Arbeitseinsatz im November

Trotz der kühlen Temperaturen ließen sich die Freiwilligen auch im November nicht davon abbringen, gemeinsam auf dem Gelände der Zeiteninsel verschiedene Arbeiten zu verrichten. Gut gelaunt harkten die kleinen und großen Helfer das Stroh im Innenraum und im Außenbereich des Rössen-Hauses zusammen. Das nahm einige Zeit in Anspruch, doch die Zeiteninsulaner ließen sich davon nicht abschrecken. Die Dachdeckung des jungsteinzeitlichen Hauses ist mittlerweile fast abgeschlossen, die fehlenden Teile werden im kommenden Jahr durch Lindenbaumrinde gedeckt.

Einige Helfer schnitten längere Weidenzweige, die rings um die Insel wachsen. Diese wurden anschließend gebündelt und sollen im kommenden Jahr zum Flechten von Wänden dienen. Ein wenig Manpower erforderte das Hacken und Verräumen von Brennholz, das auf der Insel ja immer gut gebraucht werden kann.

Zur Mittagspause versammelten sich alle Aktiven im Holzhaus und hatten sich die große Familienpizza und den Kuchen wirklich verdient. Anschließend wurde fleißig bis in den Nachmittag hinein weiter gearbeitet, wobei sich die Sonne dann doch noch zeigte.

Ein großes Dankeschön an alle Beteiligten!

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Schulackerprojekt – Backtag

Vor knapp zwei Wochen war es soweit: Unser diesjähriges Schulacker-Projekt mit den Schülerinnen und Schülern der mittlerweile 4. Klasse der Grundschule Niederweimar fand mit dem gemeinsamen Backtag einen tollen Abschluss! Begleitet wurde es von den beiden Lehrerinnen Frau Janßen und Frau Schwarz.

Da die Ernte des Schulackers witterungsbedingt in diesem Jahr leider sehr mau ausfiel, verwendeten die Kinder zur Weiterverarbeitung in der Schule den Emmer, Einkorn und Dinkel, der im Rahmen des Projektes „Stadtacker“ in Gießen Ende August geerntet wurde. Sie scheuten keine Mühen: Nach dem Dreschen des Getreides wurde es anschließend mit Hilfe einer römischen Getreidemühle gemahlen.

Am Backtag, bei dem sich auch etliche Eltern eingefunden hatten, kneteten die Schülerinnen und Schüler aus dem selbstgemahlenen Mehl, sowie Wasser und Salz, einen Teig. Zugegebenermaßen war auch noch etwas gekauftes Emmer- und Dinkelmehl dabei, da die Menge sonst nicht ausgereicht hätte. Jeder durfte seinen eigenen Fladen formen, teilweise wurden diese sogar noch kunstfertig durch Eindrücke verziert. Für den Hunger zwischendurch gab es den Klassiker Stockbrot.

neu8Einige Kinder gingen dann unter der Anleitung der Biologin Astrid Wetzel auf die Insel, um hier frische Kräuter und Meerrettich zu sammeln. In Kombination mit Schmand ergab das einen leckeren Aufstrich. Bereits nach wenigen Minuten im Lehmbackofen waren die Fladen fertig gebacken und wurden von den Beteiligten unter großem Genuss verspeist.

Auch in diesem Jahr hat es uns wieder viel Freude bereitet, mit den Kindern und Lehrerinnen der Grundschule Niederweimar zusammenzuarbeiten.

Ein herzliches Dankeschön an alle Mitwirkenden!

Workshops der offenen Bronzezeitwerkstatt im August und September 2017

Im August und September fand am jeweils ersten Wochenende eine offene Bronzezeitwerkstatt statt. Sechs bzw. sieben Teilnehmer fanden sich zusammen, um die notwendigen Arbeitsschritte für die Erstellung sogenannter `verlorener Formen´ für einen Bronzeguss zu erlernen oder zu vertiefen. Dafür wurden zunächst portionierte Brocken aus Bienenwachs in der Nähe der Feuerstelle erwärmt und grob in Form geknetet, bevor die Modelle immer detaillierteren Bearbeitungen unterzogen werden konnten – ein äußerst inspirativer Prozess, bei dem sich manch einer seine Ideen erst mit den Händen erarbeitete.

