Start des Schulackerprojekts in 2019

Vor wenigen Wochen fiel der Startschuss für das diesjährige Schulackerprojekt, das bereits seit 2014 in Kooperation mit der Grundschule in Niederweimar auf der Zeiteninsel durchgeführt wird. Im Rahmen einer Doppelstunde im März erhielten die beiden dritten Klassen einen ersten Einblick in den Alltag der steinzeitlichen Bauern. Wann begannen die Menschen eigentlich damit, Getreide anzubauen und was brachte diese grundlegende Änderung in der Lebensweise mit sich? Welche Getreidesorten haben die Bauern angepflanzt und wie haben sie die Ernte weiterverarbeitet? Die Schülerinnen und Schüler waren schon im Klassenzimmer mit viel Interesse dabei und freuten sich nach der Einführung sehr darauf, ihr eigenes kleines Feld auf der Zeiteninsel bestellen und pflegen zu dürfen.

Im April war es dann soweit: es wurde fleißig Unkraut gezupft, der Flechtwerkzaun erneuert und mit viel Man- und Womanpower umgegraben. Es bildete sich anschließend eine Nacktgerste-, eine Emmer- und eine Einkorngruppe, die in vorher abgeteilten Bereichen auf dem Feld die Körner aussähten. Zwischendrin war Zeit für eine Pause und die Erkundung des langsam wieder erblühenden Zeiteninsel-Geländes.

In den kommenden Monaten werden die Kinder ihren Acker pflegen, regelmäßig gießen und Unkraut entfernen. Im Spätsommer stehen dann die Ernte und die Verarbeitung des Getreides in der Schule an. Wir berichten wieder!

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Veranstaltungsprogramm 2. Halbjahr 2019

Das Veranstaltungsprogramm für den Zeitraum August bis Oktober 2019 steht und ab sofort können Sie sich für die unterschiedlichen Angebote anmelden! Hierfür gibt es zwei Möglichkeiten: Sie können das Anmeldeformular, das dem Programm beigefügt ist, nutzen und dieses an folgende Adresse senden: Zeiteninsel – Archäologisches Freilichtmuseum Marburger Land eG, Alte Bahnhofstr. 31, 35096 Weimar/Lahn. Oder Sie schreiben uns eine Email mit den nötigen Informationen an info@zeiteninsel.de.

Hier kann der Flyer runtergeladen werden:

Kursprogramm zweites Halbjahr 2019

Es finden wieder zwei Bronzewerkstätten statt (Achtung, anders als im Kursprogramm angekündigt am 31. August und 1. September und nicht am 10. und 11. August! außerdem am 21. und 22. September), eine Kräuterwanderung (10. August) und eine Themenführung zur prähistorischen Imkerei (15. September). Dazu passend ist für die Bienenfreunde im Oktober auch gleich ein Rutenstülperbau-Kurs geplant (12. und 13. Oktober). Unser letztes Kursangebot in diesem Jahr ist zugleich auch eine Premiere: Am 19. bzw. 20. Oktober gibt es erstmals ein jeweils eintägiges Angebot zum Thema Schmieden.

Hier ist sicher für Jede/n etwas dabei!

 

 

Kommen Sie am 25. und 26. Mai mit auf eine Reise in die Bronze- und Eisenzeit! 

Wir laden Sie herzlich zu einem Wochenende auf die Zeiteninsel nach Weimar-Argenstein ein, das ganz im Zeichen dieser spannenden Epochen stehen soll. Es erwarten Sie zahlreiche Darstellende, die ein buntes Programm mit vielen Mitmachaktionen und Vorführungen vorbereitet haben. Jeweils von 10-18 Uhr erfahren Sie, wie die metallzeitlichen Handwerker bei der Bronze- und Eisenverarbeitung vorgegangen sind, lauschen den Klängen einer bronzezeitlichen Lure, probieren sich im Pfeil- und Bogenschießen, werfen einen Blick in den eisenzeitlichen Kleiderschrank und vieles mehr!kleinFür das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Der Eintritt kostet für Erwachsene 5 Euro; für Kinder 2,50 Euro und für Familien 10 Euro.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

Ein zunächst winterlicher Arbeitseinsatz

Wie an jedem ersten Samstag im Monat trafen sich die Aktiven der Zeiteninsel um 10 Uhr zu einem gemeinsamen Arbeitseinsatz auf dem Gelände.
Da es in der Nacht geschneit hatte, stand das gemeinsame Arbeiten zunächst auf der Kippe. Die Freiwilligen ließen sich davon nicht abschrecken und trafen sich, natürlich warm eingepackt, und legten sofort los.

