Unsere Veranstaltungen im zweiten Halbjahr 2020

Auch wenn wir alle Veranstaltungen Corona-bedingt bis einschließlich Mai absagen mussten, waren wir hinter den Kulissen nicht untätig. Wir haben für Euch ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm zusammengestellt und freuen uns auf die Workshopleiter:innen, die zu uns kommen werden.

Am 16. August laden wir Kinder und eine Begleitperson von 14 bis 17 Uhr zu einem Nachmittag in der Steinzeit ein: Hier wird Schmuck nach „Steinzeit-Art“ unter Anleitung von Monika Mosburger gefertigt. Außerdem stellen die Teilnehmenden kleine Tonschalen mit der Töpferin Brigitte Schmitz her.

Eine Zeiteninsel-Premiere wird es am 30. August um 12 Uhr geben: Die erste Lesung findet im jungsteinzeitlichen Haus statt! Steffen Ziegler nimmt Sie mit auf eine Reise in das Mitteleuropa vor 2000 Jahren: Viele Kelten haben sich dem Druck der einwandernden Germanen gebeugt und sich in den Schutz des römischen Reiches geflüchtet. Im heute mittelhessischen Raum sind nur noch wenige Kelten verblieben. So auch die Drudas Belana, deren Sohn Velent sich in das Römermädchen Luna verliebt. Doch die Wirren der Zeit reißen die beiden immer wieder auseinander. Nach der Lesung besteht die Möglichkeit, ein Buch oder Hörspiel zu erwerben. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Am 5. und 6. September kommen Textilbegeisterte auf ihre Kosten. Marled Mader bietet die Gelegenheit, das Arbeiten am Gewichtswebstuhl ein ganzes Wochenende lang Schritt für Schritt bis zum Anweben ganz praktisch kennenzulernen.

Armreife und Anhänger, Beile und Gürtelschnallen aus Bronze entstehen im Rahmen der beiden offenen Bronzewerkstätten, die am 12. und 13. September sowie am 26. und 27. September ganztägig stattfinden werden. Das Team um Boris und Philipp Potschka und Thomas Groß leitet an bei der Umsetzung.

Am 13. September von 10 bis 16 Uhr wird Andreas Spira die Grundlagen des Weidenkorbflechtens vermitteln, so dass jede:r Teilnehmende am Ende einen eigenen kleinen Korb mit nachhause nehmen kann.

Wir freuen uns auch sehr, dass Stephan Lück in diesem Jahr wieder einen jeweils eintägigen Schmiedekurs am 17./18. Oktober anbieten wird. Dieses Mal werden Messer nach eisenzeitlichem Vorbild und eine Fibel entstehen.

Am 24. und 25. Oktober findet das letzte Angebot des diesjährigen Veranstaltungsprogrammes statt. Meike Schuler-Haas lädt alle Textil-Fans und die, die es noch werden wollen, zu einem Grundlagenkurs zum Thema Historisches Brettchenweben ein. Hier wird vor allem die Köpertechnik vermittelt.

Zur Anmeldung für die vorgestellten Kurse gibt es mehrere Möglichkeiten: Auf unserer Homepage findet Ihr das Anmeldeformular unter https://www.zeiteninsel.de/lern-erlebnisort/kursprogramm/anmeldeformular/. Ihr könnt uns aber auch eine Email mit den nötigen Informationen an info@zeiteninsel.de schicken oder aber Ihr nutzt das Anmeldeformular, welches dem gedruckten Veranstaltungsflyer beigefügt ist.

Die Flyer liegen ab Ende Juni beispielsweise in der Tourist-Information und in der Stadtbücherei Marburg aus. Das Veranstaltungsprogramm ist ab sofort auch auf der Homepage unter https://www.zeiteninsel.de/lern-erlebnisort/kursprogramm-1/ zu finden.

 

Ankündigung: Obstbaumschnittkurs

Am Samstag, den 04. April 2020, findet von 10 bis 16 Uhr ein Baumschnittkurs statt. Veranstaltungsorte sind das Rathaus Niederweimar (Sitzungssaal), Alte Bahnhofstr. 31, 35096 Weimar und das Zeiteninsel-Gelände, Wenkbacher Str. 16, 35096 Weimar/Lahn. Dorothea Gutjahr, Baumschulgärtnerin und geprüfte Obstbaumpflegerin PV, vermittelt die Grundlagen des naturgemäßen Obstbaumschnitts von Apfel- und Birnenhochstämmen.

