Rückschau: Großveranstaltung „Geschichte(n) erleben“ am 13. Mai

Vor kurzem kamen an einem Sonntag im Mai zahlreiche Darsteller, Archäotechniker und viele Aktive des Fördervereins auf der Zeiteninsel zusammen: Es war wieder soweit und die jährliche Großveranstaltung sollte auf dem Gelände des künftigen Freilichtmuseums stattfinden! Den Besuchern wurde ein vielfältiges Angebot – quer durch alle Epochen mit dem Fokus auf Techniken – präsentiert. Sie konnten sich unter anderem über die Keramikherstellung und das Schmieden, Ötzis Jagdausrüstung und das Färben von Textilien, sowie Techniken der Holz-, Knochen- und Steinbearbeitung informieren, wobei das Mitmachen ausdrücklich erwünscht war.

So konnten bereits kurz nach Beginn der Veranstaltung kleine und große Steinzeit-Jäger beim Werfen von Speeren und dem Schießen von Pfeil und Bogen beobachtet werden. Die Besucher waren auch von den ersten „Zeiteninsel-Haustieren“ fasziniert und erhielten die Möglichkeit, den Honig der fleißigen Bienen, die seit dem vergangenen Jahr in zeittypischen Behausungen auf der Zeiteninsel leben, zu probieren. Für das leibliche Wohl der Besucher sorgten außerdem das Marburger Restaurant Blè Noir und die Niederwalgener Landfrauen, sodass niemand hungrig nachhause gehen musste.

Der Tag begann mit viel Sonnenschein, gegen Mittag zogen dann dicke Regenwolken über die Zeiteninsel und führten durch die starken Schauer zu einer Zwangspause. Jedoch ließen sich weder die Besucher, noch die beteiligten Darsteller die Laune verderben und das Programm wurde anschließend fortgesetzt.

 

An dieser Stelle sei noch einmal allen Beteiligten, Aktiven und Helfern ein herzliches Dankeschön für das Gelingen der Veranstaltung ausgesprochen!

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Geschichte(n) erleben auf der Zeiteninsel am 13. Mai 2018!

Das Team der Zeiteninsel lädt Sie am Sonntag, 13. Mai, von 10 bis 17 Uhr zu einem besonderen Aktionstag auf das Museumsgelände in Argenstein ein. Zahlreiche Darsteller und Archäotechniker haben ein buntes Programm vorbereitet: Wie haben die Menschen vor bis zu 11000 Jahren gelebt und was stand auf dem Speisezettel der Kelten? Welche Pflanzen wurden zur Färbung von Textilien genutzt und wie weit lässt sich ein Speer eigentlich werfen? Große und kleine Besucher können hautnah jahrtausendealte Handwerkstechniken erleben und natürlich auch selber ausprobieren. Auf dem Programm stehen unter anderem die Themen Ledergerbung, Keramik, Metallurgie, steinzeitliche Kunst und vieles mehr. Auch für das leibliche Wohl ist natürlich bestens gesorgt. Der Eintritt zum Aktionstag kostet für Erwachsene 5 Euro, für Kinder 2,50 Euro und für Familien 10 Euro.

Kommen Sie vorbei, wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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Mitgliedertag 2018 auf der Zeiteninsel

Am vergangenen Sonntag fand der gut besuchte Mitgliedertag des Zeiteninsel-Fördervereins statt.1aBei Kaffee, Kuchen und netten Gesprächen genossen die Interessierten das tolle Wetter und die frühlingshafte Insel. Dr. Andreas Thiedmann, Vorstand der Zeiteninsel-Genossenschaft, informierte im Rahmen einer Führung über den Baufortgang und die Projektentwicklung.

Ein rundum gelungener Nachmittag!

Arbeitseinsatz im April

Am vergangenen Wochenende war es wieder einmal so weit: Nach dem noch sehr winterlichen letzten Arbeitseinsatz-Treffen im März zeigte sich nun am Samstag endlich der Frühling von seiner schönsten Seite und brachte einen ganzen Schwung Aktiver und viele Interessierte, die vom geschäftigen Treiben auf die Insel gelockt wurden.

Die Freiwilligen bildeten kleine Teams und legten los. So wurde am jungsteinzeitlichen Rössener Haus in luftiger Höhe weiter an der Weidenflechtwand gewerkelt.

