Welches Kräutlein wächst denn da?

Dieser Frage stellten sich die Teilnehmer der Kräuterwanderung auf der Zeiteninsel am vergangenen Sonntag.

Wenn im Frühling die Natur förmlich explodiert und wir uns nach der langen Winterpause nach frischen Kräutern sehnen, fühlen wir uns den Menschen der Vergangenheit, die ohne Ganzjahresangebot durch Supermärkte lebten, eng verbunden.

Auch auf dem Gelände der Zeiteninsel haben sich in den letzten Jahren viele essbare Kräuter, aber auch Färbepflanzen und Heilkräuter angesiedelt, die nun gesucht und geerntet werden sollten.

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Die Biologin Dr. Astrid Wetzel hatte großformatige Fotos der zu sammelnden Kräuter vorbereitet und an jeden Teilnehmer ein Foto mit einer Pflanze verteilt. Sie stellte die Aufgabe, die jeweilige Pflanze auf dem Gelände zu finden und zu ernten.

Zu jeder Pflanze wurde der Name „abgefragt“ und ihre  Bedeutung erklärt.

Dann ging es los und alle schwärmten aus. Die Teilnehmer mit Ortskenntnis hatten die Brennnesseln und den kleinen Wiesenknopf schnell gefunden, aber es gab auch Kräuter, die etwas kleiner und unauffälliger sind. Da fiel die Suche und Bestimmung schon schwerer.

Nachdem die Kräutersucher mit dem Spaten noch Meerrettich und wilde Möhre geerntet hatten, trugen  sie alle Kräuter nach Sorten zusammen und besprachen sie  gemeinsam. Es ging vor allem darum, welche Teile der Pflanze verwendet werden können und wie die unterschiedlichen Kräuter riechen bzw. schmecken.

Interessant war es zu sehen, dass der Standort der jeweiligen Pflanze eine große Auswirkung auf ihr Aussehen hat. So kann dieselbe Pflanze sehr unterschiedlich aussehen, wie am Beispiel der Vogelmiere zu erkennen war.

Es wurden alle Kräuter gemeinsam bestimmt, außerdem behandelte Astrid Wetzel noch weitere Pflanzen, die auf der Zeiteninsel wachsen und andere Verwendungsmöglichkeiten bieten. Danach ging es an die Verarbeitung der gesammelten Kräuter. Die Teilnehmer hackten – durch einen kurzen Gewitterguss unterbrochen – die Kräuter fein und verarbeiteten sie zu köstlichen Smoothies mit Kokosmilch oder zu Kräuterquark und Pesto.

Das Ergebnis war sehr lecker und nachdem der Regen sich verzogen hatte, saßen alle  noch lange beisammen und genossen die wärmende Frühlingssonne.

Vielen Dank an Dr. Astrid Wetzel – wir haben wieder viel gelernt.

Wie stellten die jungsteinzeitlichen Bauern vor 4500 Jahren ihre Keramikgefäße her?

Mit dieser Frage beschäftigten sich am vergangenen Wochenende die Kursteilnehmer des Workshops „Keramik der Rössener Zeit“ unter der Anleitung von Archäo-Technikerin Susanne Gütter.

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Nach einer kurzen Einführung präsentierte Susanne Gütter neben Repliken auch Originalfunde aus der Rössener Zeit, die bei Ausgrabungen im Lahntal gefunden wurden. Anhand der Scherben erklärte Frau Gütter anschaulich, wie die Menschen in der Jungsteinzeit den Ton aufbereiteten, die Keramik aufbauten und auf welche Art und Weise sie diese verzierten.

Die Teilnehmer konnten sich anschließend überlegen, welche Art von Gefäßen sie herstellen wollten, denn danach richtete sich die Vorbereitung des Tons mit der entsprechenden Magerung mit Sand und / oder gemahlenem Quarzgrus, welcher natürlich erst hergestellt werden musste.

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So lernten die Beteiligten den kompletten Herstellungsprozess bis zum fertigen Gefäß kennen und schärften ihren Blick für die Beschaffenheit der gefundenen Gefäßscherben.

Nachdem der Quarzgruß mit Schiebemühlen fein gemahlen worden war, wurde dieser mit Sand und Ton vermischt und untergearbeitet.

