Es weihnachtet sehr…

In diesem Jahr hat die Zeiteninsel zum ersten Mal mit einem Stand am Weihnachtsmarkt in Niederweimar teilgenommen.
Nachdem es die letzten Tage sehr ungemütlich war mit stürmischen Winden und viel Regen, war es eine große Erleichterung für alle Beteiligten, dass es der Wettergott so einigermaßen gut mit dieser Veranstaltung meinte. Bereits beim morgendlichen Aufbau blieb es trocken und so konnten das Schau- und Verkaufszelt mit Informationsmaterialien und Merchandising-Artikeln der Zeiteninsel, einem Querschnitt von Ergebnissen der Arbeit der AG Lebendige Archäologie und selbstgebackenen Keltenkringeln sowie „steinzeitlichem“ Schmuck, eingerichtet werden.
Im Außenbereich wurde unter einem Sonnensegel eine Feuerschale platziert, die zum einen Wärme verbreitete und zum anderen zum Stockbrot machen für die Kinder (und jung gebliebenen) einlud.

Einige Mitglieder der AG Lebendige Archäologie hatten sich nach den verschiedenen Zeitstationen der Zeiteninsel als Menschen der Steinzeit, Bronzezeit oder Eisenzeit kostümiert und boten so ein interessantes Bild.

Ab Mittag wurde der Weihnachtsmarkt mit seinen vielen Ständen für die Besucher geöffnet. Das Angebot war bunt gemischt: vom Kinder-Karussell über diverse Speisenangebote zu selbst gestrickten Socken und natürlich den heißen Getränken.

Im Laufe des Tages kamen viele Interessierte, um sich über den aktuellen Baufortschritt auf dem Gelände der Zeiteninsel zu erkundigen oder etwas über die geplanten Veranstaltungen im nächsten Jahr zu erfahren. Viele Besucher zeigten auch Interesse an der Arbeit und den Erzeugnissen der AG Lebendige Archäologie und ließen sich zeigen, wie man Feuer macht oder wie mit der Hand gesponnen wird.

Die von Annika Langer nach einem archäologischen Fund (Gräberfeld Wederath, im Hunsrück) hergestellten „Keltenkringel“ gehören zu den wenigen archäologisch belegten keltischen Kochrezepten aus dem ersten Jahrhundert vor unserer Zeit. Diese Speise war einem Verstorbenen mit auf seine Reise in eine andere Welt mitgegeben worden und nach ihrem Fund auf die Inhaltsstoffe analysiert worden. Es handelt sich um ein Gebäck, dass aus Honig, Dinkelmehl, Eiklar, Fettstoffen und Hefe besteht. Es erinnert ein wenig an Lebkuchen.
Im Laufe des Tages wurden viele Tüten mit Keltenkringeln samt Rezept verkauft.

Mit Einsetzen der Dunkelheit wurde es immer voller auf dem Weihnachtsmarkt und unser Zelt wirkte sehr anheimelnd mit den vielen leuchtenden Laternen und dem Kerzenlicht.

Kinder saßen mit ihren Eltern um die Feuerschale herum und hielten ihre Stockbrote in die Glut. Eine gemütliche und behagliche Atmosphäre. Auch Freunde der Zeiteninsel kamen auf einen Schwatz am Feuer vorbei.

Höhepunkt des Tages war der Auftritt des Nikolauses begleitet von seinen Knechten, der am Stand der Zeiteninsel die Geschenke an die Kinder verteilte.
Sonja Guber als Germanin und Dennis Moch als steinzeitlicher „Ötzi“ unterstützten ihn dabei.
Gegen 20:00 Uhr endete der Weihnachtsmarkt und der Abbau ging, dank der vielen fleißigen Helfer, ganz schnell vonstatten.

Es war eine ganz besondere Erfahrung, den Weihnachtsmarkt mit unseren Angeboten zu bereichern und es hat uns allen viel Spaß gemacht.

Ein großer Dank gilt all den Freiwilligen, die ihren Sonntag und auch im Vorfeld viel Zeit in die Vorbereitungen investiert haben.
Es war toll mit euch.

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Keramikmeilerbrand auf der Zeiteninsel

Im August trafen sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer der letzten Keramik-Workshops (wir berichteten), um ihre nach prähistorischen Vorlagen gefertigten Gefäße zu brennen.

In den vergangenen Jahren hatten wir bereits mit Grubenbränden oder offenen Feldbränden Erfahrungen gesammelt. Diesmal haben wir uns auf Anregung der Kursleiterin Susanne Gütter mit einem anderen Brennverfahren etwas Besonderes vorgenommen: Einen sogenannten Meilerbrand, bei dem unter einer Rasensodenabdeckung durch den Entzug von Sauerstoff während des gesamten Brennverlaufs die typische Schwarzfärbung bis in den Kern vorgeschichtlicher Keramikgefäße erzielt wird. Im Gegensatz zu den Gruben- oder Feldbränden wird hier das gesamte Brennmaterial bereits vor dem Entzünden des Feuers eingebaut.