Zu den Inhaltes des Kurses: Obstbäume sind gezüchtete Kulturpflanzen und benötigen deshalb Pflege. Alte Obstbäume sind ökologisch besonders wertvoll. Aus obstbaulicher Sicht sind sie in der Regel ungepflegt, nicht mehr vital oder instabil. Es wird vermittelt, wie die zum Teil jahrelang nicht mehr gepflegten Altbäume systematisch geschnitten und somit stabilisiert und vitalisiert werden können. In der Praxis wird auch das Thema Arbeitssicherheit behandelt.

Bei Interesse können Sie sich bis zum 13. März unter info@zeiteninsel.de anmelden. Wenn die Mindestteilnehmerzahl erreicht ist, erhalten Sie die Zahlungsinformationen. Die Teilnahmegebühr beträgt 30 Euro (25 Euro für Mitglieder des Zeiteninsel-eV oder der eG).

 

Veranstaltungen im ersten Halbjahr 2020

Vor kurzem haben wir die Planungen für unsere Veranstaltungen im ersten Kurshalbjahr 2020 abgeschlossen und freuen uns sehr, Ihnen wieder ein buntes Programm bieten zu können!

Den Auftakt des Programmes bildet ein Wochenende, das ganz im Zeichen der Bronze steht: Am 28. und 29. März von 10 bis 17 Uhr erhalten Sie wieder die Gelegenheit, je nach Wunsch kunstvolle Objekte aus Bronze zu fertigen. Am 9. und 10. Mai wird ein weiterer Bronzekurs stattfinden. Die Kosten betragen 40 Euro pro Tag.

In welcher Technik aus Weidenzweigen Körbe entstehen erfahren Sie am 26. April von 10 bis 16 Uhr. Nach einer kurzen Einführung in das Thema Weide wird mit Hilfe einer schrittweisen Anleitung in traditioneller Flechtmethode aus ungeschälter und geschälter Weide ein kleiner bis mittlerer Korb geflochten. Die Teilnahmegebühr liegt bei 50 Euro.

Am 9. Mai ab 11 Uhr können Sie an einer Kräuterwanderung über die Zeiteninsel teilnehmen. Sie erfahren, welche Pflanzen in den einzelnen Zeitstationen grünen und blühen, sammeln essbare Kräuter und verarbeiten diese zu einer gemeinsamen Mahlzeit. Die Teilnahmegebühr beträgt 15 Euro.

Auch in 2019 wurden in unmittelbarer Nähe der Zeiteninsel diverse Keramikgefäße der Bronzezeit ausgegraben. Ausgehend von den Originalfunden erhalten Sie die Möglichkeit, am 20. und 21. Juni von 10 bis 17 Uhr den ganzen Prozess der Töpferei in den Techniken der Vorbilder zu verfolgen: von der Tonaufbereitung über den freien Aufbau der Gefäße, der Oberflächenbehandlung und den typischen Verzierungen bis zur eigenen Nachbildung. Das zweitägige Angebot kostet 70 Euro.

Fördervereinsmitglieder und Mitglieder der Genossenschaft erhalten eine Ermäßigung der Teilnahmegebühr von 5 Euro.

Zur Anmeldung gibt es verschiedene Möglichkeiten: Sie schreiben uns eine Email mit den nötigen Informationen an info@zeiteninsel.de oder nutzen das Anmeldeformular, welches dem Veranstaltungsflyer beigefügt ist. Die Flyer liegen ab der zweiten Januarhälfte beispielsweise in der Tourist-Information Marburg und in der Stadtbücherei Marburg aus. Das Veranstaltungsprogramm ist außerdem auf der Homepage unter https://www.zeiteninsel.de/lern-erlebnisort/kursprogramm/ zu finden, hier können Sie sich auch direkt anmelden.

Den Bienen ein Zuhause bauen

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Unter der Leitung von Dr. Sonja Guber und Monika Mosburger fand am 12. und 13. Oktober in Argenstein auf der Zeiteninsel ein Rutenstülperbau Kurs statt.
Fünf interessierte Teilnehmer*innen nahmen bei schönstem Wetter an diesem Kurs teil.
Nach einer Einführung in die Prähistorische Imkerei, lernen die Teilnehmenden eine prähistorische Bienenbehausung, einen Rutenstülper aus Weidenruten, zu bauen.