Parallel konnten einige der Teilnehmer, die Lehmformen aus den Kursen des Vorjahres dabei hatten, diese im offenen Feuer brennen, um die Formen zu härten und den Wachs auszuschmelzen. Im Vorfeld der Workshops mussten die Wände des Ofens, der über den Winter recht marode geworden war, restauriert werden. Die aus Lehm gebrannte Lochplatte über dem Grund des Ofens wurde komplett ersetzt. Im Nachhinein hätte sich ein Neubau des Ofens aber als sinnvoller erwiesen.

An beiden Terminen war zunächst unklar, ob am ersten Tag bereits ein Bronzeguss stattfinden konnte, da ein recht kräftiger Wind aus Richtung des Dünsbergs wehte und Regenschauer drohten. Zudem hatten sich beim Septembertreffen Nacktschnecken im Zuluftschacht des Ofens einquartiert, die verhinderten, dass dieser seine benötigten Temperaturen erreichte. Die Suche nach der `Fehlerquelle´ strapazierte ein wenig die Nerven, sie konnte aber schließlich behoben werden.IMG_0437Als der Wind dann in den frühen Stunden der ersten Abende nachließ, wurde der Ofen kurzentschlossen in Betrieb genommen. Neue Schmelztiegel wurden eingebrannt und die ersten Bronzegüsse durchgeführt – mit Erfolg! Das Öffnen der bis auf Handwärme herunter gekühlten Formen war genauso wie das Gießen an sich ein Gruppenerlebnis der besonderen Art! Insgesamt wurden an den beiden Terminen über dreißig Bronzegüsse durchgeführt, von denen sich nur zwei als sogenannte Fehlgüsse herausstellten. Ob der Ofen jedoch weitere Gießaktionen mitmachen wird, bleibt zu bezweifeln. Er soll neu gebaut werden.

Was nun aussteht, ist das Nachbearbeiten der Ergebnisse durch Entgraten mit Hammer und Meißel, sowie durch Schleifen und Polieren mit geeigneten Flusskieseln und Flintsteinen. Wundervolle Heimarbeit für die Herbst und Winterzeit.

 

Text: Boris Potschka

 

„Steinzeitbienen“ bekommen neue Behausung!

Seit etwa einem Jahr gibt es das Projekt zur prähistorischen Bienenhaltung auf der Zeiteninsel (hier nachlesbar oder auf www.immenzit.de/archäoimkerei/projekt) und seit diesem Frühjahr beherbergt die Insel „Steinzeitbienen“. Zwei Kunstschwärme wurden vom Bieneninstitut in Kirchhain für das Projekt zur Verfügung gestellt und einer in einen hohlen Baumstamm nach neolithischem Vorbild einquartiert und der zweite in eine moderne Beute mit ähnlichen Außenmaßen.

Nachdem die Bienen den hohlen Baumstamm innerhalb von knapp vier Wochen komplett mit Wabenwerk gefüllt hatten, musste eine neue Behausung her. Gleichzeitig kann dadurch auch das Wachs und der Honig (wenn vorhanden) geerntet werden. Eine andere Möglichkeit der Ernte besteht bei dem hohlen Baumstamm ohne weitere Öffnungen oder Zugriffsmöglichkeiten nicht. Also musste das gesamte Volk den alten Baumstamm verlassen und wurde in einen neuen, größeren hohlen Baumstamm umgesiedelt.