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Archäologisch lassen sich Brennverfahren wie Gruben- oder Meilerbrände von Keramik kaum nachweisen, da eventuell erhaltene Feuergruben durchaus unterschiedlich genutzt worden sein können.
Eindeutige Nachweise über die Art des Keramikbrandes stehen erst zur Verfügung, als Öfen gebaut wurden, wie sie z. B. in Einzelfällen aus der Jungsteinzeit (Trichterbecherkultur), häufiger jedoch erst aus der späten Bronzezeit und Eisenzeit bekannt sind.
Im Lahntal wurden bei Ausgrabungen Nachweise für Keramik-Brennöfen aus der Latènezeit (Eisenzeit) gefunden, die zu einem späteren Zeitpunkt auch auf der Zeiteninsel rekonstruiert werden sollen.

Meiler sind uns von der Holzkohleherstellung bekannt. Holz wird dabei in einer Kegelform aufgestapelt und dann mit Erde luftdicht verschlossen, bis auf eine Stelle oben, die freigelassen wird. Hier werden dann glühende Kohle eingebracht und danach die Lücke geschlossen. Nun beginnt der Vorgang der Verkohlung, der durch kontrollierte Luftzufuhr durch Zuglöcher gesteuert und überwacht werden kann.

Wir haben für unseren Meilerbrand zunächst eine bereits vorhandene Grube mit einem Durchmesser von 1,80 m auf ca. 45 cm vertieft. Auf den Grund wurde eine Schicht Brennmaterial (Reisig, dünne Zweige und eine 5 cm dicke Lage Stroh) aufgebracht.
Nun wurden die Gefäße mit Heu gefüllt und kleinere Gefäße in größere eingesetzt. Anschließend wurden die Gefäße vorsichtig mit der Öffnung nach unten auf das Strohbett eingesetzt. Eine bemalte Schüssel, die nicht ganz schwarz gebrannt werden sollte, wurde mit der Öffnung nach oben im Oberbereich platziert.

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Auch eine Serie von lokalen Tonproben und Gefäßnachbildungen einer endneolithischen Fundstelle der Wartbergkultur bei Wittelsberg, die im Rahmen eines Forschungsprojektes von Marianne Talma (Christian-Albrechts-Universität Kiel) und Susanne Gütter angefertigt worden waren, fanden in unserem Meiler Platz. Eine Reihe von sogenannten „Segerkegeln“ sollte durch ihre definierte Schmelztemperatur die erzielte Brenntemperatur anzeigen.

Das Brenngut wurde nun mit weiterem Stroh und Brennholz überdeckt, wobei wir überwiegend gutes Buchen-Leseholz mit Durchmessern bis 5 cm verwendeten.

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Es wurde wesentlich weniger Brennmaterial verwendet als bei unseren anderen Bränden, bei denen während des Brandes laufend nachgelegt werden musste.

Zuletzt wurden abgestochene Rasensoden kuppelartig um Keramik und Brennmaterial herum aufgeschichtet, wodurch quasi ein geschlossener „Einmalofen“ entstand. Aufgrund der Trockenheit der letzten Monate waren die Soden porös und nicht feucht, was wahrscheinlich einen deutlichen Einfluss auf das Verhalten des Meilers hatte.
Ganz unten zur Grubensohle hin wurden im Kreis vier lange Holzstangen von 4 cm Durchmesser liegend mit eingebaut, die später herausgezogen werden konnten, um bei Bedarf unter dem Rasensodenwall Lüftungskanäle zur Grubensohle öffnen zu können.

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Bevor die Rasensodenkuppel nun ganz geschlossen wurde, brachten wir zwei Schaufeln voll glühender Kohlen (aus einer separaten Feuerstelle) oben auf das Brennmaterial im Meiler auf. Nach einiger Zeit, in der sich das Feuer verbreiten konnte, wurde die letzte Rasensode oben auf die Kuppe des Meilers gesetzt, bevor sich noch große offene Flammen in das Brennmaterial weiter ausbreiten konnten.

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Brandverlauf
Nachdem der Meiler verschlossen war, drang direkt starker Rauch aus kleinen Lücken in der Rasensodenabdeckung. Größere Löcher wurden verschlossen.
In den folgenden Stunden beobachteten wir den Meiler ständig. Immer, wenn aus Öffnungen zu viel Rauch austrat, verschlossen wir diese mit Grassoden. Als der Prozess einmal ins Stocken zu geraten schien und der Rauchaustritt sich stark abschwächte, wurden auf halber Höhe einige Luftlöcher von rund 4 cm Durchmesser in den Meiler gestochen. Verstärkter Rauchaustritt belegte bald darauf die Wirksamkeit der Maßnahme.