Erste Schritte
Zuerst schneidet man Weidenruten von 0,5 – 1,5 cm Dicke ab. Die dickeren Weidenruten (ca. 1 – 1,5 cm) verwendet man als Staken (senkrechte gestellt), die Dünneren zum Flechten. Eine ungerade Anzahl von Weidenruten werden oben mit einem Seil z. B. aus Hanf oder Sisal zusammengebunden.
Danach flicht man die ersten Reihen der dünneren Ruten drum herum.
Anfänger sollten fünf Stück wählen und später Staken hinzufügen. Wer sich traut kann es auch gleich mit 15 Stück versuchen.

Fitzen
Nun geht es an´s Fitzen.
Die Fitze gehört zu den gewundenen Geflechten, wie zum Beispiel die Kimme. Die Weiden werden abwechselnd, verdreht eingeflochten. Das sorgt für mehr Stabilität und man kann weitere Staken zwischen den gefitzten Weiden stecken, um den Korb zu vergrößern.

Korb vergrößern und Form geben
Am besten stellt man dazu den Rutenstülper auf den Kopf.
So kann man mehr Druck auf die Weiden geben. Abwechselnd wird gefitzt, geflochten und bei Bedarf eine Stake eingefügt.
Ist die passende Größe der Behausung erreicht, werden die Staken umgeknickt und eingeflochten. Zum Schluss bilden die eingeschlagenen Staken das Randgeflecht.

Der Lehmputz
Für eine kuschelige Isolierung sorgt ein Lehmputz aus einem Lehm-Stroh-Gemisch.
Der Lehmputz wird in die Ritzen geschmiert und am Schluss kommt der „Fassadenanstrich“ nur mit Lehm, dünn aufgetragen und liebevoll glatt gestrichen.
Zum Finale werden zwei Querstreben ca. 15 cm unterhalb der Spitze ein geschoben und außen abgeschnitten. Dort werden die Bienen ihre Waben bauen.

Ein paar Wochen gut durchtrocknen lassen und die Bienen können im Frühling ihre neue Behausung besiedeln.

Kursteilnehmer

Die stolzen Bienen-Eigenheim-Erbauer

Text und Fotos: Simone Bergande

Keramikbrand auf der Zeiteninsel – ein Experiment

Anfang September war es wieder soweit: ein Keramikbrand wurde auf der Zeiteninsel durchgeführt.
Wir hatten in den vergangenen Keramik-Workshops viele Gefäße nach vorgeschichtlichen Vorbildern produziert, die nun im Feuer gebrannt werden sollten. Die Teilnehmer brachten ihre Keramik mit und wir platzierten sie zunächst auf einem Tisch, um einen Überblick über das Ausmaß zu bekommen – und es kam doch eine beachtliche Menge zusammen.

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Susanne Gütter hatte an einem Keramik Versuch mit Kollegen in Asparn an der Zaya teilgenommen, wo mit einem Meilerbrand aus Mistplatten experimentiert worden war und wollte die Erkenntnisse, die sie aus diesem Versuch gewonnen hatte gerne mit uns teilen. Die Ergebnisse waren so überzeugend, dass wir in dieser Richtung weitere Erfahrungen mit gedeckten Bränden sammeln wollen, bei denen das gesamte Brennmaterial bereits vor dem Entzünden aufgehäuft wird.
Wir entschieden uns also einen Meilerbrand mit Mist als Brennmaterial durch zu führen und aufgrund der Fülle der Gefäße noch einen zusätzlichen Meilerbrand aus Holz, Mist und einer Abdeckung mit Rasensoden parallel anzusetzen. Ein besonderer Fokus sollte auf die erzielten Brennfarben (auch im Kern der Keramikwandung) und den Arbeitsaufwand bei den verschiedenen Brennverfahren gesetzt werden.
Nun mussten sich die Teilnehmer entscheiden, in welchen Brand sie ihre Gefäße stellen wollten. Manche verteilten das „Risiko“ andere setzten alles auf eine Karte.

