Ein Samstag im April…

Am ersten Samstag diesen Monats war es wieder soweit: ein gemeinsamer Arbeitseinsatz der Aktiven auf der Zeiteninsel fand, wie jeden ersten Samstag im Monat, statt.

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Im Fokus stand diesmal das Germanische Wohnstallhaus der Römischen Kaiserzeit.
Die grundlegenden Bauarbeiten, die durch eine externe Firma erfolgten, sind abgeschlossen und nun beginnt die Arbeit der Freiwilligen.

Die in den letzten Arbeitseinsätzen (Link) geschnittenen Weidenruten wurden nun verwendet, um Außen- und Zwischenwände des Hauses mit Flechtwerk zu versehen. Dieses Flechtwerk dient als Unterkonstruktion für den Lehmbewurf, der auch noch in diesem Jahr erfolgen wird. Diese Lehmflechtwände finden sich bis heute in Fachwerkgebäuden in unserer Region. Es ist eine Methode, die erfolgreich im Hausbau seit tausenden von Jahren verwendet wird.

Die Weidenruten wurden auf eine passende Größe gekürzt und dann zwischen die senkrechten Holzstaken verflochten. Wichtig ist es hierbei, einen gewissen Abstand zwischen den einzelnen Ruten einzuhalten, damit der Lehm Platz genug hat, um haften zu bleiben. Wenn die Abstände jedoch zu groß werden, fällt der Lehm durch und haftet nicht. Unsere Freiwilligen hatten den Dreh schnell heraus und bis zum Nachmittag waren schon viele Wände mit Flechtwänden versehen.

Eine andere Gruppe widmete sich der Unterkonstruktion des germanischen Hauses.
Unterhalb der Bohlenwände wurde noch eine Steinschicht angebracht. Diese dient zur Stabilisierung und dem Schutz des Holzes vor Feuchtigkeit im Boden.
Hier wurden Steine genau unter die Holzwände eingepasst, wie in einem Puzzle.
Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen.

Interessierte Besucher nahmen bei diesem schönen Wetter auch gerne die Gelegenheit zu einer offenen Führung wahr. Diese findet immer am ersten Samstag im Monat um 11:00 Uhr statt.
Eine Kollegin des Zeiteninsel-Teams führte die Interessierten durch alle Zeitstationen und erklärte auch den Baufortschritt im Bereich der Zeitstation der Germanen der Römischen Kaiserzeit.

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In einigen Stationen fanden auch schon vorbereitende Arbeiten für die Großveranstaltung „Geschichte(n) erleben… in der Bronze- und Eisenzeit“ statt. So wurden u. a. Lehmsteine für einen neuen Rennofen hergestellt.

Nachmittags wurde wieder ein Feuer entzündet, zum ersten Mal in diesem Jahr unter freiem Himmel und gemeinsam gegrillt und untereinander ausgetauscht.

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Am Ende des Tages war wieder ein weiteres Etappenziel erreicht dank des großen Engagements der Freiwilligen.

Es bleibt nur noch Danke zu sagen für den tollen gemeinsamen Einsatz.
Wir freuen uns schon auf den ersten Samstag im Mai.

Wer sich für eine aktive Mitarbeit auf der Zeiteninsel interessiert, kann gerne einfach am ersten Samstag im Monat ab 10:00 Uhr zum Gelände der Zeiteninsel kommen.

Text und Fotos: Meike Schuler-Haas

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Keramikmeilerbrand auf der Zeiteninsel

Im August trafen sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer der letzten Keramik-Workshops (wir berichteten), um ihre nach prähistorischen Vorlagen gefertigten Gefäße zu brennen.

In den vergangenen Jahren hatten wir bereits mit Grubenbränden oder offenen Feldbränden Erfahrungen gesammelt. Diesmal haben wir uns auf Anregung der Kursleiterin Susanne Gütter mit einem anderen Brennverfahren etwas Besonderes vorgenommen: Einen sogenannten Meilerbrand, bei dem unter einer Rasensodenabdeckung durch den Entzug von Sauerstoff während des gesamten Brennverlaufs die typische Schwarzfärbung bis in den Kern vorgeschichtlicher Keramikgefäße erzielt wird. Im Gegensatz zu den Gruben- oder Feldbränden wird hier das gesamte Brennmaterial bereits vor dem Entzünden des Feuers eingebaut.