4In mehreren Touren konnten Strohreste, die noch von den Dacharbeiten im Bereich des Hauses lagen, verbrannt werden. Auch wenn die Jugendlichen der JUKO Marburg e.V. bei ihrem Arbeitseinsatz auf der Zeiteninsel vor kurzem schon einen guten Teil des Weidenschnittgutes aufbereitet hatten, mussten die restlichen Weidenzweige noch beschnitten und sortiert werden.1Zur Mittagszeit kam Urlaubsfeeling auf, als sich die Aktiven bei Pizza und dem ein oder anderen Kaffee vor dem Holzhaus in der Sonne versammelten. Anschließend ging es frisch gestärkt weiter. Der Bereich mit den Rennöfen wurde schon für unsere diesjährige Großveranstaltung am 13. Mai auf Vordermann gebracht, hier soll im Vorfeld des Events noch eine neue Bedachung gebaut werden. Gleichzeitig wurden die Reste der alten Bedachung des leider eingestürzten Lehmbackofens weggeräumt.

Der Arbeitseinsatz war wieder ein voller Erfolg und wir danken allen beteiligten Freiwilligen herzlich für ihre Hilfe!

Das nächste Treffen auf der Zeiteninsel findet übrigens am 5. Mai statt!

Winterwanderung des Zeiteninsel-Fördervereins

Vor Kurzem war es wieder soweit: 15 Mitglieder des Zeiteninsel-Fördervereins machten sich auf die jährliche Winterwanderung. In diesem Jahr ging es nach Treis, das zu Staufenberg gehört. Mirko Runzheimer vom Förderverein hatte die Exkursion zum Ringwall auf den Totenberg und zu den Abris am Hang des Berges geplant und spannende Kurzvorträge vorbereitet. Zunächst wanderten die Teilnehmer auf schneebedeckten Wegen den Totenberg hinauf, auf dessen Kuppe sich im nördlichen Bereich eine wallartige Struktur befindet, die ein Plateau umschließt.WiWa2Hier fanden erstmals in den 1950er Jahren Untersuchungen statt, die seit 2011 durch den Oberhessischen Geschichtsverein in Zusammenarbeit mit der hessenARCHÄOLOGIE wieder aufgenommen wurden. Die Auswertung zeigte, dass es sich bei der wallartigen Struktur um eine frühmittelalterliche Befestigungsmauer handelt. Ein Großteil der bei Oberflächenbegehungen gemachten Fundstücke datierten in die Vorgeschichte, genauer in den jüngeren Abschnitt der Jungsteinzeit (5. und 4. Jahrtausend v. Chr.) und in die Eisenzeit (ca. 800 v. Chr. bis um die Zeitenwende). Die Funde zeigen außerdem, dass Menschen das Plateau auch in der Bronzezeit, in der Frühgeschichte und, wie schon erwähnt, während des Mittelalters aufsuchten.

Weiter ging es anschließend für die Wander-Teilnehmer zum Südhang des Totenberges an eine der ältesten archäologischen Fundstellen Hessens. Am Beginn des 20. Jahrhunderts wurde hier Quarzit abgebaut. Mirko führte aus, dass die Arbeiter im Zuge des Steinabbaus immer wieder auch Knochen von Braunbären, Wollnashörnern, Wildpferden und Hirschen zu Tage brachten und auch eine Feuersteinklinge. In den 1920er Jahren kam es daher zu einer ersten Grabungskampagne. Hierbei stellte sich heraus, dass es sich bei den Abbaustellen ursprünglich um Höhlen handelte, die im Laufe der Jahrtausende allerdings durch Sand und Geröll verschüttet wurden. Im Zuge der Untersuchungen wurden weitere Steingeräte und Tierknochen gefunden. Die Ältesten reichen bis in die Zeit des Neandertalers, mehr als 200.000 Jahre zurück. Die jüngsten Funde datieren wiederum bis in den jüngeren Abschnitt der Jungsteinzeit und entsprechen so zeitlich auch den Funden, die auf dem Plateau gemacht wurden.

Alle waren sich einig, hier eine der heute noch spektakulärsten Fundstellen fast vor der Haustüre zu haben und das sich die Mühen des Aufstiegs auf den Totenberg doch gelohnt hatten.  Die Fördervereins-Mitglieder stärkten sich anschließend nach dieser Fülle von Informationen mit Kaffee und Kuchen im Hotel Bellevue in Wolfshausen und ließen die Winterwanderung in gemütlicher Atmosphäre ausklingen.

