Arbeitseinsatz im August

Am ersten Samstag im August war viel los auf der Zeiteninsel: verschiedene Projekte fanden statt, eine besondere Führung und vieles mehr, wie im Folgenden zu lesen ist.

 

Ernte des Schulackers der Grundschule Niederweimar

Da die Schulkinder leider Sommerferien haben, sind freiwillige Helfer eingesprungen und haben das nun reife Getreide geerntet. Das wird aufbewahrt, bis die Kinder aus den Ferien zurückkehren und mit der Weiterverarbeitung beginnen können.

Die diesjährige Ernte fiel deutlich besser aus als im Vorjahr.

 

Oldtimer Rallye

Am Samstag machte die Oldtimer Rallye „Bender Classic“ auf der Zeiteninsel Station. Wir bewunderten die schönen Oldtimer und die Teilnehmer der Rallye informierten sich während einer Führung bei Dr. Andreas Thiedmann über das Museums-Projekt.

 

Lehmbackofen

Als weiteres Projekt wurde am neuen Lehmbackofen, den wir mit den Freiwilligen des Landkreises begonnen hatten, weiter gebaut.

Nach der zunächst nötigen Umsiedlung von Zwischenmietern (eine Ameisenkolonie hatte sich auf dem Ofen niedergelassen) konnte es losgehen und Schicht um Schicht wurde der Lehm auf dem Grundgerüst verteilt, bis die richtige Dicke erreicht war. Die Front bekam auch ihren Abschluss und beim nächsten Mal müssen wir noch die Ofenöffnung fertigstellen, dann kann der Ofen endlich eingeweiht werden. Außerdem bekam er eine Überdachung, um einen gewissen Schutz vor widrigen Witterungseinflüssen zu erreichen. Befestigt wurden die Hölzer stilecht mit gezwirnten Schnüren aus Binsen.

Am späten Nachmittag dann noch der letzte Feinschliff dann war es geschafft.

Danke für die Fotos an Anke Udelhoven – trotz Lehmhänden tapfer dokumentiert.

 

Bronzezeit-Werkstatt

Auch die Bronzezeit-Werkstatt hatte wieder ihre Pforten für Interessierte geöffnet. Der Kurs war erneut komplett ausgebucht – so wie auch die kommenden Kurse in diesem Jahr. Der Schwerpunkt an diesem Wochenende lag beim Gießen der vorgefertigten Formen.

Andere Arbeiten

Nicht vergessen seien all die anderen Arbeiten, die am Samstag geleistet wurden. Unsere Apfelbäume wurden abgestützt, da sich die Äste unter der Last der wachsneden Äpfel zunehmend biegen. Das gibt eine reiche Ernte.

Zugleich wurden die alten Baumstützen weiter abgebaut und der verstopfte Zulauf aus der Allna von Treibholz freigemacht.

Aug2016 (1 von 8)

Nochmal danke an die vielen Helfer – wir haben wirklich wieder Einiges geschafft!

Fotos: Anke Udelhoven, Dennis Moch und Julia Mootz
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Schulbesuch