IMG_1307Der alte Baumstamm folgte in seinem Volumen einem Fund von einem neolithischen Siedlungsplatz am Bodensee (Arbon Bleiche III) und erwies sich als mögliche Bienenbehausung. In Arbon Bleiche III wurden zwei hohle Baumstämme sehr unterschiedlicher Größe gefunden. Es lässt sich spekulieren, für welchen imkerlichen Einsatz der kleinere hier getestete Baumstamm evtl. genutzt werden konnte.

Am 04.07.2017 war es also so weit: Das Bienenvolk wurde in die neue Behausung umgesiedelt. Verschiedene Versuche des Treibens der Bienen mit Rauch schlugen fehl, so dass wir uns entschieden haben, den neuen Baumstamm an den Platz des alten zu stellen (Bienen fliegen wieder zu ihrem bekannten Wohnplatz und somit Einflugloch zurück) und die Waben der alten Behausung auszuschneiden. Die Waben wurden vorsichtig abgelöst und die ansitzenden Bienen in den neuen Bienenstock abgefegt. Die restlichen Bienen, die bei der Aktion z.B. aufgeschreckt wurden etc. kehren irgendwann zu ihrem alten bekannten Flugloch zurück, so dass sich das Volk nach und nach in der neuen Behausung einfand.

Es bedarf dabei Ruhe und Geduld und ein Quäntchen Glück, da es für diesen Vorgang wichtig ist, dass sich die Bienenkönigin in der neuen Behausung befindet und nicht ausgerechnet sie aus Versehen noch irgendwo zurückgelassen wurde. Bei unserer Aktion haben wir die Königin leider nicht gesehen, jedoch zeigte das Verhalten der Bienen an, dass wir sie mit großer Wahrscheinlichkeit im neuen Baumstamm einlogiert hatten.

Text: Sonja Guber

Emmer, Einkorn und Dinkel für die Zeiteninsel

Vor Kurzem fand eine ganz besondere Ernteaktion im Gießener Stadtpark Wieseckaue statt: Der Gießener Bioladen „Klatschmohn“ und das Gartenamt hatten hier im Rahmen des Kooperationsprojektes „Stadtacker“ auf drei kleinen Parzellen von insgesamt 750 m² die alten Getreidesorten Emmer, Einkorn und Dinkel ausgesät. Die angebauten Ur-Formen unserer modernen Getreidearten fanden bereits in der Jungsteinzeit Verwendung. Und daraus ergab sich die Verbindung zur Zeiteninsel, die ja auch die Kultivierung und Verarbeitung vorgeschichtlicher Nutzpflanzen zum Gegenstand ihrer Arbeit gemacht hat.

 

Ein 15-PS-Traktor zog den noch hervorragend funktionierenden Mähbinder aus dem Jahr 1956 zum Ernteeinsatz. Der schnitt und schnürte das Getreide auch gleich in handliche Bündel – die Garben – und legte sie seitlich ab. Die Maschinen haben freundlicherweise die Landtechnikfreunde aus Niederwalgern zur Verfügung gestellt und in Gang gesetzt. Wir haben die Garben anschließend auf die Zeiteninsel gebracht. Sie sollen hier in steinzeitlicher Manier bis zum Verzehr weiter aufbereitet werden. Das Stroh soll für verschiedene kleinere Dachdeckungs-Vorhaben verwendet werden. Mit dieser gelungenen Aktion haben sich die Niederwälger Landtechnikfreunde und die Zeiteninsel auch in Gießen ein Stück weit bekannter gemacht.

Text: Andreas Thiedmann und Sarah Fräßdorf

Richtfest Rössen-Haus

Am Nachmittag des 9. August 2017 war es nun soweit: Wir konnten bei herrlichem Sommerwetter gemeinsam mit den Zimmerleuten um Markus Loges und Claus Amarell und über 50 Gästen das Richtfest für das Rössen-Haus feiern! Mittlerweile ist es schon von weither zu sehen und beeindruckt nicht nur durch seine Größe.