Text: Mirko Runzheimer und Sarah Fräßdorf

Die Zeiteninsel im Jahr 2017

Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter uns. Was lange erhofft und worauf zielstrebig hingearbeitet wurde, ist nun endlich Realität geworden: Der Bau hat begonnen! Anlass genug einmal kurz inne zu halten und auf das Jahr zurück zu schauen – gleichwohl wir ja über die meisten Ereignisse im Blog aktuell berichtet haben.

Nach umfänglichen Vorarbeiten seit dem Sommer 2016 konnte im ersten Halbjahr 2017 ein Architektenwettbewerb für das zukünftige Besucherzentrum durchgeführt werden. Aus einem Bewerberfeld von 70(!) teils internationalen Architekturbüros wurden 20 Teilnehmer bestimmt, von denen schließlich 18 Beiträge eingereicht wurden. Daraus wählte das Preisgericht am 2. Juni zwei Preisträger. Mit dem 1. Preis wurde der Entwurf des Stuttgarter Büros Birk, Heilmeyer und Frenzel Architekten prämiert, der nun auch zur Umsetzung gelangen wird. Das ungewöhnliche Bauwerk bedient sich einer modernen Architektursprache unter Verwendung des traditionellen Baustoffes Holz. Es setzt auf seine Weise einen starken eigenen Akzent, ordnet sich dennoch bestens in die besondere landschaftliche Situation zwischen kommunalem Bauhof und dem Museumsgelände ein und zudem ohne den eigentlichen Hauptdarstellern des Museums – den Modellgebäuden auf der Insel – den Rang abzulaufen. Aktuell laufen die Planungen der inneren Gestaltung und die Auftragsvergaben für die Fachplanungen Statik, Energetik und Versorgung.

Kurz darauf wurde am 19. Juni die erste Baumaßnahme auf der Zeiteninsel selbst begonnen. Das originalgroße Modell eines Langhauses der Rössener Kultur entstand in der Station Jungsteinzeit am nördlichen Ende der Insel. Nach äußerst zügigem Bauverlauf bei überwiegend günstigem Sommerwetter konnte bereits am 9. August das Richtfest begangen werden. Der eindrucksvolle Bau, der zünftige Richtspruch der Zimmerleute und reichlich Essen und Trinken versetzten die zahlreichen Gäste in Hochstimmung.

Bis zum Einbruch des Winters war auch die zum größten Teil mit Langstroh vorgesehene Dacheindeckung erfolgt, lediglich der Bereich über dem offenen Vorraum, der mit Lindenrinde gedeckt werden soll, ist nur provisorisch mit Planen bedeckt. Somit ist das gut 34 m lange und bis zu 7 m hohe und breite Haus im Rohbau fertig gestellt und weithin sichtbar. Um das in diesem Herbst in besonders großen Mengen vom Himmel gefallene Regenwasser aus dem Haus herauszuhalten, wurde ein Drainagegraben gezogen, der wohl erst im Frühjahr vervollständigt und geschlossen werden kann. Dann sollen auch der restliche Dachteil eingedeckt und im Sommer schließlich die Lehmarbeiten an Wänden und Fußboden ausgeführt werden. Das entstandene Bauwerk ist aber bereits jetzt sehr eindrucksvoll und fachlich sehr gut gelungen, wie auch der wissenschaftliche Beirat in seiner Tagung am 29. November feststellte.

Bereits seit 2016 laufen die Planungen für die nächsten Modellbauten in der Station „Römische Kaiserzeit“ und die Infrastruktur „Parkplatz und Zuwegung mit Allna-Brücke“. Erstere befinden sich inzwischen im Genehmigungsverfahren und letztere kurz vor der Erteilung der zahlreich erforderlichen Ausnahmegenehmigungen. Die Ausschreibungen für das Germanengehöft sind veröffentlicht, so dass bei gutem Verlauf die Bauarbeiten im zeitigen Frühjahr 2018 beginnen könnten. Damit werden wir im zweiten Jahr der Bauphase auch gleich das zweite Langhaus (und noch kleinere Nebengebäude) errichten und damit einen weiteren „7-Meilen-Schritt“ tun. Möge der Bau ebenso glücklich verlaufen und gut gelingen wie der erste!