Im germanischen Wohnstallhaus der römischen Kaiserzeit ging es, wie bereits beim letzten Arbeitseinsatz, um das Flechten der Wände mit Weidenruten. Hier standen vor allem die Wände im Zwischenboden im Fokus, während die Front des Hauses schon einmal für das geplante Flechtwerk vorbereitet wurde.

Im Bereich des Rössener Hauses war eine Gruppe damit beschäftigt, den Innenraum des Hauses „wohnlicher“ zu machen: Hier wurde eine Lagerstätte aus Holz gesägt und gezimmert. Baumstämme wurden gespalten und zugerichtet, um eine Auflage für Bretter zu bekommen. Vielleicht ist das „Bett“ bereits zur Veranstaltung fertig gestellt? Wir werden sehen.

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In Vorbereitung auf unsere Veranstaltung „Geschichte(n) erleben – in der Bronze- und Eisenzeit“ am Wochenende vom 25. und 26. Mai errichtete ein Team den Windschutz auf der mittelsteinzeitlichen Insel wieder neu. Die Beteiligten bauten ein Gestell aus Weidenruten, um anschließend eine Dachdeckung aus Rinde anzubringen.

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Ebenfalls in Vorbereitung auf die Veranstaltung wurde an der Rennofenstation damit begonnen, Lehmziegel herzustellen. Hier soll wieder ein Rennofen zur Darstellung der Eisenverhüttung errichtet werden. Sie dürfen gespannt sein.

Zum ersten Mal in diesem Jahr nutzen wir eine kleine Ackerfläche, um dort zum einen heimische Kräuter und Blumen als Weide für unsere Zeiteninsel-Bienen auszusäen, zum anderen sollen hier Kräuter und Pflanzen wachsen, die es zur Zeit der Germanen gegeben hat. Es ist ein kleines Experiment und bis zur Veranstaltung werden hoffentlich schon die ersten Pflanzen zu sehen sein.

Auch an diesem ersten Samstag des Monats fanden sich Interessierte zu einer offenen Führung um 11 Uhr zusammen. Sie konnten den Baufortschritt und die Vorbereitungen zur Veranstaltung in Augenschein nehmen und sich über das Museumsprojekt informieren.

Nachdem tagsüber doch recht angenehme Arbeitstemperaturen herrschten, kam nachmittags eine derartig schwarze Wolke über den Himmel gezogen, die uns ein klares Signal gab: jetzt ist Feierabend. Wir haben natürlich auf die Natur gehört und nach einem schönen gemeinsamen Arbeitstag den Feierabend angetreten.

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Ein Dank an alle freiwilligen Helferinnen und Helfer für ihren Einsatz. Bis zum nächsten Mal am 1. Juni!

Text und Fotos: Meike Schuler-Haas

Ein frühlingshafter Projekttag mit der Lebenshilfe im April

Wie im vergangenen Jahr haben uns wieder Kinder und Jugendliche, die im Rahmen des Osterferienprogrammes der Lebenshilfe Marburg zu uns gekommen sind, besucht. Sie interessierten sich vor allem für die Zeiteninsel-Bienen. Anhand der beiden Bienenvölker und unter fachkundiger Anleitung von Archäoimkerin Dr. Sonja Guber erfuhren die neun Teilnehmenden auf anschauliche Art und Weise viel Wissenswertes. Es konnte auch etwas Honig genascht werden.

Anschließend wurden „Süßigkeiten auf Steinzeitart“ hergestellt: Aus Honig und geriebenen Haselnüssen entstand nach dem Backen über der Feuerstelle Krokant. Außerdem gab es das allseits beliebte Stockbrot, das mit großem Genuss und mitgebrachten Dips verspeist wurde. Zum Abschluss konnte jede/r noch eine Kerze aus Bienenwachs formen.

Auch in den Sommerferien werden wir wieder Besuch von der Lebenshilfe bekommen. Vielleicht gibt es hier ja ein Wiedersehen mit einigen Beteiligten. Wir freuen uns schon sehr darauf!

Ein Samstag im April…

Am ersten Samstag diesen Monats war es wieder soweit: ein gemeinsamer Arbeitseinsatz der Aktiven auf der Zeiteninsel fand, wie jeden ersten Samstag im Monat, statt.