Mit Abschluss dieser ersten Herstellungsschritte  konnten sich die Keramikinteressierten vorbereitete Zeichnungen von Gefäßen anschauen und mit der Fertigung von Schüsseln, Kumpfen, Töpfen usw. beginnen.

Die Herstellung der Gefäße erfolgte in der Technik der „Aufbaukeramik“. Diese beinhaltet, dass das Gefäß bzw. die Gefäßwandung durch  gleichmäßig geformte Rollen, die angelegt und dann miteinander verstrichen werden, entsteht. Um dem Ton etwas Stabilität zu geben, kann zu Beginn in einer Form gearbeitet werden.

Die Teilnehmer merkten schnell, wie sehr die Witterung den Prozess der Keramikherstellung beeinflusst, denn bei sonnigem und windigem Wetter trocknet der Ton sehr schnell aus und verändert seine Beschaffenheit. Daher muss er zügig bearbeitet und zwischendurch immer wieder mit Wasser angefeuchtet werden.

Diese Temperaturschwankungen führten letztendlich zu Rissen in den Gefäßen, also wurde  bereits am ersten Tag die Werkstatt von draußen ins Innere des Holzhauses verlegt.

Zum Ende des ersten Kurstages hatte jeder bereits mindestens ein Gefäß hergestellt.

Glücklicherweise beruhigte sich am zweiten Kurstag  das Wetter, so dass zunächst wieder draußen an der frischen Luft gearbeitet wurde. Nun begann bei den meisten der „Feinschliff“:

Die hergestellten Gefäße mussten mit Hilfe von glatten Steinen poliert und / oder mit komplizierten Strich- und Stichmustern nach Originalfunden verziert werden.

Dazu suchten sich die Beteiligten  Werkzeuge wie Knochen, Muscheln, Steinklingen oder Hölzchen heraus, die in etwa den Mustern der Originale glichen.

Am Ende des zweiten Tages war eines klar – die Menschen der Jungsteinzeit hatten bereits ein hohes Niveau der Keramikherstellung erreicht. Den Kursteilnehmern hat es sehr viel Freude gemacht, die einzelnen Schritte der Herstellung eines Keramikgefäßes nachzuvollziehen und so einen kleinen Blick in diese Welt zu erhalten.

Nun müssen die Erzeugnisse einen Trocknungsprozess durchlaufen, um  anschließend im September in einem Meilerbrand haltbar gemacht zu werden.

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Wir danken Susanne Gütter für dieses inspirierende Wochenende.

Fotos: Meike Schuler-Haas und Sarah Fräßdorf

Arbeitseinsatz im Mai

Bei frühlingshaften Temperaturen und viel Sonnenschein trafen sich am vergangenen ersten Samstag im Mai wieder zahlreiche Aktive auf der Zeiteninsel zum gemeinsamen Arbeitseinsatz. Zeitgleich fand auch ein Workshop zur Keramik der Rössener Kultur statt, für den sich viele Interessierte eingetragen hatten.

Es gab wie immer viel zu tun: Eine weitere Überdachung wurde an der Seite eines Materialcontainers von schwindelfreien Helfern angebracht, um hier mehr Stauraum zu erhalten.

Zudem wurde der Boden im Bereich zwischen den Containern gepflastert.

Am Holzhaus hängen jetzt unsere Epochen-Logos, die die verschiedenen Zeitstationen symbolisieren und gut sichtbar für Besucher platziert sind.

Zur Verbesserung des Schulackers wurde fleißig Unkraut gejätet.

Zur Mittagszeit fanden sich die Helfer und die Workshop-Teilnehmer zu einem sehr leckeren Mittagessen zusammen. Die gemeinsame Zeit wurde für angeregte Gespräche genutzt.

Frisch gestärkt wurde die Überdachung des Rennofenwerkplatzes instand gesetzt, um diesen wieder besser vor der Witterung zu schützen.

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Kleine Pausen wurden genutzt, um den Teilnehmern des Keramik-Workshops bei der Herstellung ihrer Gefäße über die Schultern zu schauen.

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Um vier der sechs Gruben, die für das archäologische Langzeitexperiment zur Getreidelagerung angelegt wurden, vom übrigen Gelände abzugrenzen und zu schützen, wurde ein Zaun gebaut. Für zwei weitere Getreidegruben auf dem Gelände gibt es jetzt auch eine Beschilderung.