Unser Fördervereins-Mitglied Frau Dr. Astrid Wetzel berichtet über ihren Besuch bei den Schülern der 3. Klasse in der Grundschule Niederweimar in Vorbereitung auf das Projekt „Schulacker 2016“.
„Als ich am 24. Februar die Grundschule Niederweimar betrat, war es draußen bitterkalt. Aber die Kinder waren schon ganz heiß, zu erfahren, was es mit „ihrem“ Ackerprojekt auf der Zeiteninsel auf sich hat. Einige Kinder der 3. Klassen von Frau Freudenstein und Frau Schirmmeister hatten schon von den Schülern des jetzigen 4. Jahrgangs gehört, dass es da so eine Fläche gibt, kaum größer als ihr Klassenzimmer, wo bereits letztes Jahr Getreide gesät und auch geerntet und zu Mehl vermahlen worden war. Aber es sei mühsam gewesen, und hätte dann noch nicht einmal für ein (1) Brot gereicht. 
Das waren genug Hinweise, um mit den Kindern ins Gespräch zu kommen. Wo genau liegt denn der Acker, warum heißt das Gebiet heute Zeiteninsel und was ist so spektakulär an dem bisschen Wiese, Bach und See und dem kleinen Hügel mittendrin? Da wussten die Kinder aber schon eine ganze Menge Details. Da gab es Kiesabbau und da sind Fundamente für eine große Brücke gebaut worden und man musste dafür graben und hat eine Menge Dinge gefunden: Scherben und Knochen und Mauern und Pfostenlöcher und noch mehr Scherben und einen Angelhaken. Der sei aus der Bronzezeit, habe ich erzählt, und anschließend versucht, das mit den Zeiten, nämlich Eiszeit – Steinzeit – Bronzezeit – Eisenzeit auf die Reihe zu bekommen. Aber sogar den Begriff „Römische Kaiserzeit“ hatten einige der Kinder schon gehört. 
Dann haben wir überlegt, was es alles braucht, um aus Grassamen – und was anderes sind unsere heutigen Getreidearten ja nicht – soviel Körner zu ernten, dass damit ein Brot oder Kuchen gebacken werden kann. Es gab einige Kinder, die aus landwirtschaftlichen Betrieben stammen, und die konnten erzählen, wie und was heute angebaut wird. 
Wir haben gemeinsam „Im Märzen der Bauer“ gesungen und ich war sehr überrascht, dass alle Kinder den Text konnten und zwar alle Strophen! Mit wurde erzählt, dass die Niederweimarer Kinder im Kindergarten „Singpaten“ haben und viele alte Volkslieder kennenlernen. Wir sind dann zusammen anhand des Textes noch mal Schritt für Schritt vorgegangen, vom Pflügen und Eggen zum Graben (=Jäten) und Ernten und haben mit magnetischen Wortkarten den Ablauf vom Säen bis zur Ernte an der Tafel festgehalten. Eigentlich habe sich der Ablauf nicht geändert bis heute, meinten die Kinder. Nur dass alles heute von Maschinen erledigt wird – also mit 100 Pferdestärken statt 1 oder 2. 
Ich habe zum Schluss noch kurz die alten Getreidearten vorgestellt und mit den Kindern gemeinsam ein mitgebrachtes Brot verspeist, nämlich ein mit Sauerteig angesetztes Dinkelbrot mit Grünkern (unreif geernteter Dinkel). Ob die Germanen schon Sauerteig kannten? Und dann haben wir überlegt, warum es auch heute sinnvoll ist, alte Getreidearten und ursprüngliche Weizensorten wieder anzubauen. 
Mit diesem ganzen Wissen gewappnet kann eigentlich für die Jungbauern und ihrem Ackerprojekt nichts mehr schief gehen. Sogar der Begriff Dunkelkeimer wurde geklärt und warum dass Feld mit einem Zaun geschützt ist. Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen! 
Zum Schluss der Doppelstunde kam sogar noch eine leibhaftige Germanin zu Besuch. Mit Bundschuhen, einem mit Fibeln zusammengehaltenen germanischen Gewand und emsig mit einer Spindel Flachs spinnend. Die Kinder hörten andächtig zu, was diese Frau (Monika Mosburger) über ihren mühsamen Alltag zu berichten wusste. Ob sich einige Schüler und Schülerinnen überlegt haben, dass Schule vielleicht die bessere Alternative zum Leben in der Eisenzeit ist?“

Aussaat zum Frühlingsanfang

Auch in diesem Jahr führt die Zeiteninsel in Kooperation mit der Grundschule Niederweimar wieder das „Schulackerprojekt“ durch (hier können Sie den Bericht vom vergangenen Jahr lesen). Ziel dieses Projektes ist das Heranführen der Kinder an die Geschichte des Ackerbaus, die Entwicklung und die Verarbeitung von Getreide und allgemein Ernährung in der Vorgeschichte. Die Kinder lernen den Ablauf vom Saatkorn bis zum Brot über eine Vegetationsperiode.