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Archäologisch lassen sich Brennverfahren wie Gruben- oder Meilerbrände von Keramik kaum nachweisen, da eventuell erhaltene Feuergruben durchaus unterschiedlich genutzt worden sein können.
Eindeutige Nachweise über die Art des Keramikbrandes stehen erst zur Verfügung, als Öfen gebaut wurden, wie sie z. B. in Einzelfällen aus der Jungsteinzeit (Trichterbecherkultur), häufiger jedoch erst aus der späten Bronzezeit und Eisenzeit bekannt sind.
Im Lahntal wurden bei Ausgrabungen Nachweise für Keramik-Brennöfen aus der Latènezeit (Eisenzeit) gefunden, die zu einem späteren Zeitpunkt auch auf der Zeiteninsel rekonstruiert werden sollen.

Meiler sind uns von der Holzkohleherstellung bekannt. Holz wird dabei in einer Kegelform aufgestapelt und dann mit Erde luftdicht verschlossen, bis auf eine Stelle oben, die freigelassen wird. Hier werden dann glühende Kohle eingebracht und danach die Lücke geschlossen. Nun beginnt der Vorgang der Verkohlung, der durch kontrollierte Luftzufuhr durch Zuglöcher gesteuert und überwacht werden kann.

Wir haben für unseren Meilerbrand zunächst eine bereits vorhandene Grube mit einem Durchmesser von 1,80 m auf ca. 45 cm vertieft. Auf den Grund wurde eine Schicht Brennmaterial (Reisig, dünne Zweige und eine 5 cm dicke Lage Stroh) aufgebracht.
Nun wurden die Gefäße mit Heu gefüllt und kleinere Gefäße in größere eingesetzt. Anschließend wurden die Gefäße vorsichtig mit der Öffnung nach unten auf das Strohbett eingesetzt. Eine bemalte Schüssel, die nicht ganz schwarz gebrannt werden sollte, wurde mit der Öffnung nach oben im Oberbereich platziert.

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Auch eine Serie von lokalen Tonproben und Gefäßnachbildungen einer endneolithischen Fundstelle der Wartbergkultur bei Wittelsberg, die im Rahmen eines Forschungsprojektes von Marianne Talma (Christian-Albrechts-Universität Kiel) und Susanne Gütter angefertigt worden waren, fanden in unserem Meiler Platz. Eine Reihe von sogenannten „Segerkegeln“ sollte durch ihre definierte Schmelztemperatur die erzielte Brenntemperatur anzeigen.

Das Brenngut wurde nun mit weiterem Stroh und Brennholz überdeckt, wobei wir überwiegend gutes Buchen-Leseholz mit Durchmessern bis 5 cm verwendeten.

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Es wurde wesentlich weniger Brennmaterial verwendet als bei unseren anderen Bränden, bei denen während des Brandes laufend nachgelegt werden musste.

Zuletzt wurden abgestochene Rasensoden kuppelartig um Keramik und Brennmaterial herum aufgeschichtet, wodurch quasi ein geschlossener „Einmalofen“ entstand. Aufgrund der Trockenheit der letzten Monate waren die Soden porös und nicht feucht, was wahrscheinlich einen deutlichen Einfluss auf das Verhalten des Meilers hatte.
Ganz unten zur Grubensohle hin wurden im Kreis vier lange Holzstangen von 4 cm Durchmesser liegend mit eingebaut, die später herausgezogen werden konnten, um bei Bedarf unter dem Rasensodenwall Lüftungskanäle zur Grubensohle öffnen zu können.

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Bevor die Rasensodenkuppel nun ganz geschlossen wurde, brachten wir zwei Schaufeln voll glühender Kohlen (aus einer separaten Feuerstelle) oben auf das Brennmaterial im Meiler auf. Nach einiger Zeit, in der sich das Feuer verbreiten konnte, wurde die letzte Rasensode oben auf die Kuppe des Meilers gesetzt, bevor sich noch große offene Flammen in das Brennmaterial weiter ausbreiten konnten.