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Dann ging es los: Es wurden zwei flache Gruben vorbereitet und in deren Mitte ein Vorwärmfeuer entzündet, um die Gruben zu trocknen und vorzuwärmen. Die Wärme des Feuers wurde auch gleich dafür genutzt, einen Großteil der Stücke bereits etwas aufzuheizen. In der ersten Grube wurde die Glut entnommen und die Gefäße über einer dünnen Dunglage auf den Boden in die Mitte der Grube ineinander verschachtelt eingesetzt, wobei Mist zwischen und um die Stücke platziert wurde. Hierfür wurde trockener Dung und etwa handtellergroße Mistplatten von Schaf, Ziege und Pferd verwendet. Den Abschluss bildeten dickere Ziegenmist-Platten, die den aufgesetzten Meiler in mehreren Lagen abdeckten und einen schön geformten Meiler bildeten..
Dieser wurde an der höchsten Stelle mit Glut entzündet und fing direkt an zu rauchen.

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Da Aufheizen der Keramik sollte gleichmäßig und nicht zu schnell erfolgen. Da auf dem Gelände immer ein leichter Wind vorherrscht, musste also ständig darauf geachtet werden, dass nicht zu starke offene Flammen aus dem Meiler entstehen. Diese wurden dann durch Aufwerfen von ein paar Handvoll Asche oder Erde und das Auflegen einiger weiterer Mistplatten gebändigt.
Ziel dieses Meilerbrandes war eine relativ kurze Brenndauer und eine mutige Entnahme der noch glühend heißen Gefäße. Nach gut drei Stunden erreichte der Brand eine Temperatur von 740° in der Spitze. Als abends um 19:00 Uhr der Brand geöffnet werden sollte, erschien die Keramik noch nicht in der gewünschten Färbung (sondern überwiegend oxidierend rot gebrannt) und so wurde auf die glühende Keramik nun Stroh aufgeworfen und der Brand mit Rasensoden zur Nachreduktion wieder abgedeckt. Die Öffnung wurde damit auf den nächsten Morgen verschoben. Es hatten sich auch diesmal wieder dankenswerterweise Freiwillige gemeldet, die auf der Zeiteninsel übernachteten und die Brände bewachten.
Zwei Stunden nach Mitternacht zog jedoch ein Gewitter auf und es wurde spontan beschlossen, die noch glühende Keramik zu bergen, damit sie durch den einsetzenden Regen nicht beschädigt werden konnte.
Im Ergebnis erzielten wir mit diesem Brand Brennfarben im Spektrum von tiefschwarz über braun bis zu rötlichen Partien. Die gesamte Keramik ist sehr gut durchgebrannt und trotz des schnellen Brandes war nur ein Topf stark beschädigt worden.

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Der zweite Meilerbrand wurde aufgebaut, nachdem der erste bereits im Gange war. Auch hier wurde die Keramik vorgewärmt, dann die Grube ausgeräumt und die Keramik auf- und ineinander geschichtet, zum Teil mit Stroh ausgefüllt, eingesetzt. Hier wurde nun der restliche Mist verbaut und dann mit dünnem Astholz und einigen dünnen Scheiten aufgefüllt und mit Rasensoden abgedeckt. Dieser Meiler wurde vom Volumen viel größer, obwohl weniger Keramik eingebaut war.
Hier wurde von mehreren Seiten Feuer an einen Ring aus Stroh unter den Rasensoden gelegt und der Meiler fing zunächst etwas zögerlich von der Windseite her zu brennen an. Nach fünf Stunden Brenndauer erreichten wir hier eine Temperatur von 660 Grad. Bei diesem Brand war unser Ziel, durch eine reduzierende Brennatmosphäre schwarz gebrannte Keramik zu erhalten und die Brenndauer gegenüber unseren letzten Holzmeiler-Bränden zu verkürzen.
Die fleißigen Helferinnen der Nachtwache hatten bis tief in die Nacht hinein den Meiler beständig im Blick, beobachteten das Absacken der Bereiche, in denen das Holz bereits verkohlt und verbrannt war, stachen bei Bedarf weitere Luftlöcher, um den Brand zu fördern oder decken weitere Rasensoden auf, wo die Hitze zu große Löcher in die Abdeckung zu fressen drohte. Erst um halb 3 Uhr nachts wurde der Meiler komplett verschlossen und konnte nun zur Abkühlung sich selbst überlassen werden.