Die neuen Zeiteninsel-Bewohner, sieben Schafe und zwei Ziegen, freuten sich über die belebte Insel, bekamen sie so doch viele Streicheleinheiten.

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Wir danken den vielen fleißigen Helfern für ihr Engagement und freuen uns jetzt schon sehr auf den nächsten gemeinsamen Arbeitseinsatz im Juni, dann hoffentlich bei genauso schönem Wetter!

Fotos: Sarah Fräßdorf

EXARC-Tagung in Leiden

EXARC – die internationale Vereinigung der archäologischen Freilichtmuseen Webseite EXARC, bei der auch die Zeiteninsel bereits Mitglied ist, richtete in der vergangenen Woche ihre Jahrestagung  in der Universität zu Leiden (Niederlande) aus. Dr. Andreas Thiedmann und Meike Schuler-Haas nahmen für die Zeiteninsel an dieser Veranstaltung teil.

In diesem Jahr lag der Themen-Schwerpunkt auf der experimentellen Archäologie, es wurden aber auch Beiträge zur Zusammenarbeit zwischen Universitäten und Museen und zur Entwicklung von Museen gebracht.

Dr. Sonja Guber, Vorsitzende des Fördervereins Zeiteninsel, stellte ihr Projekt zur Archäo-Imkerei , das ja in Kooperation mit der Zeiteninsel stattfindet, dem internationalem Publikum vor und erhielt viel Aufmerksamkeit für ihre Posterpräsentation.

Besonders ergiebig waren vor allem die Pausen zwischen den Vortragsblöcken und das gemeinsame Abendessen, um Kontakte zu knüpfen und interessante Themen weiter zu vertiefen. Hier gab es auch Präsentationen und Auslagen von Universitätsprojekten, Experimentalarchäologen, Museen usw. zum anschauen und informieren.

Am Ende des ersten Konferenztages fand ein Empfang durch den Bürgermeister der Stadt Leiden im wundervollen Ambiente des historischen Rathauses statt. Er betonte in seiner Rede seine Sympathie für Geschichte im Allgemeinen und die Archäologie im Besonderen, obwohl Leiden heute ja eine Stadt des zukunftsorientierten Wissens und der modernen Kultur sei.

Im Außenbereich des Universitätsgebäudes fand am zweiten Tag ein Mitmachprogramm der Archäologie-Studenten der Universität statt mit Speerschleudern, Bogenschießen, Steine schlagen usw. statt.

Am Samstag führte die ganztägige Exkursion zu zwei Freilichtmuseen in Südholland:

Zuerst besuchte die Teilnehmergruppe das „Prehistorisch Dorp“  in Eindhoven, eines der ältesten archäologischen Freilichtmuseen in den Niederlanden, mit Gebäuden der Eisenzeit bzw. römischen Kaiserzeit, des hohen Mittelalters und der Zeit der Karolinger. Die Gruppe wurde durch den Museumsleiter informiert und durch das Museum geführt. Außerdem konnte an zwei Kurz-Workshops teilgenommen werden.

Nach dem stilvollen Lunch in der frühmittelalterlichen Halle ging es weiter zum Museumsprojekt „Archeologisch Erf“ im Broekpolder Vlaardingen, in der Nähe von Rotterdam.

Hier ist ein archäologisches Freilichtmuseum im Entstehen, das konzeptionell und auch sonst viele Parallelen zur Zeiteninsel aufweist. So sollen hier ebenfalls mehrere Siedlungseinheiten aus verschiedenen Epochen und in natürlicher Umgebung entstehen. Ein Gebäude der Steinzeit wurde kürzlich als archäologisches Experiment errichtet und weitere werden folgen.

Es waren inspirierende Tage mit gutem Gedankenaustausch unter Kollegen aus der ganzen Welt, interessante neue Kontakte wurden geknüpft und die Zeiteninsel einem internationalen Fachpublikum bekannt gemacht.

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Arbeitseinsatz im April

Kein Scherz – auch am 1. Samstag im April trafen sich wieder Freiwillige auf dem Gelände der Zeiteninsel, um bei herrlichem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen an diversen Projekten zu arbeiten:

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Der Vier-Pfosten-Speicherbau für die Eisenzeit wurde weiter vorangebracht, in dem sogenannte „Kopfbänder“, die zur Queraussteifung zwischen einem horizontalen Balken und einem vertikal stehenden Holz eingesetzt werden, eingepasst wurden.