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Brandverlauf
Nachdem der Meiler verschlossen war, drang direkt starker Rauch aus kleinen Lücken in der Rasensodenabdeckung. Größere Löcher wurden verschlossen.
In den folgenden Stunden beobachteten wir den Meiler ständig. Immer, wenn aus Öffnungen zu viel Rauch austrat, verschlossen wir diese mit Grassoden. Als der Prozess einmal ins Stocken zu geraten schien und der Rauchaustritt sich stark abschwächte, wurden auf halber Höhe einige Luftlöcher von rund 4 cm Durchmesser in den Meiler gestochen. Verstärkter Rauchaustritt belegte bald darauf die Wirksamkeit der Maßnahme.

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Abends wurden noch einmal einige Rasensoden aufgelegt als die Abdeckung bereits durchgeglüht war. Um Mitternacht war der Meiler dann ordentlich heiß und gut im Gang. Im Laufe der Nacht musste die Abdeckung erneuert werden, früh morgens hatte sich auf der nordwestlichen Seite ein etwa 20 – 25 cm großes Loch in die Abdeckung gebrannt.
Susanne Gütter, die die Nachtwache übernommen hatte, verschloss den Meiler mit einem großen Metalldeckel (von einem alten Waschzuber) wieder. Der Deckel wurde mit Soden abgedeckt und ringsum mit etwas Erde weitgehend abgedichtet.
Morgens war der Meiler dann noch aktiv, mittags rauchte er allerdings weit weniger stark.

Der Zustand war nun statisch recht stabil, ein Kranz von etwa fünf Löchern in Kniehöhe war noch offen. Ebenso einige Abzugsfugen unter dem Deckel.
Die Ritzen wurden abends geschlossen.
Der Meiler war unregelmäßig aktiv, so dass es länger dauerte, bis er sich durch das Brennmaterial durchgefressen hatte. Dies wäre im Nachhinein für das Durchbrennen der Keramik und Halten der Temperatur wohl noch gut gewesen.
Die unteren Luftlöcher mit den Holzstangen rührten wir nicht an, denn wir hatten nicht das Gefühl, dass wir von ganz unten Luft zuführen müssten.

In den nächsten Tagen wurde der Meiler weiterhin mindestens zweimal täglich kontrolliert.

Nach drei Tagen wollten wir den Meiler öffnen und stellten schon bei der ersten Berührung fest, dass er noch viel zu heiß war.

Auch zwei Tage später ging es uns genauso und die Spannung stieg weiter.

Wir einigten uns darauf, den Meiler an einer Stelle etwas zu öffnen, um nachzusehen, ob die Keramik schwarz gebrannt ist und es noch Glut im Inneren gab.

Der Zustand des Meilers ließ sich zu diesem Zeitpunkt folgendermaßen beschreiben:
Der komplette Rasensodenwall war bis auf ganz wenige Sodenreste inzwischen durchgeglüht und hatte sich in heiße Erde verwandelt, die die Grube nun komplett ausfüllte und die Gefäße einbettete. Der äußere Ring der Erde war oxidiert und nach innen hin zunehmend zu krümeligem „Brandlehm“ gebrannt. Im Inneren war die Erde – zumindest auf dieser Seite – schwarz reduziert und die zwei Gefäßstellen, die wir sehen konnten, sahen wunderbar schwarz/dunkel und gut durchgebrannt aus! Allerdings war darunter die Holzkohle sicher z. T. noch glühend, da bereits auf der Keramik noch aufliegende durchgekohlte Stöckchen durch die Luftzufuhr direkt
wieder aufglühten.

Wir haben im Außenrand-Bereich unserer Grube ein Stück herunter gegraben, aber nicht ganz bis zur Sohle, da uns währenddessen klar wurde, dass das in der Tiefe der Grube und im Zentrum ganz sicher noch nicht ohne Risiko für die Gefäße – und unsere Schuhsohlen – gewesen wäre. Also sind wir noch einmal zurückgerudert und haben alles wieder zugefüllt. Nur die Deckschicht auf dem Metalldeckel haben wir bis auf eine dünne kaschierende Streuschicht abgeräumt, damit es nach oben etwas leichter auskühlen konnte.

