sich in Fünfer-Gruppen zusammen, um das Hessenticket zu nutzen.

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.

Bericht im Hessischen Rundfunk und RTL kompakt.

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Fahrt nach Kalkriese

In der Zeit vom 3. bis zum 6. Oktober konnten die Besucher des Varusschlacht-Museums mit allen Sinnen in die Zeit der Germanen eintauchen, denn es wurde eingeladen zu den Germanentagen. Daher fuhren am Samstag einige Mitglieder des Fördervereins den langen Weg vom Marburger Regen in den Sonnenschein nach Kalkriese, den Ort an dem römische Legionen so vernichtend geschlagen wurden.

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Archäologische Wanderung

Am Samstag trafen sich ca. 20 archäologisch Interessierte und Mitglieder des Fördervereins in Dreihausen, um zur Burganlage „Höfe“ zu wandern.

Der Begriff der „Winterwanderung“ bekam eine völlig neue Dimension, denn der Schneefall nahm während der Wanderung immer mehr zu und wir stapften durch eine reizvolle Winterlandschaft.

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Fahrt zum Glauberg

Am Samstag war es endlich so weit: 20 Mitglieder des Fördervereins besuchten das neue Keltenmuseum am Glauberg. Im herbstlichen Frühnebel starteten wir morgens in Argenstein mit einem kleinen Autokonvoi Richtung Glauberg. Dort angekommen besuchten wir das Museum und erhielten von Dr. Andreas Thiedmann eine ausführliche Führung. Das Gebäude des Museums soll ein Fernglas symbolisieren, dass in die Vergangenheit blickt, es gab zu diesem modernen Bau die unterschiedlichsten Meinungen.

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Winterwanderung zum Rickelskopf

Wie bereits angekündigt wird es eine Winterwanderung zu einem kulturhistorisch interessanten Platz der näheren Umgebung der zukünftigen Zeiteninsel geben! Und zwar werden wir zum Rickelskopf bei Stedebach laufen und uns dabei über die lokale Geschichte im hohen Mittelalter informieren.

Informationen bei Wikipedia

Treffpunkt ist am Samstag, den 5. Februar 2011 um 12.30 Uhr am Parkplatz vor der Ochsenburg

Geplant ist ein bequemer Spaziergang von etwa 2,5 Stunden
Festes Schuhwerk wird empfohlen! Abschluss wird wieder an der Ochsenburg sein und dort kann im Anschluss noch auf einen Kaffee o.ä. eingekehrt werden.

Um verbindliche Anmeldung wird gebeten um die weitere Planung zu konkretisieren:
foerderverein@zeiteninsel.de

Wir freuen uns auf die Wanderung mit Ihnen!

Fahrt nach Oerlinghausen

Letztes Wochenende haben etwa 50 Mitglieder des Fördervereins das archäologische Freilichtmuseum in Oerlinghausen besucht (www.afm-oerlinghausen.de). Der Museumsleiter Karl Banghard präsentierte einen spannenden und ausführlichen Einblick in den Betrieb des archäologischen Freilichtmuseums in der Nähe von Bielefeld.

Mit vielen Anregungen, Eindrücken aber auch neuen spannenden Fragen kehrte man nach Niederweimar zurück,um mit Elan den künftigen Aufgaben zu begegnen.