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Im Fokus stand diesmal das Germanische Wohnstallhaus der Römischen Kaiserzeit.
Die grundlegenden Bauarbeiten, die durch eine externe Firma erfolgten, sind abgeschlossen und nun beginnt die Arbeit der Freiwilligen.

Die in den letzten Arbeitseinsätzen (Link) geschnittenen Weidenruten wurden nun verwendet, um Außen- und Zwischenwände des Hauses mit Flechtwerk zu versehen. Dieses Flechtwerk dient als Unterkonstruktion für den Lehmbewurf, der auch noch in diesem Jahr erfolgen wird. Diese Lehmflechtwände finden sich bis heute in Fachwerkgebäuden in unserer Region. Es ist eine Methode, die erfolgreich im Hausbau seit tausenden von Jahren verwendet wird.

Die Weidenruten wurden auf eine passende Größe gekürzt und dann zwischen die senkrechten Holzstaken verflochten. Wichtig ist es hierbei, einen gewissen Abstand zwischen den einzelnen Ruten einzuhalten, damit der Lehm Platz genug hat, um haften zu bleiben. Wenn die Abstände jedoch zu groß werden, fällt der Lehm durch und haftet nicht. Unsere Freiwilligen hatten den Dreh schnell heraus und bis zum Nachmittag waren schon viele Wände mit Flechtwänden versehen.

Eine andere Gruppe widmete sich der Unterkonstruktion des germanischen Hauses.
Unterhalb der Bohlenwände wurde noch eine Steinschicht angebracht. Diese dient zur Stabilisierung und dem Schutz des Holzes vor Feuchtigkeit im Boden.
Hier wurden Steine genau unter die Holzwände eingepasst, wie in einem Puzzle.
Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen.

Interessierte Besucher nahmen bei diesem schönen Wetter auch gerne die Gelegenheit zu einer offenen Führung wahr. Diese findet immer am ersten Samstag im Monat um 11:00 Uhr statt.
Eine Kollegin des Zeiteninsel-Teams führte die Interessierten durch alle Zeitstationen und erklärte auch den Baufortschritt im Bereich der Zeitstation der Germanen der Römischen Kaiserzeit.

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In einigen Stationen fanden auch schon vorbereitende Arbeiten für die Großveranstaltung „Geschichte(n) erleben… in der Bronze- und Eisenzeit“ statt. So wurden u. a. Lehmsteine für einen neuen Rennofen hergestellt.

Nachmittags wurde wieder ein Feuer entzündet, zum ersten Mal in diesem Jahr unter freiem Himmel und gemeinsam gegrillt und untereinander ausgetauscht.

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Am Ende des Tages war wieder ein weiteres Etappenziel erreicht dank des großen Engagements der Freiwilligen.

Es bleibt nur noch Danke zu sagen für den tollen gemeinsamen Einsatz.
Wir freuen uns schon auf den ersten Samstag im Mai.

Wer sich für eine aktive Mitarbeit auf der Zeiteninsel interessiert, kann gerne einfach am ersten Samstag im Monat ab 10:00 Uhr zum Gelände der Zeiteninsel kommen.

Text und Fotos: Meike Schuler-Haas

Arbeitseinsatz März 2019

Am ersten Samstag im März trafen sich wieder Freiwillige auf dem Gelände der Zeiteninsel, um gemeinsam auf dem Gelände zu arbeiten.

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Leider war das schöne sonnige Frühlingswetter wieder vorbei, doch das hielt die Aktiven nicht davon ab, sich den gestellten Aufgaben zu widmen.

Eine Gruppe kümmerte sich, wie schon beim letzten Arbeitseinsatz, um das Vorbereiten der Weidenruten. Diese werden für die Flechtwerkwände in den beiden neuen Gebäuden der frühen Germanen, die in der Zeitstation „Römische Kaiserzeit“ stehen, benötigt. Da auf dem Gelände der Zeiteninsel viele Weiden wachsen, gab es in diesem Bereich sehr viel zu tun.

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Eine weitere Gruppe hatte sich ihren Arbeitsplatz im Trockenen gesucht: sie beschäftigten sich mit dem Ebnen des Bodens im Wohnstallhaus der Römischen Kaiserzeit. Hier wurde mit Hacken und Rechen versucht, den Lehmboden eben zu machen, eine Arbeit, die durch im Boden befindliche Steine erschwert wurde. Da die Erde hier außerdem schon ziemlich festgetreten ist, war hier Muskelkraft gefordert.