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Abends wurden noch einmal einige Rasensoden aufgelegt als die Abdeckung bereits durchgeglüht war. Um Mitternacht war der Meiler dann ordentlich heiß und gut im Gang. Im Laufe der Nacht musste die Abdeckung erneuert werden, früh morgens hatte sich auf der nordwestlichen Seite ein etwa 20 – 25 cm großes Loch in die Abdeckung gebrannt.
Susanne Gütter, die die Nachtwache übernommen hatte, verschloss den Meiler mit einem großen Metalldeckel (von einem alten Waschzuber) wieder. Der Deckel wurde mit Soden abgedeckt und ringsum mit etwas Erde weitgehend abgedichtet.
Morgens war der Meiler dann noch aktiv, mittags rauchte er allerdings weit weniger stark.

Der Zustand war nun statisch recht stabil, ein Kranz von etwa fünf Löchern in Kniehöhe war noch offen. Ebenso einige Abzugsfugen unter dem Deckel.
Die Ritzen wurden abends geschlossen.
Der Meiler war unregelmäßig aktiv, so dass es länger dauerte, bis er sich durch das Brennmaterial durchgefressen hatte. Dies wäre im Nachhinein für das Durchbrennen der Keramik und Halten der Temperatur wohl noch gut gewesen.
Die unteren Luftlöcher mit den Holzstangen rührten wir nicht an, denn wir hatten nicht das Gefühl, dass wir von ganz unten Luft zuführen müssten.

In den nächsten Tagen wurde der Meiler weiterhin mindestens zweimal täglich kontrolliert.

Nach drei Tagen wollten wir den Meiler öffnen und stellten schon bei der ersten Berührung fest, dass er noch viel zu heiß war.

Auch zwei Tage später ging es uns genauso und die Spannung stieg weiter.

Wir einigten uns darauf, den Meiler an einer Stelle etwas zu öffnen, um nachzusehen, ob die Keramik schwarz gebrannt ist und es noch Glut im Inneren gab.

Der Zustand des Meilers ließ sich zu diesem Zeitpunkt folgendermaßen beschreiben:
Der komplette Rasensodenwall war bis auf ganz wenige Sodenreste inzwischen durchgeglüht und hatte sich in heiße Erde verwandelt, die die Grube nun komplett ausfüllte und die Gefäße einbettete. Der äußere Ring der Erde war oxidiert und nach innen hin zunehmend zu krümeligem „Brandlehm“ gebrannt. Im Inneren war die Erde – zumindest auf dieser Seite – schwarz reduziert und die zwei Gefäßstellen, die wir sehen konnten, sahen wunderbar schwarz/dunkel und gut durchgebrannt aus! Allerdings war darunter die Holzkohle sicher z. T. noch glühend, da bereits auf der Keramik noch aufliegende durchgekohlte Stöckchen durch die Luftzufuhr direkt
wieder aufglühten.

Wir haben im Außenrand-Bereich unserer Grube ein Stück herunter gegraben, aber nicht ganz bis zur Sohle, da uns währenddessen klar wurde, dass das in der Tiefe der Grube und im Zentrum ganz sicher noch nicht ohne Risiko für die Gefäße – und unsere Schuhsohlen – gewesen wäre. Also sind wir noch einmal zurückgerudert und haben alles wieder zugefüllt. Nur die Deckschicht auf dem Metalldeckel haben wir bis auf eine dünne kaschierende Streuschicht abgeräumt, damit es nach oben etwas leichter auskühlen konnte.

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Öffnen des Meilerbrandes
Nach einer Woche konnte der Meiler nun endlich geöffnet werden. Es war immer noch sehr warm, aber mittlerweile möglich, die Keramik zu entnehmen.
Wie sich herausstellte, war die Brenntemperatur an einigen Stellen nicht hoch genug, so dass einige Stücke nicht ganz gar gebrannt waren, während andere gut durchgebrannt klangen und aussahen. Auf der Grubensohle war ein Teil des Bettes aus Reisig und kleinen Ästen noch unverbrannt geblieben.
Nur eine Schale ist kaputt gegangen, alle anderen Keramiken haben den Brand unbeschadet überstanden. Die Brennfarben waren überwiegend schwarz bis braun
Für die Gefäße, die nicht richtig durchgebrannt waren, gab es einen weiteren Brenntermin.

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Fazit:
Der Meiler hat durch einen sehr gleichmäßigen Temperaturanstieg für einen Brennverlauf fast ohne Verluste geführt.
Wir haben nur recht wenig Brennmaterial benötigt (eventuell hätte etwas mehr Kleinholz eine höhere Brenntemperatur begünstigt).
Der Brennprozess war nicht vollständig gleichmäßig verlaufen und hatte lange Zeit in Anspruch genommen. Am Ende war er jedoch weitgehend durchgeglüht.