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Zwischen den beiden Materialcontainern wurde eine Überdachung angebracht, um zusätzlichen Stau- bzw. Arbeitsraum zu erhalten.

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Auf der Insel haben Aktive den Zaun zum neuen Garten fertig gestellt. Hierzu wurde Weidenschnitt auf die Insel gebracht und die verwendbaren Ruten herausgeschnitten und im Zaun miteinander verflochten.

Der Boden wurde mit einer dicken Schicht Mulch bedeckt, um wachsendem Unkraut das Licht zu nehmen. Im Herbst wird dann eine Gründüngung aufgebracht, damit der Garten im kommenden Jahr bepflanzt werden kann.

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Beim neu gebauten Lehmbackofen wurde die provisorische Überdachung abgebaut und mit dem Bau eines stabilen und dauerhaften Schutzdaches begonnen. Dafür mussten zunächst Löcher mit einem Erdbohrer gebohrt werden, um den Pfosten genügend Standsicherheit zu verleihen.

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In der Mittagszeit wurden die fleißigen Helfer wieder mit einer tollen Suppe und selbst gebackenem Kuchen verwöhnt. Die Mitglieder des gleichzeitig stattfindenden Workshops Nadelbinden (siehe Blogbeitrag) schlossen sich der Mittagsrunde an und es entstanden interessante Gespräche.

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Danach ging die Arbeit wieder gut voran und die letzten Helfer machten am späten Nachmittag Feierabend, in dem Wissen gut voran gekommen zu sein.

Wir danken allen Freiwilligen für ihren Einsatz – es war wieder einmal ein schöner und produktiver Arbeitstag.

Fotos: Anke Udelhoven

Workshop Nadelbinden

Was bedeutet Nadelbinden oder Naalbinding? Ist das erlernbar in zwei Tagen? Macht das Spaß? Lässt sich damit etwas anfangen?

Diesen drängenden Fragen stellten sich am vergangenen Wochenende fünf Frauen im Workshop Nadelbinden, geleitet von Peggy Meinert.

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„Naalbinding oder Schlingentechnik ist eine Technik zur Herstellung von textilen Flächengebilden mit Hilfe eines Fadens und einer Nadel“ weiß Wikipedia.

Archäologisch lässt sich das Nadelbinden bis in die Jungsteinzeit (Bastnetz, Schweden) zurückverfolgen, es ist eine alte Textiltechnik, die in vielen Bereichen der Welt bis heute ausgeübt wird.

Es ist möglich, dass sich Nadelbinden aus dem Knüpfen von Fischernetzen entwickelt hat.

Aus der Bronzezeit ist ein Frauenhemd aus Schweden bekannt, aus dem 1. Jh. Fäustlinge aus Schweden, aus dem 4. – 6. Jh. Socken aus Ägypten. Funde aus dem Mittelalter sind häufiger, vor allem aus Skandinavien.

Aus Deutschland wurden Textilien bis ins 16. Jahrhundert in größerem Umfang hergestellt, danach verschwand das Nadelbinden fast völlig.

Mit dieser Technik können Kleidungsstücke wie Handschuhe, Mützen, Socken aber auch Gebrauchsgegenstände wie Milchseier und Beutel hergestellt werden.

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Zur Herstellung wurden Nadeln aus Holz, Horn, Knochen oder Bronze verwendet, meist 5 – 8 cm lang, 3 – 10 mm breit, mit stumpfer Spitze und großem Öhr. Erste Funde von Nadeln sind 30 000 Jahre alt.

Die verwendeten Materialien zum Nadelbinden waren Schafwolle, Leinen oder Bast. Vorteil dieser Herstellungsmethode ist, dass keine Laufmaschen entstehen.

Nach dieser Einführung in die Geschichte des Nadelbindens ging es nun an die Praxis.

Es wurde zwischen Daumen und Zeigefinger eine „Brezel“ gebildet und mit der „Daumenfangmethode“ (eine Schlinge läuft über dem Daumen) Schlingen gebildet, dann entwickelt sich eine Reihe von Schlingen, in die wieder eingestochen werden kann.

Mit dieser Arbeit waren die Teilnehmerinnen dann mehr oder weniger den Rest des Tages beschäftigt.