P1050622Bis kurz vor Beginn des Richtfestes werkelten die sehr versierten Zimmermänner und -frauen im strahlenden Sonnenschein noch fleißig am Dach des Hauses weiter. Freiwillige schmückten den Richtbaum mit bunten Bändern, Zimmermann Erik befestigte ihn anschließend auf dem Dach. Dann standen Tische und Bänke mit bester Sicht auf die Baustelle und alles war für den Imbiss vorbereitet.

Für viele der allmählich eintreffenden Gäste war es sicherlich ein besonderer Moment, da sie seit langer Zeit die Entwicklung des Projekts begleiten.

Gegen 16:30 Uhr machten sich die 10 Zimmerleute bereit und sangen zunächst ein traditionelles Zimmermanns-Lied. Anschließend kletterten sie zum First hinauf, wo zunächst der Richtbaum gerade gerichtet wurde. Dann verlas Claus Amarell traditionsgemäß von ihm selbst zum gegebenen Anlass verfasste Verse, sehr zum Vergnügen der Zuschauer. Darin würdigte er zum einen die Besonderheiten der Baustelle inkl. schwankenden Wetterglücks und bedankte sich zum anderen für die fortwährende Unterstützung seines Teams während der nun fast achtwöchigen Bauzeit.

Ab und an unterbrach Claus seine Rede, um mit den Kollegen reihum einen kräftigen Schluck aus dem Tonbecher zu nehmen. Dieser Becher wurde zum Schluss vom Dach geworfen und zerbrach, womit der Segen für das Haus gesichert werden soll. Von Seiten des Bauherrn und der Projektleitung dankten Bürgermeister Peter Eidam und Andreas Thiedmann dem Zimmererteam für ihren unermüdlichen Einsatz und die ausgezeichnete handwerkliche Leistung sowie die gute Abstimmung unter allen Beteiligten.

Beim anschließenden Richtschmaus waren sich bei zünftigem Rehgulasch und stilgerechtem „Emmer-Bier“ alle einig: Die Zimmerleute hatten trotz teilweise schwieriger Wetterbedingungen sehr gute und schnelle Arbeit geleistet und es war eine gelungenes erstes Richtfest auf der Zeiteninsel.

In den kommenden Wochen folgt nun noch die Fertigstellung des Rohbaus, dann die teilweise Dacheindeckung mit Langstroh. Die endgültige Fertigstellung ist im nächsten Jahr zu erwarten. Wir werden im Blog darüber berichten!

 

 

 

Archäologisches Langzeitexperiment auf der Zeiteninsel II

Seit Oktober 2016 lagert auf der Zeiteninsel Gerste in Vorratsgruben. Auf dem Gelände wurden insgesamt sechs Speichergruben angelegt. Informationen zum kulturhistorischen Hintergrund, dem Experimentaufbau und den Fragestellungen finden sich im Blogbeitrag vom 13.01.2017 und auf der Seite des Vorgeschichtlichen Seminars Marburg.

Nachdem nun acht Monate seit der ersten Einlagerung vergangen sind, wurde am 07.07.2017 eine erste Grube wieder geöffnet. Abweichend von der ursprünglichen Konzeption wurde der Entschluss gefasst, die Grube nicht archäologisch auszugraben und somit zu zerstören, sondern das Getreide wieder einzufüllen. Anhand dessen soll im nächsten Jahr überprüft werden, inwiefern sich eine zwischenzeitliche Öffnung negativ auf das Lagergut auswirkt.

Zunächst erfolgte die Lokalisierung der Grube. Die Öffnung und Probenentnahme nahmen ca. 30 Minuten in Anspruch. Im oberen Bereich der Verfüllung wurde eine stark komprimierte Zone aus Getreide festgestellt, die manuell nur schwer zu beseitigen war. Hier war auch die Erdvermischung am stärksten. Der nach dem Erdkontakt erwartungsgemäß stark biogen veränderte Randbereich war ebenfalls deutlich ausgeprägt und gut nachzuvollziehen.

01_Randbereich

Im weiteren Verlauf der Grube wurde mit einem Gefäß die wie locker eingeschüttet liegende Gerste ausgeschöpft und seitlich gelagert.