Die hohe Kunst ist bei diesem Brennverfahren das Abschätzen der nötigen Luftzufuhr. Da man während des Brandes keinen Einblick in das Innere des „Rasensodenofens“ hat, braucht es viel Erfahrung, die Rauch- und Hitzeentwicklung richtig einzuschätzen und zu steuern. Bei diesem ersten Meilerbrand hatten wir wohl etwas zu wenig Luftzufuhr zugelassen um die Reduktion nicht zu gefährden.

Bei dem zweiten Meilerbrand im September haben wir mit einem Thermometer den Brenntemperaturverlauf besser verfolgen und somit auch besser steuern können. Durch kleine Veränderungen im Aufbau (flacher auslaufende Grube, Bett u. a. aus Ziegendung, mehr und pyramidenförmig aufgeschichtetes dünnes Brennholz, Entzündung im Kreis am ganzen Außenrand vor Abdeckung mit flach aufgelegten Rasensoden) und der Luftführung (mehr Luftlöcher) ist dieser zweite Brand dann bereits hitziger, gleichmäßiger und flotter verlaufen. Das Holz war dabei wie in einem Kohlenmeiler nur verkohlt. Mit noch etwas mehr Luftzufuhr hätte also eine noch höhere Temperatur erreicht werden können. Die Gefäße kamen aus diesem zweiten Meilerbrand vollständig schwarz hervor.

Es wird mit Sicherheit im kommenden Jahr noch einmal einen Meilerbrand geben. Wir werden dabei weiter experimentieren mit einem optimierten Aufbau und noch etwas mehr Luftzugabe.

Wir bedanken uns bei Susanne Gütter für diese tolle Erfahrung und alle Freiwilligen, die sich um den Meiler über mehrere Tage gekümmert haben.

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Text: Meike Schuler-Haas und Susanne Gütter

Freiwilligentag des Landkreises Marburg-Biedenkopf

Der Landkreis Marburg-Biedenkopf veranstaltet jedes Jahr einen sogenannten
„Freiwilligentag“, an dem Mitarbeitende des Landkreises einen Tag lang ehrenamtlich
Vereine und Initiativen bei Projekten tatkräftig unterstützen.
Auf diese Weise soll die Bedeutung des Ehrenamtes unterstrichen werden.
Hier können Sie die Pressemitteilung des Landkreises lesen.
Schon im Jahr 2016 war die Zeiteninsel am ersten Freiwilligentag mit dem Bau eines
Lehmbackofens beteiligt und in diesem Jahr waren wir auch wieder dabei.
An einem sonnigen Tag im September trafen sich vier freiwillige Helferinnen und
Helfer des Landkreises auf der Zeiteninsel, um hier einen gemeinsamen Tag zu
verbringen.
Gestartet wurde morgens mit einer Führung über das Gelände, denn die
meisten waren noch nie auf der Zeiteninsel gewesen.
Im Anschluss an die Führung begannen dann die Vorbereitungen zum Verstreichen einer Flechtwand im Rössener Haus mit Lehm.
Hierzu mischten die Freiwilligen zunächst trockenen Lehm mit Wasser und vermischten diesen mit gehäckseltem Stroh. Nach einer kurzen Einweichzeit konnte es losgehen.
Das Flechtwerk wurde mit nassen, zusammen gebundenen Grasbündeln
angefeuchtet.
Zwei Personen, die jeweils an den zwei Seiten der Wand standen, formten anschließend Ballen aus dem Lehm und warfen diesen dann zeitgleich an die Wand.
Es gab viel Spaß, wenn sich die Lehmballen verfehlten und durch den Raum flogen oder andere Personen trafen.
Mit etwas Übung funktionierte das Synchron-Werfen aber immer besser. Bis zur
Mittagszeit war bereits ein großer Teil der Wand fertig gestellt.
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Im Rössener Haus wurde mittags dann an der Kochstelle angefeuert und gegrillt.
Danach ging es zum Bogen schießen, als kleine Sondereinlage.
Diese Aktivität machte allen Freiwilligen großen Spaß, auch wenn so mancher Pfeil am Ziel vorbei ging.
Nach dieser schönen Mittagspause mobilisierten die Freiwilligen noch einm20180914_153246_kleinal alle
Kräfte. So konnte die Wand mit der Grundschicht fertig gestellt werden.
Der Tag war viel zu schnell vorbei.
Bei einem gemeinsamen Essen zum Abschluss des Freiwilligentages am Landratsamt informierte sich die Landrätin Kirsten Fründt über das Erlebte und dankte den Anwesenden für ihr Engagement.
Wir möchten den den Mitarbeitenden des Landkreises an dieser Stelle ebenfalls für
ihren tatkräftigen Einsatz auf der Zeiteninsel herzlich danken und hoffen auf ein
baldiges Wiedersehen!