Parallel zur angelaufenen baulichen Realisierung wurde von der Genossenschaft mit Unterstützung des Fördervereins wieder ein interessantes Veranstaltungsprogramm angeboten. Neben unserer jährlichen Hauptveranstaltung, die am 17./18. Juni unter dem zur Baumaßnahme passenden Motto „Steinzeit erleben“ stattfand, wurden 8 Workshops und Seminare angeboten sowie fünf Gruppenführungen auf dem Gelände durchgeführt. Besonders zu erwähnen sind auch zwei Projekttage mit Marburger Schulen, die zusätzlich zu unserem Saison-Dauerprojekt „Schulacker der Grundschule Niederweimar“ stattfanden – und erstmals zwei Kindergeburtstage! Zu guter Letzt wurde eine Matinee im Marburger Cineplex zum Filmstart „Der Mann aus dem Eis“ von der AG Lebendige Archäologie zur umfassenden Information über die Jungsteinzeit und das Projekt genutzt.
Die zahlreichen Samstags-Einsätze freiwilliger Helfer auf dem Gelände haben ja schon Tradition und sind für die Gestaltung und Pflege der Zeiteninsel enorm wichtig – allen Teilnehmern wie auch allen Förderern sei ein ganz herzliches Dankeschön ausgesprochen!

Auch für das kommende Jahr 2018 bereiten wir wieder ein vielseitiges Programm vor: Höhepunkt wird die Veranstaltung am 13. Mai unter dem Titel „Geschichte(n) erleben“ sein, bei der erneut zahlreiche Darsteller und Archäotechniker spannende Erkenntnisse zu vielfältigen Themenbereichen des Lebens in der Vorgeschichte anschaulich und „begreifbar“ vermitteln werden.

Genießen Sie nun die Muße der hoffentlich ruhigen Tage zum Jahresausklang und vielleicht noch einmal unsere Bilder in den Blog-Beiträgen des abgelaufenen Jahres 2017!
Das Team der Zeiteninsel wünscht allen Freunden und Förderern ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr 2018! Wir freuen uns auf ein Wiedersehen auf der Insel!

Text: Andreas Thiedmann

Steinzeitjäger vor und auf der Leinwand

Großer Besucherandrang herrschte am Sonntag 3.12.2017 zur Sektmatinee „Der Mann aus dem Eis“ im Foyer des 2. OG im Cineplex Kino Marburg. Teilnehmerinnen und Teilnehmer der AG Lebendige Archäologie des Fördervereins hatten zahlreiche Exponate und Objekte zur Jungsteinzeit mitgebracht und im Foyer vor dem Kinosaal ausgelegt. Darunter Nachbauten nahezu aller Ausrüstungsgegenstände von Ötzi, das Kupferbeil, diverse Messerklingen, Werkzeuge, rekonstruierte Kleidung der Jungsteinzeit, Schmuck, Nahrung, Garn- und Seilherstellung durch Pflanzenfasern, Bienenhaltung – ja sogar ein Fellboot und Reusen waren vorhanden. Zeigen, erklären, demonstrieren –  Wissen, Handwerk und Lebensweise wurde ausführlich und anschaulich einem sehr interessierten Publikum nahe gebracht.


Zum Filmstart des Films „Der Mann aus dem Eis“ mit Jürgen Vogel, der eine fiktive Geschichte um die Umstände des Todes von Ötzi hoch oben in den Alpen erzählte, kam es zu der gemeinsamen Aktion von Cineplex und Zeiteninsel.
Trotz des spontanen Wintereinbruchs kamen zahlreiche Interessierte, so dass sogar unsere eigenen Erwartungen an Zuspruch mehr als erfüllt wurden.

P1060300Vielen Dank an alle Beteiligten, Besucherinnen und Besucher für eine sehr gelungene Aktion!

Text: Sonja Guber

Arbeitseinsatz im Dezember und erstes Herdfeuer im Rössener Langhaus

Es handelte sich um einen besonderen Arbeitseinsatz am ersten Samstag im Dezember: Wir wurden nicht nur von Jugendlichen der JUKO Marburg e.V. tatkräftig unterstützt, es sollte auch zum ersten Mal ein Herdfeuer im rekonstruierten Rössener Langhaus angezündet und anschließend mit Suppe, Grillwurst und Co gefeiert werden!

Dick eingepackt fanden sich am Morgen die verschiedenen Gruppen und strömten auf das winterlich verschneite Gelände.Header (2)Die beim vorherigen Arbeitseinsatz geschnürten Weidenbündel verwendeten einige Aktive als Flechtmaterial für die Wände im Eingangsbereich des jungsteinzeitlichen Hauses. Die Flechtwände bekommen im nächsten Jahr noch einen Lehmbewurf, der anschließend glatt verstrichen bzw. verschmiert wird. Im Teamwork konnten die Wände bis zum Mittagessen ein großes Stück hochgeflochten werden.