Der Kegelstumpf war an seinem Beginn in seiner Form stark eingeschränkt, die biogen veränderte Schicht stärker ausgeprägt als im Hals der Grube.

04_BlickKegelstumpf

Mit zunehmender Tiefe war der Kegelstumpf besser abgebildet und mehr Getreide erhalten. Es war nicht möglich, den Grubenboden zu erreichen, ohne den Halsbereich der Grube zu zerstören. Hierauf wurde aus oben genannten Gründen verzichtet.

Bereits im oberen Drittel der Grube machte sich ein mäßig starker, an Silage erinnernder Geruch bemerkbar. In der biogen veränderten Randschicht wurden zudem dunklere Partien oder auch mit weißlichen Verfärbungen überzogene Teile sichtbar. Hierbei könnte es sich um Schimmel handeln, die Laboranalysen sollten hierzu Klarheit verschaffen.

Insgesamt wurden 11 Proben aus dem Getreide entnommen. Diese verteilen sich auf verschiedene Partien des Randbereichs und der Mitte der Grubenfüllung, also dem erhaltenen und dem biogen beeinträchtigten Bereich. Zehn der Proben wurden an das Institut für Phytopathologie der Justus-Liebig-Universität Gießen übersendet, wo Prof. Dr. Karl-Heinz Kogel als Projektpartner gewonnen wurde. Hier soll der Befall mit Pilzen und Bakterien untersucht werden. Eine Probe des Getreides wurde an das Hessische Landeslabor, Fachgebiet IV.4 Futtermittel, Saatgut und Düngemittel und Dr. Elke Nitschke übersendet. Hier wird die Keimfähigkeit des eingelagerten Getreides überprüft.  Als vorläufiges Ergebnis der ersten Öffnung ist festzuhalten, dass erfreulich viel Getreide erhalten geblieben ist. Die Beeinträchtigung durch Schimmelpilze ist zumindest im Inneren der Grube optisch nicht bemerkbar. Die Gerste gleicht der im Herbst 2016 eingefüllten und scheint ohne Einschränkungen weiter nutzbar zu sein.

Wir sind gespannt auf die Ergebnisse des nächsten Frühjahrs!

Text und Fotos: Dr. Daniel Scherf, Vorgeschichtliches Seminar der Philipps-Universität Marburg

Architektenwettbewerb Besucherzentrum

Wieder ist eine Etappe auf dem Weg zur Realisierung der Zeiteninsel erreicht: Anfang Juni wurde der im Vorjahr gestartete Architekten-Wettbewerb für das Besucherzentrum mit der Kür von zwei Preisträgern abgeschlossen!

18 Architekturbüros, darunter sogar einige aus dem europäischen Ausland, hatten sehr unterschiedliche und teils sehr interessante Entwürfe eingereicht. Daraus wählte das Preisgericht unter anonymen Bedingungen zwei Preisträger aus, die nach dessen Meinung die gestellte Aufgabe am Besten erfüllten.

Das Stuttgarter Büro Birk, Heilmeyer und Frenzel erhielt den 1. Preis für seinen Entwurf einer langgestreckten Holzpalisadenkonstruktion, deren spitz zulaufende Schenkel sich wie zwei Uhrzeiger zum Museumsgelände öffnen und hinter deren Fassade sich das eigentliche Gebäude verbirgt.


Den 2. Preis erkannten die Preisrichter den TRU Architekten aus Berlin zu mit ihrem nicht minder gelungenen Entwurf eines kompakten, ebenfalls holzverkleideten Bauwerks auf Z-förmigem Grundriss mit einem alles überragenden Aussichtsturm.