Ein kleiner Arbeitseinsatz auf der Zeiteninsel

Bedingt durch die Schulferien und das nicht ganz so schöne Regenwetter kamen am vergangenen Samstag nur wenige Aktive zum gemeinsamen Arbeitseinsatz auf die Zeiteninsel.

Doch trotzdem haben wir so einiges geschafft:

Anja hat sich mit Eifer der Entfernung von Jakobskreuzkraut gewidmet. Keine Böschung war ihr zu steil, um das giftige Gewächs zu entfernen. Es wird dann in der nächsten Zeit, wenn das Wetter besser ist, verbrannt werden.

Die Männer und eine starke Frau, haben mit Kraftaufwand und Geschick die Baumstämme, die für die Veranstaltung im Erdboden eingegraben worden waren, wieder entfernt.

Baumstamm

Die Schafe bekamen eine neue Weide zugeteilt und liefen ganz brav ihrer „Mutter“ Nadine hinterher, frisch geschoren, ein schöner Anblick.

Schafe

Mirko nutzte die Zeit, um wieder frisches Birkenpech herzustellen und Meike erntete in einer Regenpause die Blüten der Färberkamille für zukünftige Färbeprojekte.

Gemeinsam wurden dann noch die letzten Hinterlassenschaften von der Veranstaltung, wie Sitzklötze und Feuerholz, von der Insel geräumt.

Zusätzlich fanden noch zwei Führungen statt, denn an jedem ersten Samstag im Monat bieten wir ja solche offenen Führungen an. Die Gäste zeigten sich sehr interessiert an unserem Projekt und werden mit Sicherheit wiederkommen, um sich die Baufortschritte anzusehen.

Vielen Dank an die Aktiven – es war wieder schön mit euch gemeinsam zu arbeiten.

Welches Kräutlein wächst denn da?

Dieser Frage stellten sich die Teilnehmer der Kräuterwanderung auf der Zeiteninsel am vergangenen Sonntag.

Wenn im Frühling die Natur förmlich explodiert und wir uns nach der langen Winterpause nach frischen Kräutern sehnen, fühlen wir uns den Menschen der Vergangenheit, die ohne Ganzjahresangebot durch Supermärkte lebten, eng verbunden.

Auch auf dem Gelände der Zeiteninsel haben sich in den letzten Jahren viele essbare Kräuter, aber auch Färbepflanzen und Heilkräuter angesiedelt, die nun gesucht und geerntet werden sollten.

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Die Biologin Dr. Astrid Wetzel hatte großformatige Fotos der zu sammelnden Kräuter vorbereitet und an jeden Teilnehmer ein Foto mit einer Pflanze verteilt. Sie stellte die Aufgabe, die jeweilige Pflanze auf dem Gelände zu finden und zu ernten.

Zu jeder Pflanze wurde der Name „abgefragt“ und ihre  Bedeutung erklärt.

Dann ging es los und alle schwärmten aus. Die Teilnehmer mit Ortskenntnis hatten die Brennnesseln und den kleinen Wiesenknopf schnell gefunden, aber es gab auch Kräuter, die etwas kleiner und unauffälliger sind. Da fiel die Suche und Bestimmung schon schwerer.

Nachdem die Kräutersucher mit dem Spaten noch Meerrettich und wilde Möhre geerntet hatten, trugen  sie alle Kräuter nach Sorten zusammen und besprachen sie  gemeinsam. Es ging vor allem darum, welche Teile der Pflanze verwendet werden können und wie die unterschiedlichen Kräuter riechen bzw. schmecken.

Interessant war es zu sehen, dass der Standort der jeweiligen Pflanze eine große Auswirkung auf ihr Aussehen hat. So kann dieselbe Pflanze sehr unterschiedlich aussehen, wie am Beispiel der Vogelmiere zu erkennen war.

Es wurden alle Kräuter gemeinsam bestimmt, außerdem behandelte Astrid Wetzel noch weitere Pflanzen, die auf der Zeiteninsel wachsen und andere Verwendungsmöglichkeiten bieten. Danach ging es an die Verarbeitung der gesammelten Kräuter. Die Teilnehmer hackten – durch einen kurzen Gewitterguss unterbrochen – die Kräuter fein und verarbeiteten sie zu köstlichen Smoothies mit Kokosmilch oder zu Kräuterquark und Pesto.

Das Ergebnis war sehr lecker und nachdem der Regen sich verzogen hatte, saßen alle  noch lange beisammen und genossen die wärmende Frühlingssonne.

Vielen Dank an Dr. Astrid Wetzel – wir haben wieder viel gelernt.