Da gab so manches Aha-Erlebnis, wenn plötzlich die Koordination der Finger funktioniert hat.

Da am Samstag Arbeitseinsatz der Freiwilligen der Zeiteninsel war, konnten die Teilnehmerinnen des Workshops freundlicherweise am allgemeinen Mittagessen teilnehmen.

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Die Fortgeschrittenen konnten sich auch ihren Projekten widmen und sich bei Fragen Unterstützung durch die Kursleiterin holen.

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Sonntag trafen sich die Teilnehmerinnen erneut voll motiviert auf dem Gelände der Zeiteninsel und setzten sich bei schönstem Sonnenschein mit Blick auf den See nach draußen mit ihrer Handarbeit.

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So ging es entspannt zum nächsten Lernschritt, dem Herstellen einer „Rosette“ (Luftmaschenreihe, die zu einem Ring geschlossen wird), aus der dann eine Mütze gearbeitet werden konnte. So lernten die Teilnehmerinnen auch das Zunehmen von Maschen.

Die Zeit verging wie im Flug und schnell war klar – da heißt es dran bleiben.

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Alle Teilnehmerinnen hatten viel Spaß, das Wetter war gut und die Zeiteninsel im Frühling ist ein wunderbarer Anblick.

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Danke an Peggy Meinert für ihre Geduld. Eine Wiederholung ist gewiss.

https://de.wikipedia.org/wiki/Nadelbinden

http://www.ars-replika.de/1__Jahrhundert/1__Jh__Handwerk/Textilhandwerk/Nailbinding/nailbinding.html

Fotos: Meike Schuler

Arbeitseinsatz und Start des Schulackerprojektes

An diesem frühlingshaften März-Samstagvormittag trafen sich wieder die Aktiven der Zeiteninsel zu ihrem monatlichen Arbeitseinsatz und außerdem begann das diesjährige Schulackerprojekt mit der Grundschule Niederweimar.

Die Kinder der beiden 3. Klassen wurden von ihren Lehrerinnen Frau Janßen und Frau Schwarz begleitet und auch in diesem Jahr waren viele hilfsbereite Eltern mit dabei, um in einem ersten Schritt den Zaun des Ackers mit neuen Weidenruten wieder in Stand zu setzen und die Beete von Unkraut zu befreien und aufzulockern für die baldige Aussaat.

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Es war also viel los auf dem Gelände – überall boten sich dem Beobachter Anblicke quirliger Aktivitäten.

Im Service-Bereich wurde ein neuer Materialcontainer aufgebaut, um dem immer größer werdenden Fundus an technischen Geräten und Materialien sicher unterzubringen, beim Grubenhaus bekam der Lehmbackofen ein Dach aus dem kürzlich geernteten Schilf (wir berichteten).

Am Schulacker wurden die geschnittenen Weiden vorsortiert, dicke Äste auf ein Maß zurechtgesägt, damit sie noch als Pfosten dienen können und anschließend wurden die Weidenruten in den alten Zaun eingeflochten.

Auf den Beeten tummelten sich Eltern und Kinder mit Hacken und Rechen, um das Unkraut zu beseitigen, Regenwürmer wurden sorgsam geborgen und nach der Bearbeitung wieder im Beet ausgesetzt. Für die Kinder war es eine spannende Tätigkeit, aber auch das Spielen am Wasser und auf dem Gelände kam nicht zu kurz.

Nach zwei Stunden war die Arbeit bereits getan und alle waren sich einig – es war ein guter Start in die neue Saison.

Sobald die Erde sich erwärmt hat und der Boden etwas abgetrocknet ist, werden die Schüler sich erneut auf der Zeiteninsel treffen, um die verschiedenen Getreidesorten auszusäen.

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Auf der Insel selbst war eine Abordnung von Eltern und Kindern dabei den neuen römisch-germanischen Garten einzuzäunen. Erst wurden Pfosten angespitzt und dann in den Boden geschlagen, wonach auch hier ein Weidengeflecht angebracht wurde. Ein Törchen wurde auch aus Weidengeflecht hergestellt.

Wagemutig wurde in verschiedenen Bereichen des Gewässers abgestorbene Pflanzenteile, angeschwemmtes Holz und Müll beseitigt, zum Glück gab es die tolle Wathose, denn das Wasser ist doch noch ziemlich kalt.