Gleichzeitig galt es im Rössenhaus zumindest einen Teil der überstehenden Ähren des Strohdaches zu kürzen. So sollte verhindert werden, dass sich möglicherweise Funken der geplanten Feuerstelle im Stroh verfangen. Aber auch außerhalb des Hauses werkelten die Freiwilligen fleißig: Größere Mengen Brennholz wurden gehackt und gestapelt und der Workshop-Bereich der Bronze AG winterfest gemacht.

Dann war es soweit: Um die Mittagszeit wurde die Feuerstelle im Rössener Haus eingerichtet und alle waren ein wenig aufgeregt. Das Feuer wurde natürlich auf steinzeitliche Art mit Hilfe von Markasit, Zunder und Feuerstein entfacht!

Das reichgedeckte Buffet mit Suppe, Fladen, Kuchen, Brötchen, Kaffee und Tee und die feierliche Rede von Andreas Thiedmann trugen zu einer besonderen Atmosphäre in der Mittagspause bei.

Frisch gestärkt wurde im Anschluss bis in den Nachmittag hinein weiter Holz gehackt und gestapelt, außerdem konnten die Flechtwerk-Arbeiten abgeschlossen werden.

 

Wir danken den vielen Helfern sehr herzlich für ihren Einsatz!

„Der Mann aus dem Eis“: Die Zeiteninsel bei der Sektmatinee am 3.12.2017 im Cineplex!

Wer schon immer einmal Ötzis Ausrüstung (oder zumindest originalgetreue Nachbauten!) in der Hand halten und steinzeitliche Handwerkstechniken und Werkzeuge ausprobieren wollte, kann dies im Rahmen der Sektmatinee am kommenden Sonntag im Cineplex Marburg tun! Hier besteht die Gelegenheit, die Mitglieder der AG Lebendige Archäologie und das Zeiteninsel-Projekt näher kennenzulernen und im Anschluss um 11:45 Uhr den Film über Ötzi, „Der Mann aus dem Eis“, anzuschauen.

Ötzi-Film

Weitere Informationen gibt es hier: https://www.cineplex.de/filmreihe/sektmatinee/668/marburg/

 

Lindentag auf der Zeiteninsel

Am vergangenen Sonntag fand ein „Lindentag“ auf der Zeiteninsel unter Beteiligung von Dr. Astrid Wetzel, Dr. Sonja Guber und Monika Mosburger, Mitglieder des Fördervereins, statt. Die Linde wurde schon vor tausenden von Jahren in vielfältiger Weise von Menschen genutzt. So besaßen zum Beispiel die Schuhe des berühmten „Ötzi“ ein Innengeflecht aus Lindenbast und aus einem über 7000 Jahre alten Brunnen konnten mehrere Beutel aus Rinde geborgen werden,  darunter auch einer aus der Rinde junger Linden. Die Beutel wurden vermutlich zum Wasserschöpfen benutzt.

Vor dem Holzhaus sammelten sich die Besucher zunächst und konnten bei Monika das Zwirnen mit Lindenbast ausprobieren.

 

Sie erfuhren, dass der Bast entsteht, wenn Lindenrinde für mehrere Wochen im Wasser rottet. Der feinfaserige Bast kann zum Beispiel zur Herstellung von Fischernetzen, zum Zwirnen und Körbe flechten benutzt werden.

 

Astrid führte die interessierte Gruppe anschließend über die Zeiteninsel und gab eine botanische Einführung und weitere Verwendungsmöglichkeiten an. So hilft ein Tee aus Lindenblüten gegen Halsweh. Sonja ging auf die Bedeutung von Lindenblüten für Bienen ein und berichtete von ihrem Bienenprojekt. Für das weitere Programm wurden einige Lindenäste abgeschnitten.

 

Nach der Rückkehr zum Holzhaus zogen die Kinder deren Rinde ab und schnitten die Hölzchen in Stücke. Diese wurden in eingestochene Alufolie eingewickelt und anschließend für 10 Minuten ins Feuer gelegt. Der spannende Moment kam beim Auswickeln: Vor allem die kleinen Besucher waren begeistert von der entstandenen Zeichenkohle und probierten diese gleich aus.

 

Nicht nur Papier, auch die Haut kann durch im Mörser zerkleinerte Kohle verschönert werden. Astrid vermischte das Kohlepulver mit Glycerin und heraus kam eine Farbpaste, die auch gleich verwendet wurde.

 

Am Ende des Tages waren alle begeistert von den vielfältigen Möglichkeiten, die die Linde bietet. Wir haben uns sehr über das Interesse der Besucher gefreut!