Arbeitseinsatz im Mai

Bei frühlingshaften Temperaturen und viel Sonnenschein trafen sich am vergangenen ersten Samstag im Mai wieder zahlreiche Aktive auf der Zeiteninsel zum gemeinsamen Arbeitseinsatz. Zeitgleich fand auch ein Workshop zur Keramik der Rössener Kultur statt, für den sich viele Interessierte eingetragen hatten.

Es gab wie immer viel zu tun: Eine weitere Überdachung wurde an der Seite eines Materialcontainers von schwindelfreien Helfern angebracht, um hier mehr Stauraum zu erhalten.

Zudem wurde der Boden im Bereich zwischen den Containern gepflastert.

Am Holzhaus hängen jetzt unsere Epochen-Logos, die die verschiedenen Zeitstationen symbolisieren und gut sichtbar für Besucher platziert sind.

Zur Verbesserung des Schulackers wurde fleißig Unkraut gejätet.

Zur Mittagszeit fanden sich die Helfer und die Workshop-Teilnehmer zu einem sehr leckeren Mittagessen zusammen. Die gemeinsame Zeit wurde für angeregte Gespräche genutzt.

Frisch gestärkt wurde die Überdachung des Rennofenwerkplatzes instand gesetzt, um diesen wieder besser vor der Witterung zu schützen.

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Kleine Pausen wurden genutzt, um den Teilnehmern des Keramik-Workshops bei der Herstellung ihrer Gefäße über die Schultern zu schauen.

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Um vier der sechs Gruben, die für das archäologische Langzeitexperiment zur Getreidelagerung angelegt wurden, vom übrigen Gelände abzugrenzen und zu schützen, wurde ein Zaun gebaut. Für zwei weitere Getreidegruben auf dem Gelände gibt es jetzt auch eine Beschilderung.

Die neuen Zeiteninsel-Bewohner, sieben Schafe und zwei Ziegen, freuten sich über die belebte Insel, bekamen sie so doch viele Streicheleinheiten.

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Wir danken den vielen fleißigen Helfern für ihr Engagement und freuen uns jetzt schon sehr auf den nächsten gemeinsamen Arbeitseinsatz im Juni, dann hoffentlich bei genauso schönem Wetter!

Fotos: Sarah Fräßdorf

Arbeitseinsatz im April

Kein Scherz – auch am 1. Samstag im April trafen sich wieder Freiwillige auf dem Gelände der Zeiteninsel, um bei herrlichem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen an diversen Projekten zu arbeiten:

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Der Vier-Pfosten-Speicherbau für die Eisenzeit wurde weiter vorangebracht, in dem sogenannte „Kopfbänder“, die zur Queraussteifung zwischen einem horizontalen Balken und einem vertikal stehenden Holz eingesetzt werden, eingepasst wurden.

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Zwischen den beiden Materialcontainern wurde eine Überdachung angebracht, um zusätzlichen Stau- bzw. Arbeitsraum zu erhalten.

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Auf der Insel haben Aktive den Zaun zum neuen Garten fertig gestellt. Hierzu wurde Weidenschnitt auf die Insel gebracht und die verwendbaren Ruten herausgeschnitten und im Zaun miteinander verflochten.

Der Boden wurde mit einer dicken Schicht Mulch bedeckt, um wachsendem Unkraut das Licht zu nehmen. Im Herbst wird dann eine Gründüngung aufgebracht, damit der Garten im kommenden Jahr bepflanzt werden kann.

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Beim neu gebauten Lehmbackofen wurde die provisorische Überdachung abgebaut und mit dem Bau eines stabilen und dauerhaften Schutzdaches begonnen. Dafür mussten zunächst Löcher mit einem Erdbohrer gebohrt werden, um den Pfosten genügend Standsicherheit zu verleihen.

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In der Mittagszeit wurden die fleißigen Helfer wieder mit einer tollen Suppe und selbst gebackenem Kuchen verwöhnt. Die Mitglieder des gleichzeitig stattfindenden Workshops Nadelbinden (siehe Blogbeitrag) schlossen sich der Mittagsrunde an und es entstanden interessante Gespräche.

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Danach ging die Arbeit wieder gut voran und die letzten Helfer machten am späten Nachmittag Feierabend, in dem Wissen gut voran gekommen zu sein.

Wir danken allen Freiwilligen für ihren Einsatz – es war wieder einmal ein schöner und produktiver Arbeitstag.

Fotos: Anke Udelhoven

Workshop Nadelbinden

Was bedeutet Nadelbinden oder Naalbinding? Ist das erlernbar in zwei Tagen? Macht das Spaß? Lässt sich damit etwas anfangen?

Diesen drängenden Fragen stellten sich am vergangenen Wochenende fünf Frauen im Workshop Nadelbinden, geleitet von Peggy Meinert.

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„Naalbinding oder Schlingentechnik ist eine Technik zur Herstellung von textilen Flächengebilden mit Hilfe eines Fadens und einer Nadel“ weiß Wikipedia.