Auch im Bereich der Bronzezeit-Station tut sich etwas. Hier sind Aktive dabei für die kommende Saison Konstruktionen zum Schutz vor Wind und Wetter zu bauen, damit sich die Teilnehmer der Bronzezeit-Werkstatt der Herstellung ihrer Gerätschaften in Ruhe widmen können. In der zweiten Jahreshälfte wird alles bereit sein für die nächsten Bronzeguß-Workshops.

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In der Mittagszeit wurden die fleißigen Helfer mit einem leckeren Gemüseeintopf und Gulasch verwöhnt, so ließ es sich in der zweiten Tageshälfte mit frischem Schwung weiter arbeiten.

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Der Vier-Pfosten-Speicherbau wurde auch heute weiter vorangetrieben. Nachdem nun die Giebelwand fertig vorbereitet ist, wurden die Verbindungen für die Seitenwände ausgestemmt.

Wir bedanken uns für diesen schönen, arbeitsreichen Tag bei allen Helfern und vor allem bei den Schülern, Eltern und Lehrern der Grundschule Niederweimar für ihren tollen Einsatz.

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Fotos: Meike Schuler-Haas, Anke Udelhoven und Boris Potschka

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16722661_10154141683621817_5411793676278257447_oDa für das Museumsprojekt immer mal wieder Reet (häufig aber botanisch nicht zutreffend auch als Schilf bezeichnet) zur Dacheindeckung gebraucht wird, waren am Freitag, 10. Februar, einige Freiwillige in einem Feuchtgebiet bei Fronhausen-Hassenhausen unterwegs mit Sicheln und Sensen, um Reet zu schneiden.

Dazu hatten wir sowohl vom landwirtschaftlichen Pächter wie von der Naturschutzbehörde dankenswerterweise grünes Licht bekommen.

Da der Boden noch gefroren war, war jetzt der richtige Zeitpunkt dem Reet zu Leibe zu rücken, das ja mit Vorliebe mit den Füßen im Feuchten steht. Dass dennoch der eine oder andere verdeckte Wassergraben für nasse Füße sorgte, blieb nicht aus.

Bis zur Dämmerung hatten wir genug Reet geschnitten, zu Garben gebunden und verladen. Nun warten die Bündel auf den nächsten Arbeitseinsatz auf der Zeiteninsel, um dann als Dacheindeckung unsere Lehmbacköfen vor dem Regen zu schützen.

Vielen Dank an die freiwilligen Helfer für diese tolle Aktion!

 

Erster Arbeitseinsatz auf der Zeiteninsel

Mit einer tatkräftigen Gruppe von Freiwilligen haben wir am Samstag den Auftakt zur Saison 2017 begonnen.

Morgens trafen sich mehr als 10 Personen, um auf dem Gelände der Zeiteninsel zu arbeiten.

Es gab bei trockenem Wetter und fast frühlingshaften Temperaturen so Einiges zu tun:

Eine Gruppe bewaffnete sich mit Ast- und Heckenscheren und erntete Weidenruten für die Einzäunung des Schulackers und weiterer Projekte. Da die Weiden sich am Uferrand des Geländes sehr wohl fühlen, kam hier Einiges an Material zusammen.

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Eine zweite Gruppe kümmerte sich um die „Holzverarbeitung“. Wir hatten im Herbst einige Holz-Sachspenden erhalten, die nun zersägt, gespalten und aufgesetzt werden mussten. Die Lagerfeuer sollen ja auch in diesem Jahr brennen.

Mit zwei Männern an den Kettensägen und einem „Holzspalter“ ging es hier ganz schön zur Sache, da flogen die Scheite. Fleißige Helfer stapelten bis ins letzte Eckchen des Unterstandes Holz.

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Die dritte Gruppe kümmerte sich um das Projekt Vierpfosten-Speicherbau, was im vergangenen Jahr begonnen und dann zur Seite gelegt worden war, weil andere Projekte wichtiger waren. Aber nun ging es hier voran, da wurden Pfostenlöcher gestemmt und gezapft und wie von Zauberhand entstand die Giebelwand des Gebäudes.

Das Wetter war uns wohlgesonnen, erst als die Arbeiten vollendet waren, setzte ein leichter Regen ein.

Wir freuen uns schon auf den nächsten Einsatz und bedanken uns bei allen Freiwilligen, die uns heute so tatkräftig unterstützt haben.