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Als wir den Meiler am Nachmittag des nächsten Tages öffneten, rauchte er noch leicht und es gab auch noch Stellen, die glühten. Vorsichtig wurden die Keramikstücke ausgegraben, mit Stöcken vorsichtig gehoben und auf Holzklötze zum Abkühlen abgestellt.
In diesem Meiler gab es zum Glück keine Verluste. Die Keramik, die zum Vorschein kam, war meistens tiefschwarz mit einigen glänzenden Stellen, wahrscheinlich dort, wo Stroh direkt an der Keramik auflag, und komplett schwarz durchgebrannt.
Trotz der frühen Öffnung (beim letzten Meilerbrand haben wir erst nach Tagen geöffnet, als er erkaltet war) blieb die Keramik tief schwarz und unversehrt. Dies war für uns eine neue Erfahrung.
Alle waren glücklich mit den Ergebnissen und wir werden nun erst einmal neuen Mist sammeln, denn diese Art des Brennens werden wir in jedem Fall wiederholen.

Fazit:
Mist bietet ein gutes Brennmaterial für einen Keramikbrand, Mit wenig Masse erreicht man hohe Temperaturen. Sehr überzeugt hat uns der relativ geringe Arbeitsaufwand während des Brandes, vor allem beim reinen Mistmeiler, der durch die kürzere Brenndauer auch weniger lang überwacht werden muss. Uns erscheint eine Mischung von Mist und Holz unter einer Abdeckung aus Rasensoden (oder Erde/Asche) als die richtige Wahl für unseren nächsten Meilerbrand.
Wir freuen uns schon darauf.

Vielen Dank an Susanne Gütter, die so viel Mühe in die Vorbereitungen für diesen Brand gesteckt und uns auf diesem spannenden Weg mitgenommen hat.

Text und Fotos: Susanne Gütter und Meike Schuler

Die Lebenshilfe auf der Zeiteninsel

Im Juli machten sich sieben Kinder und Jugendliche auf den Weg nach Weimar-Argenstein, um die Zeiteninsel an insgesamt drei Tagen in den Sommerferien zu besuchen. Dies geschah im Rahmen einer Kooperation mit dem Lebenshilfewerk Marburg-Biedenkopf e.V., die seit dem vergangenen Jahr besteht. Nach einer Einführung, die vor allem das steinzeitliche Leben der Menschen in der Region behandelte, ging es thematisch passend weiter mit einer „steinzeitlichen Schmuckwerkstatt“.

Mit viel Freude stellten die Teilnehmenden aus Muscheln, Schnecken, Holzperlen und anderen Naturmaterialien Ketten und Armbänder her. Nach einer Pause widmeten sie sich der steinzeitlichen Kunst und erfuhren, wie bereits vor 30.000 Jahren Höhlenwände verschönert wurden. Anschließend konnte, nach Auswahl des „Lieblingssteinzeittieres“, ein eigenes Kunstwerk angefertigt werden.

Am zweiten Tag ging es um ein Grundbedürfnis, das sich durch die Jahrtausende währende Menschheitsgeschichte zieht: Um die Ernährung bzw. das Essen. Ein spannendes Thema, mit dem alle Kinder und Jugendlichen etwas verbanden und das Verknüpfungen zum Alltag ermöglichte. Für das Festmahl mussten Emmer- und Dinkelkörner gemahlen werden, unter Zugabe von Salz und Wasser entstand ein Teig. Es wurden Haselnüsse geknackt, Äpfel und Möhren geschnitten und schon einmal die ein oder andere Himbeere verkostet. Jede/r formte einen eigenen Fladen, der mit Hilfe von Feuersteinklingen noch entsprechend verziert wurde. Dann ging es zur Feuerstelle, wo die handtellergroßen Fladen auf einer Schieferplatte innerhalb weniger Minuten goldbraun gebacken wurden. In der Zwischenzeit deckten alle gemeinsam die Tische, die vor dem jungsteinzeitlichen Haus standen und verspeisten dort das selbst zubereitete Festmahl. Am dritten und letzten Tag war eine Töpfer-Werkstatt geplant. Die Teilnehmenden formten kleine Schalen und Tonperlen und waren mit viel Eifer bei der Sache. In der Mittagspause gab es Stockbrot. Am Nachmittag folgte dann der zweite Teil des Workshops, in dessen Verlauf die Schalen mit einer hellen Farbe aus Tonschlicker verziert und noch etwas nachpoliert werden konnten.