Archäologisch lässt sich das Nadelbinden bis in die Jungsteinzeit (Bastnetz, Schweden) zurückverfolgen, es ist eine alte Textiltechnik, die in vielen Bereichen der Welt bis heute ausgeübt wird.

Es ist möglich, dass sich Nadelbinden aus dem Knüpfen von Fischernetzen entwickelt hat.

Aus der Bronzezeit ist ein Frauenhemd aus Schweden bekannt, aus dem 1. Jh. Fäustlinge aus Schweden, aus dem 4. – 6. Jh. Socken aus Ägypten. Funde aus dem Mittelalter sind häufiger, vor allem aus Skandinavien.

Aus Deutschland wurden Textilien bis ins 16. Jahrhundert in größerem Umfang hergestellt, danach verschwand das Nadelbinden fast völlig.

Mit dieser Technik können Kleidungsstücke wie Handschuhe, Mützen, Socken aber auch Gebrauchsgegenstände wie Milchseier und Beutel hergestellt werden.

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Zur Herstellung wurden Nadeln aus Holz, Horn, Knochen oder Bronze verwendet, meist 5 – 8 cm lang, 3 – 10 mm breit, mit stumpfer Spitze und großem Öhr. Erste Funde von Nadeln sind 30 000 Jahre alt.

Die verwendeten Materialien zum Nadelbinden waren Schafwolle, Leinen oder Bast. Vorteil dieser Herstellungsmethode ist, dass keine Laufmaschen entstehen.

Nach dieser Einführung in die Geschichte des Nadelbindens ging es nun an die Praxis.

Es wurde zwischen Daumen und Zeigefinger eine „Brezel“ gebildet und mit der „Daumenfangmethode“ (eine Schlinge läuft über dem Daumen) Schlingen gebildet, dann entwickelt sich eine Reihe von Schlingen, in die wieder eingestochen werden kann.

Mit dieser Arbeit waren die Teilnehmerinnen dann mehr oder weniger den Rest des Tages beschäftigt.

Da gab so manches Aha-Erlebnis, wenn plötzlich die Koordination der Finger funktioniert hat.

Da am Samstag Arbeitseinsatz der Freiwilligen der Zeiteninsel war, konnten die Teilnehmerinnen des Workshops freundlicherweise am allgemeinen Mittagessen teilnehmen.

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Die Fortgeschrittenen konnten sich auch ihren Projekten widmen und sich bei Fragen Unterstützung durch die Kursleiterin holen.

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Sonntag trafen sich die Teilnehmerinnen erneut voll motiviert auf dem Gelände der Zeiteninsel und setzten sich bei schönstem Sonnenschein mit Blick auf den See nach draußen mit ihrer Handarbeit.

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So ging es entspannt zum nächsten Lernschritt, dem Herstellen einer „Rosette“ (Luftmaschenreihe, die zu einem Ring geschlossen wird), aus der dann eine Mütze gearbeitet werden konnte. So lernten die Teilnehmerinnen auch das Zunehmen von Maschen.

Die Zeit verging wie im Flug und schnell war klar – da heißt es dran bleiben.

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Alle Teilnehmerinnen hatten viel Spaß, das Wetter war gut und die Zeiteninsel im Frühling ist ein wunderbarer Anblick.

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Danke an Peggy Meinert für ihre Geduld. Eine Wiederholung ist gewiss.

https://de.wikipedia.org/wiki/Nadelbinden

http://www.ars-replika.de/1__Jahrhundert/1__Jh__Handwerk/Textilhandwerk/Nailbinding/nailbinding.html

Fotos: Meike Schuler

Grubenbrand durchgeführt

Auch in diesem Jahr trafen sich die Teilnehmer der Keramik-Workshops, um die hergestellte Keramik (wir berichteten Workshop Keramik der Rössener Zeit) zu brennen.

In diesem Jahr wollten wir einen Grubenbrand durchführen. Die Brenngrube war bereits vorhanden. Wir stellten nur einen Absatz in der Grubenwand wieder her, auf dem wir die getrocknete Keramik zum Vorwärmen aufreihen konnten. Dafür wurde zunächst in der Grube ein kontrolliertes Vorfeuer entfacht, das auf der Grubensohle ein Glutbett entstehen ließ. Der Wind blies beständig über unsere recht tiefe und geschützte Grube und ließ uns leicht die bereits entstandene Hitze in der Grube unterschätzen. So mussten wir das Glutbett noch eine ganze Weile abkühlen lassen, bevor die richtige Temperatur zum Einsetzen der vorgewärmten Keramik erreicht war.