Die Schüler der zwei 3. Klassen haben nun passend zum kalendarischen Frühlingsanfang auf der Zeiteninsel die Saat ausgebracht.

Hierzu wanderten sie alle gemeinsam von der Schule bis zur Zeiteninsel, wo sie bereits von Herrn Dr. Thiedmann und einem Fernsehteam vom Hessischen Rundfunk erwartet wurden.
Zu Beginn wurden die einfachen Gerätschaften, mit denen in der Vorgeschichte die ersten Ackerbauern ihre Felder bestellt haben, vorgestellt und das Saatgut an vier Schülergruppen ausgeteilt. In diesem Jahr wurden die Getreidesorten Einkorn, Emmer, Dinkel und Nacktgerste ausgesät.

Nun ging es zum vorbereiteten Schulacker, der in vier Parzellen aufgeteilt war und jedes Kind konnte nun zwei Furchen mit dem Grabstock vorziehen, dann die Getreidekörner in die Reihen säen und in einem nächsten Arbeitsschritt die Furche mit dem Grabstock wieder schließen.
Zuletzt wurde auf jedem Beet ein Schild mit der jeweiligen Getreidesorte angebracht.
Schon bei der Aussaat wurde den Kindern deutlich, mit welchen Anstrengungen die Aussaat verbunden ist: Das Getreide kann nur bei geeigneten Temperaturen und Wetterlage ausgesät werden. Es muss gut zugedeckt werden, damit es nicht von Vögeln gefressen wird und der Boden muss gut genug sein, um den Pflanzen Kraft zu geben.

Auch die beiden Lehrerinnen Ulrike Freudenstein und Antje Schirrmeister zeigten sich begeistert von diesem Schulprojekt. Sie haben bereits im Unterricht die Getreidesorten besprochen und die Kinder auf das Kommende eingestimmt. Sie begrüßen diese Form des „aktiven“ Unterrichts und werden in den kommenden Wochen die Entwicklung des Getreides mit den Schülern beobachten und den Acker weiter betreuen.

Der Bericht des Hessischen Fernsehens wurde in der Sendung „alle Wetter!“ noch am selben Abend ausgestrahlt und kann dort im Archiv angesehen werden (Link).

Abschlussveranstaltung Schulprojekt

Gestern war die Abschlussveranstaltung des diesjährigen Schulprojekts mit den dritten Klassen der Grundschule Niederweimar.

Die Kinder hatten das selbst angebaute Getreide (Einkorn, Emmer) vom Acker auf dem Gelände der Zeiteninsel geerntet, die Körner entspelzt und mit einer römischen Getreidemühle gemahlen.

Dann wurde das Getreide mit Wasser, etwas Salz und Kräutern bzw. Apfelstücken zu Teig verarbeitet. Über offenem Feuer wurden Fladen und Stockbrot zubereitet. Die Kinder hatten sehr viel Spaß und es war bei gutem Wetter ein wunderbarer Abschluss dieses Projektes.

Arbeitseinsatz und mehr

Am vergangenen Samstag war ungewöhnlich viel los auf dem Gelände der Zeiteninsel:
Zum einen trafen sich die Aktiven der Zeiteninsel zum ersten Arbeitseinsatz in diesem Jahr und zum anderen hatte die Grundschule Niederweimar mit zwei dritten Klassen ihren ersten Einsatz beim Projekt Schulacker.

Bei schönstem Sonnenschein trafen sich morgens ab 10:00 Uhr 32 Kinder der Grundschule Niederweimar samt ihren Eltern mit der Klassenlehrerin Frau Baier und der Schulleiterin Frau Schönherr zum Start ihres Projektes „Schulacker“.
Die angelieferte Erde für den 40 qm großen Acker war von Aktiven der Zeiteninsel bereits verteilt und der Weidenschnitt durch die Mitarbeiter des Bauhofs angeliefert worden.

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