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Öffnen des Meilerbrandes
Nach einer Woche konnte der Meiler nun endlich geöffnet werden. Es war immer noch sehr warm, aber mittlerweile möglich, die Keramik zu entnehmen.
Wie sich herausstellte, war die Brenntemperatur an einigen Stellen nicht hoch genug, so dass einige Stücke nicht ganz gar gebrannt waren, während andere gut durchgebrannt klangen und aussahen. Auf der Grubensohle war ein Teil des Bettes aus Reisig und kleinen Ästen noch unverbrannt geblieben.
Nur eine Schale ist kaputt gegangen, alle anderen Keramiken haben den Brand unbeschadet überstanden. Die Brennfarben waren überwiegend schwarz bis braun
Für die Gefäße, die nicht richtig durchgebrannt waren, gab es einen weiteren Brenntermin.

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Fazit:
Der Meiler hat durch einen sehr gleichmäßigen Temperaturanstieg für einen Brennverlauf fast ohne Verluste geführt.
Wir haben nur recht wenig Brennmaterial benötigt (eventuell hätte etwas mehr Kleinholz eine höhere Brenntemperatur begünstigt).
Der Brennprozess war nicht vollständig gleichmäßig verlaufen und hatte lange Zeit in Anspruch genommen. Am Ende war er jedoch weitgehend durchgeglüht.

Die hohe Kunst ist bei diesem Brennverfahren das Abschätzen der nötigen Luftzufuhr. Da man während des Brandes keinen Einblick in das Innere des „Rasensodenofens“ hat, braucht es viel Erfahrung, die Rauch- und Hitzeentwicklung richtig einzuschätzen und zu steuern. Bei diesem ersten Meilerbrand hatten wir wohl etwas zu wenig Luftzufuhr zugelassen um die Reduktion nicht zu gefährden.

Bei dem zweiten Meilerbrand im September haben wir mit einem Thermometer den Brenntemperaturverlauf besser verfolgen und somit auch besser steuern können. Durch kleine Veränderungen im Aufbau (flacher auslaufende Grube, Bett u. a. aus Ziegendung, mehr und pyramidenförmig aufgeschichtetes dünnes Brennholz, Entzündung im Kreis am ganzen Außenrand vor Abdeckung mit flach aufgelegten Rasensoden) und der Luftführung (mehr Luftlöcher) ist dieser zweite Brand dann bereits hitziger, gleichmäßiger und flotter verlaufen. Das Holz war dabei wie in einem Kohlenmeiler nur verkohlt. Mit noch etwas mehr Luftzufuhr hätte also eine noch höhere Temperatur erreicht werden können. Die Gefäße kamen aus diesem zweiten Meilerbrand vollständig schwarz hervor.

Es wird mit Sicherheit im kommenden Jahr noch einmal einen Meilerbrand geben. Wir werden dabei weiter experimentieren mit einem optimierten Aufbau und noch etwas mehr Luftzugabe.

Wir bedanken uns bei Susanne Gütter für diese tolle Erfahrung und alle Freiwilligen, die sich um den Meiler über mehrere Tage gekümmert haben.

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Text: Meike Schuler-Haas und Susanne Gütter

Arbeitseinsatz im November

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Anfang November war es wieder soweit: Am ersten Samstag des Monats trafen sich die freiwilligen Unterstützer der Zeiteninsel zu einem gemeinsamen Arbeitseinsatz auf dem Gelände.
Obwohl es morgens noch recht frisch war, wärmte der Sonnenschein uns schnell auf, so machte die Arbeit gleich noch mehr Spaß.
Wie immer standen viele Aufgaben auf dem Programm, doch am Wichtigsten war es, das Gelände winterfest zu machen. Die Bienen benötigten ein Dach für ihre Beuten, Holzstapel mussten abgedeckt werden und vieles mehr. Mehr als 10 Aktive halfen tatkräftig, unter anderem auch zwei neue Aktive, was uns sehr gefreut hat. So konnten nach und nach die anstehenden Aufgaben angegangen werden.
Holz- und Strohabfälle wurden verbrannt, die sonst keine andere Verwendung mehr fanden, Umzäunungen repariert und das Gelände nach Müll abgesucht.