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Auch an diesem kühlen bewölkten Tag nahmen mehr als 10 Personen das Angebot der offenen Führung wahr und ließen sich den aktuellen Baufortschritt und die Vorhaben des Museumsprojektes ausführlich schildern. Wir freuen uns immer wieder sehr über das Interesse an der Zeiteninsel.

Mit dem Schnitt der Zeiteninsel-Apfelbäume war eine weitere Gruppe beschäftigt. Die Bäume waren seit längerem nicht gepflegt worden und so war das Schneiden der Äste zeitaufwändig.

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Immerhin einen Baum konnten wir fertig schneiden, in der Hoffnung auf eine gute Apfelernte in den nächsten Jahren für die Zeiteninsel-Apfelsaft Produktion.

Durch den Astschnitt und die Reste der Weidenruten wächst unser Haufen für das geplante Osterfeuer immer weiter an. Wir freuen uns schon darauf!

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Wir danken allen Aktiven, die mit ihrem Einsatz erneut dazu beigetragen haben, dass es auf der Zeiteninsel vorangeht.

Bis zum nächsten Arbeitseinsatz am 6. April ab 10 Uhr!

Text und Bilder: Meike Schuler-Haas

Arbeitseinsatz im Februar 2019

Der erste Zeiteninsel-Arbeitseinsatz in diesem Jahr fand am vergangenen Samstag statt. Zehn dick eingepackte Aktive ließen sich auch von den winterlichen Temperaturen nicht abschrecken und fanden ihren Weg auf das Museumsgelände. Für viele war es das erste Wiedersehen nach der Winterpause.

Auf der Prioritätenliste ganz oben stand das Schneiden und Bündeln von Weidenzweigen. Die Zweige können wir für die Umsetzung vielfältiger Projekte gut gebrauchen: Zur Herstellung der Flechtwerkwände in den einzelnen Gebäuden und zur Anfertigung von Körben und Bienenbehausungen eignet sich dieses Material hervorragend. Es bildeten sich mehrere Grüppchen und das Schneiden und Sortieren der Zweige begann. Zwischendurch konnten wir die fortschreitenden Bauarbeiten am frühgermanischen Gehöft bewundern.

Zudem haben die Zimmerleute nun auch mit dem Bau des Nebengebäudes begonnen. Erste Pfosten sind bereits in den Boden eingetieft.

Zur Mittagszeit kamen alle im jungsteinzeitlichen Rössen-Haus zusammen. Traditionsgemäß wurde gegrillt und gemütlich beisammen gesessen. Anschließend banden die Aktiven frisch gestärkt dicke Weidenzweigbündel, die nun zum Trocknen an der Wand des Rössen-Hauses lehnen.

Den Teilnehmenden ein großes Dankeschön für ihr Engagement!

Der nächste Arbeitseinsatz ist für den 2. März ab 10 Uhr geplant. Interessierte, die uns kennenlernen möchten, sind hierzu herzlich willkommen!

 

Veranstaltungsprogramm für das erste Halbjahr 2019 ist online!

Auch in 2019 können Sie sich im Rahmen unseres Veranstaltungsprogrammes wieder vielfältig mit den verschiedenen Aspekten des Lebens in der Vorgeschichte beschäftigen. Neben zwei Bronzewerkstätten, einem Töpfer- und Brettchenwebenkurs, einem Angebot zum Thema Färben mit Pflanzen und zur Herstellung von Gefäßen aus Naturmaterialien wird es erstmals auch einen Nachmittag geben, der sich an Kinder ab 8 Jahren und eine Begleitperson richtet. Die Teilnehmenden machen sich auf eine spannende Reise in die Steinzeit und erfahren unter anderem, wie die Menschen vor Jahrtausenden auf Mammutjagd gegangen sind.

Die Termine können Sie dem Flyer entnehmen: veranstaltungsprogramm 19-1

Dieser liegt vielerorts aus, u. a. in der Tourist-Information und der Stadtbücherei in Marburg, kann aber auch online auf der Zeiteninsel-Homepage http://www.zeiteninsel.de/ eingesehen werden.

Anmelden kann man sich entweder mit dem Anmeldeformular, das dem Flyer beigefügt ist oder auch per Email an info@zeiteninsel.de.