Dies ist, nach einem Projekttag in den Osterferien, die zweite gelungene Veranstaltung, die wir in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe in 2019 durchführen konnten. Wir freuen uns nun schon sehr auf die nächste Aktion, die für August geplant ist!

Veranstaltungshinweis: Kräuterwanderung am 10. August

Sie wollten schon immer mal ein Menü aus selbstgepflückten Wildkräutern zubereiten und verkosten? Auf der Zeiteninsel bietet sich am 10. August ab 11 Uhr die Gelegenheit hierfür! Die erfahrenen Kräuterkundigen Dr. Astrid Wetzel und Meike Schuler-Haas sammeln mit Ihnen frische Kräuter auf der Zeiteninsel, die anschließend zu einem leckeren Essen verarbeitet werden.

Für dieses Angebot gibt es noch freie Plätze! Die Teilnahmegebühr beträgt 15 Euro. Schreiben uns bei Interesse einfach eine Email mit den nötigen Informationen an info@zeiteninsel.de.

Das komplette Veranstaltungsprogramm für das zweite Halbjahr 2019 kann übrigens auch unter www.zeiteninsel.de/veranstaltungen.php eingesehen werden.

Veranstaltungsprogramm 2. Halbjahr 2019

Das Veranstaltungsprogramm für den Zeitraum August bis Oktober 2019 steht und ab sofort können Sie sich für die unterschiedlichen Angebote anmelden! Hierfür gibt es zwei Möglichkeiten: Sie können das Anmeldeformular, das dem Programm beigefügt ist, nutzen und dieses an folgende Adresse senden: Zeiteninsel – Archäologisches Freilichtmuseum Marburger Land eG, Alte Bahnhofstr. 31, 35096 Weimar/Lahn. Oder Sie schreiben uns eine Email mit den nötigen Informationen an info@zeiteninsel.de.

Hier kann der Flyer runtergeladen werden:

Kursprogramm zweites Halbjahr 2019

Es finden wieder zwei Bronzewerkstätten statt (Achtung, anders als im Kursprogramm angekündigt am 31. August und 1. September und nicht am 10. und 11. August! außerdem am 21. und 22. September), eine Kräuterwanderung (10. August) und eine Themenführung zur prähistorischen Imkerei (15. September). Dazu passend ist für die Bienenfreunde im Oktober auch gleich ein Rutenstülperbau-Kurs geplant (12. und 13. Oktober). Unser letztes Kursangebot in diesem Jahr ist zugleich auch eine Premiere: Am 19. bzw. 20. Oktober gibt es erstmals ein jeweils eintägiges Angebot zum Thema Schmieden.

Hier ist sicher für Jede/n etwas dabei!

 

 

Ein frühlingshafter Projekttag mit der Lebenshilfe im April

Wie im vergangenen Jahr haben uns wieder Kinder und Jugendliche, die im Rahmen des Osterferienprogrammes der Lebenshilfe Marburg zu uns gekommen sind, besucht. Sie interessierten sich vor allem für die Zeiteninsel-Bienen. Anhand der beiden Bienenvölker und unter fachkundiger Anleitung von Archäoimkerin Dr. Sonja Guber erfuhren die neun Teilnehmenden auf anschauliche Art und Weise viel Wissenswertes. Es konnte auch etwas Honig genascht werden.

Anschließend wurden „Süßigkeiten auf Steinzeitart“ hergestellt: Aus Honig und geriebenen Haselnüssen entstand nach dem Backen über der Feuerstelle Krokant. Außerdem gab es das allseits beliebte Stockbrot, das mit großem Genuss und mitgebrachten Dips verspeist wurde. Zum Abschluss konnte jede/r noch eine Kerze aus Bienenwachs formen.

Auch in den Sommerferien werden wir wieder Besuch von der Lebenshilfe bekommen. Vielleicht gibt es hier ja ein Wiedersehen mit einigen Beteiligten. Wir freuen uns schon sehr darauf!