Beide Entwürfe erscheinen als gelungene Kompositionen und würden sich harmonisch in das Gesamtbild Zeiteninsel einfügen. Jedoch kann nur der erstplatzierte Entwurf nun auch zur Umsetzung gelangen und in den kommenden Monaten planerisch ausgearbeitet werden. Dabei sind noch viele Fragen zu lösen, die die museale Alltagstauglichkeit und einen wirtschaftlichen Betrieb des Gebäudes gewährleisten sollen. Dann wird sich der Weg zur baulichen Umsetzung hoffentlich baldmöglichst weiter öffnen!

Architektenwettbewerb Besucherzentrum

Wieder ist eine Etappe auf dem Weg zur Realisierung der Zeiteninsel erreicht:

Anfang Juni wurde der im Vorjahr gestartete Architekten-Wettbewerb für das Besucherzentrum mit der Kür von zwei Preisträgern abgeschlossen!

18 Architekturbüros, darunter sogar einige aus dem europäischen Ausland, hatten sehr unterschiedliche und teils sehr interessante Entwürfe eingereicht. Daraus wählte das Preisgericht unter anonymen Bedingungen zwei Preisträger aus, die nach dessen Meinung die gestellte Aufgabe am Besten erfüllten.
Das Stuttgarter Büro Birk, Heilmeyer und Frenzel erhielt den 1. Preis für seinen Entwurf einer langgestreckten Holzpalisaden-Konstruktion, deren spitz zulaufende Schenkel sich wie zwei Uhrzeiger zum Museumsgelände öffnen und hinter deren Fassade sich das eigentliche Gebäude verbirgt.


Den 2. Preis erkannten die Preisrichter den TRU Architekten aus Berlin zu, mit ihrem nicht minder gelungenen Entwurf eines kompakten, ebenfalls holzverkleideten Bauwerks auf Z-förmigem Grundriss mit einem alles überragenden Aussichtsturm.


Beide Entwürfe erscheinen als gelungene Kompositionen und würden sich harmonisch in das Gesamtbild Zeiteninsel einfügen. Jedoch kann nur der erstplatzierte Entwurf nun auch zur Umsetzung gelangen und in den kommenden Monaten planerisch ausgearbeitet werden. Dabei sind noch viele Fragen zu lösen, die die museale Alltagstauglichkeit und einen wirtschaftlichen Betrieb des Gebäudes gewährleisten sollen. Dann wird sich der Weg zur baulichen Umsetzung hoffentlich baldmöglichst weiter öffnen!

Baubeginn Rössenhaus

Seit Mitte Juni wird gebaut auf der Zeiteninsel!

Endlich ist es soweit, dass die erste Baumaßnahme eines Rekonstruktionsbaus angelaufen ist: Das Langhaus der Rössener Kultur in der Station „Jungsteinzeit“ wurde begonnen!

Das Modellgebäude wird nicht als archäologisches Experiment, sondern mit sowohl traditionellen wie modernen Werkzeugen und Hilfsmitteln errichtet, deren Spuren aber am fertigen Bau nicht mehr zu sehen sein werden. Es muss ja auch den baurechtlichen Anforderungen an ein öffentlich begehbares Gebäude gerecht werden.

Bereits kurz vor den Steinzeittagen am 17.-18.Juni war der Baugrund planiert und die Gruben für die tragenden Pfosten ausgehoben worden. Um da schon den Besuchern die Dimensionen anzuzeigen, hatten wir Holzlatten in die Pfostengruben gestellt; aber nun müssen wir feststellen, dass dies nur eine schwache Andeutung war, die von der Realität des inzwischen errichteten Kerngerüsts deutlich übertroffen wird.

Das Team der, in diesem Metier versierten Zimmerleute um Markus Loges und Claus Amarell, hat in Windeseile den tragenden Ständerbau aufgerichtet, die Dachsparren aufgebracht und nun wird bereits die Außenwandkonstruktion eingebaut.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Das Richtfest soll im August gefeiert werden und dann werden sich der Innenausbau und vor allem die Dacheindeckung anschließen.

Bis zum Herbst soll das Haus soweit unter Dach und Fach sein.

Wir werden in unregelmäßigen Abständen berichten!