Ein Team machte sich daran, das Dach für den Unterstand der Bienen so herzurichten, dass es den winterlichen Witterungsbedingungen standhalten wird. Außerdem wurde er auch zusätzlich etwas stabilisiert.
Ein weiteres Team vervollständigte die Lehm-Arbeiten an der Flechtwand im Rössen-Haus, die bereits beim Freiwilligentag des Landkreises begonnen wurden. Hier brachten die Aktiven noch eine feine Lehm-Deckschicht auf.

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Und wir nutzten das schöne Wetter, um ein Schnitzprojekt mit Lindenholz vorzubereiten.
Zur Mittagspause nahmen wir uns nur kurz Zeit, weil wir die wärmenden

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Sonnenstrahlen ausnutzen wollten. Kurzerhand wurde für alle Pizza bestellt und mit vollem Magen ging es dann frisch gestärkt wieder zurück ans Werk.

Zuletzt fanden sich auch noch zwei Tapfere, die sich um die Säuberung unseres rekonstruierten mittelalterlichen Brunnens kümmerten, eine etwas feuchte Angelegenheit.

Wir danken allen Aktiven für ihr Engagement und freuen uns schon auf unser nächstes Treffen Anfang Dezember, wo wir die Saison beschließen werden.

Freiwilligentag des Landkreises Marburg-Biedenkopf

Der Landkreis Marburg-Biedenkopf veranstaltet jedes Jahr einen sogenannten
„Freiwilligentag“, an dem Mitarbeitende des Landkreises einen Tag lang ehrenamtlich
Vereine und Initiativen bei Projekten tatkräftig unterstützen.
Auf diese Weise soll die Bedeutung des Ehrenamtes unterstrichen werden.
Hier können Sie die Pressemitteilung des Landkreises lesen.
Schon im Jahr 2016 war die Zeiteninsel am ersten Freiwilligentag mit dem Bau eines
Lehmbackofens beteiligt und in diesem Jahr waren wir auch wieder dabei.
An einem sonnigen Tag im September trafen sich vier freiwillige Helferinnen und
Helfer des Landkreises auf der Zeiteninsel, um hier einen gemeinsamen Tag zu
verbringen.
Gestartet wurde morgens mit einer Führung über das Gelände, denn die
meisten waren noch nie auf der Zeiteninsel gewesen.
Im Anschluss an die Führung begannen dann die Vorbereitungen zum Verstreichen einer Flechtwand im Rössener Haus mit Lehm.
Hierzu mischten die Freiwilligen zunächst trockenen Lehm mit Wasser und vermischten diesen mit gehäckseltem Stroh. Nach einer kurzen Einweichzeit konnte es losgehen.
Das Flechtwerk wurde mit nassen, zusammen gebundenen Grasbündeln
angefeuchtet.
Zwei Personen, die jeweils an den zwei Seiten der Wand standen, formten anschließend Ballen aus dem Lehm und warfen diesen dann zeitgleich an die Wand.
Es gab viel Spaß, wenn sich die Lehmballen verfehlten und durch den Raum flogen oder andere Personen trafen.
Mit etwas Übung funktionierte das Synchron-Werfen aber immer besser. Bis zur
Mittagszeit war bereits ein großer Teil der Wand fertig gestellt.
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Im Rössener Haus wurde mittags dann an der Kochstelle angefeuert und gegrillt.
Danach ging es zum Bogen schießen, als kleine Sondereinlage.
Diese Aktivität machte allen Freiwilligen großen Spaß, auch wenn so mancher Pfeil am Ziel vorbei ging.
Nach dieser schönen Mittagspause mobilisierten die Freiwilligen noch einm20180914_153246_kleinal alle
Kräfte. So konnte die Wand mit der Grundschicht fertig gestellt werden.
Der Tag war viel zu schnell vorbei.
Bei einem gemeinsamen Essen zum Abschluss des Freiwilligentages am Landratsamt informierte sich die Landrätin Kirsten Fründt über das Erlebte und dankte den Anwesenden für ihr Engagement.
Wir möchten den den Mitarbeitenden des Landkreises an dieser Stelle ebenfalls für
ihren tatkräftigen Einsatz auf der Zeiteninsel herzlich danken und hoffen auf ein
baldiges Wiedersehen!