Die rund 30 Gefäße wurden nun sorgfältig auf Steinen, alten Dachziegeln u. ä. über die Glut gesetzt, ohne mit dieser direkten Kontakt zu haben. Um wie bei den Originalfunden im Inneren eine dunkle Farbe zu erzielen, füllten wir viele der Gefäße mit Heu und verschlossen sie beim Einsetzen mit anderen Töpfen, da das Heu nicht verbrennen, sondern in den Gefäßen unter Sauerstoffmangel nur verschwelen sollte.

Nun wurde vorsichtig das Feuer aufs Neue entfacht und ganz langsam durch gut platziertes Holz beim Nachlegen als Feuerring in der Grube der Keramik angenähert.

Der Brand wurde so lange weiter gezügelt geführt bis die Farbe der Keramik sich änderte. Erst nach dieser mehrstündigen Aufheizphase legten wir das Brennholz schließlich auch vorsichtig zwischen und über die Gefäße, die nun direkt im Zentrum der Flammen der größten Hitze ausgesetzt wurden.

Wir wollten einen reduzierenden Brand durchführen, um eine Schwarzfärbung der Keramik zu erreichen. Daher wurde das Feuer über den nun glühenden Gefäßen mit Hilfe von Laub, Stroh, Grasschnitt erstickt. Nachdem sich starker Qualm entwickelt hatte, deckten wir die Grube mit einer Erdschicht ab.

Aus unseren Erfahrungen der letzten Brände heraus beschlossen wir diesmal noch länger zu warten, bis die Keramik abgekühlt war…und so wurde die Grube erst nach drei Tagen geöffnet.

Doch das Feuer hatte in den unbewachten Stunden nach dem Abdecken doch noch seinen Weg durch die Abdeckung gefunden und war noch einmal aufgeflammt. Durch dieses Nachbrennen waren in einigen Bereichen wieder sauerstoffreiche Flammen an die Gefäße gekommen und haben eine durchgehende Reduzierung des Brandes verhindert, wodurch die gewünschte vollständige Schwarzfärbung der Keramik zwar nicht durchgehend gelang, sie hat aber interessante Farbschattierungen erhalten.
Unsere Grube hat die Hitze nach dem Bedecken mit Erde noch so enorm gespeichert, dass die Stücke durch die lange Brenndauer sehr hart gebrannt waren.

Diesmal gab es zum Glück nur wenige Verluste, was uns sehr freut.

Nun müssen wir wieder in die Produktion gehen, damit wir auch im kommenden Jahr genügend Material für einen Brand haben – dafür haben wir uns als Ziel gesetzt, Erfahrungen mit einem Meilerbrand zu sammeln.

Text: Susanne Gütter / Meike Schuler-Haas  Fotos: Meike Schuler-Haas

 

Spinnen mit der Handspindel

Ziel dieses Workshops war die Herstellung einer eigenen Handspindel nach archäologischen Vorbildern der verschiedenen Zeiten, die auf der Zeiteninsel vertreten sind.

Die Kursleiterin Meike Schuler-Haas hatte einige Funde aus der Region mitgebracht, zuvor gefertigte Repliken und Fotos von archäologischen Funden.

Die Kursteilnehmerinnen konnten sich nun aussuchen nach welcher Vorlage sie ihre eigenen Spinnwirtel aus Ton herstellen wollten.

Im nächsten Schritt wurde der Umgang mit dem Material Ton erläutert und schon konnte es losgehen mit dem Kneten und Verarbeiten des Tons.

Wichtig bei der Herstellung von Wirteln ist die Gleichmäßigkeit der Form sowie die exakte Zentrierung des Loches für den Spinnstab, damit später keine Unwucht entsteht.

Die Teilnehmerinnen hatten an der Herstellung der Wirtel viel Freude und Elan, so dass am Ende des Tages vielfältige Formen mit unterschiedlicher Verzierung durch Muschelabdrücke u. ä. vorlagen.

 

Nachmittags wurde ein Feuer entzündet und die getöpferten Wirtel um das Feuer zum Trocknen platziert, um dann später in die Glut gestellt zu werden.

Am Ende wurde der Brand mit Erde abgedeckt, um dem Feuer den Sauerstoff zu entziehen. Dadurch sollte eine Schwarzfärbung der Keramik erzeugt werden.

Der zweite Tag unseres Workshops begann mit der Bergung der gebrannten Spinnwirtel aus dem Feldbrand. Der Brand war erfolgreich, nur drei wurden beschädigt und einer blieb verschollen.

Durch den, am Vorabend einsetzenden Regen, waren die Wirtel allerdings nicht genügend durchgebrannt, so dass wir sie erneut brennen mussten.

Nun ging es vor allem darum, Spinnstäbe zu schnitzen und diese an die verschiedenen Wirtel anzupassen. Dann wurden die Wirtel getestet auf ihren Schwung, ihre Lauffähigkeit und die Handhabung.

Wir haben viel gelernt und sind uns sicher, wir werden noch mehrere Spinnwirtel selbst herstellen und sind stolz auf unsere Unikate.