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Imkerei und Archäologie? Wo ist da die Verbindung? Gab es prähistorische Imkerei in Mitteleuropa? Diesen Fragen ging die Archäologin und Imkergesellin Dr. Sonja Guber in einer Themenführung am vergangenen Samstag auf der Zeiteninsel nach. Neun Teilnehmerinnen und Teilnehmer (vorwiegend mit imkerlichem Vorwissen) scheuten nicht das ungemütlich herbstliche Wetter und begaben sich auf die spannende Entdeckungsreise in die Frühzeit der Imkerei.

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Beginnend bei der Mittelsteinzeit um 9000 v. Chr. wurde die Spurensuche nach der prähistorischen Imkerei in Mitteleuropa von hinten aufgerollt, um abschließend bei den Germanen der frühen Römischen Kaiserzeit um die Zeitenwende zu landen. Für die Mittelsteinzeit zeugen Felsbilder aus dem heutigen Spanien vom „Honigjagen“. Für die Jungsteinzeit, Bronzezeit und Römische Kaiserzeit können konkrete Funde von Bienenbehausungen auf den Gebieten der heutigen Schweiz und Deutschland angeführt werden. In jede Zeitstellung wurde kurz eingeführt und anschließend die imkerlichen Funde mit einem Poster vorgestellt, erläutert und sogleich mit den anwesenden Imkerinnen und Imkern diskutiert.

 

In der Station der Jungsteinzeit wurden zusätzlich Nachbildungen gefundener Klotzbeuten vorgestellt, die im nächsten Jahr mit Bienen besiedelt werden sollen. Auch hier bestand reges Interesse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, sich über die tatsächliche „Bienentauglichkeit“ der prähistorischen Beuten auszutauschen. Bereits für die Jungsteinzeit gibt es konkrete Nachweise in Form von Wachsanhaftungen an Keramikfunden, dass nicht nur Honig sondern auch Wachs geerntet und verwendet wurde. In der Bronzezeit kommt es zu einer kulturtechnischen Neuerung, die auf ein imkerliches Management schließen lässt: das Wachsausschmelzverfahren im Kontext des Bronzegusses. Erneut ist es das Wachs, welchem eine besondere Bedeutung zukommt, und nicht – worauf bei uns heute der Fokus liegt – der Honig.

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Ein erstes „Zeiteninsel-Bienenvolk“ ist bereits auf der Insel angekommen. An seinem Standort wurde anschließend kurz Station gemacht und vorgeführt, wie die langschmalen Waben der Bienen im Inneren einer jungsteinzeitlichen Klotzbeute aussehen könnten. Da man in die tatsächlichen Klotzbeuten nicht hineinschauen kann, gibt es ein „Schauvolk“ in einer modernen Holzbeute mit modifizierten Rähmchen, die die Größe der jungsteinzeitlichen Waben imitieren sollen. Dies wird zukünftig vor allem für ein imkerlich unerfahrenes Publikum einen spannenden Einblick ins Bienenvolk ermöglichen.

 

Zum Abschluss gab es noch eine Verköstigung von Bienenprodukten, die im Kontext einer prähistorischen Imkerei zu sehen sind: Honiglimonade mit Mädesüß, Haselnuss-Honig-Krokant und Presshonig. Die Technik des Honigschleuderns konnte bei den prähistorischen Beutenformen natürlich nicht angewendet werden. Der Honig musste gepresst werden und erhält dadurch andere Inhaltsstoffe und einen anderen Geschmack.

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Die Themenführung machte alle Anwesenden neugierig darauf, wie dieses Projekt zur prähistorischen Imkerei auf der Zeiteninsel im nächsten Frühjahr weitergehen wird.

Text: Dr. Sonja Guber      Fotos: Meike Schuler-Haas

Ein „Knochenjob“

Die Materialien Knochen, Mammut-Elfenbein und Geweih waren schon in der Steinzeit gebräuchlich für die Herstellung von Speerspitzen, Nadeln, Schmuck und Kunstgegenständen.

 

Ein berühmtes Kunstwerk ist der aus einem Mammut-Stoßzahn geschnitzte „Löwenmensch“, der vor ca. 40 000 Jahren auf der Schwäbischen Alb in einer Höhle deponiert wurde.

Der Archäo-Techniker Wulf Hein, der von diesem Löwenmenschen auf möglichst originale Weise eine Replik hergestellt hatte, war am vergangenen Wochenende bei der Zeiteninsel zu Gast für einen Workshop der besonderen Art: „Knochen-Bearbeitung mit steinzeitlichen Werkzeugen“. Zu diesem Kurs hatten sich 10 interessierte Teilnehmer angemeldet, die zwei Tage lang in die Techniken der Steinzeit eintauchen wollten.

Wulf Hein brachte diverse Materialien zum Schnitzen mit: Rentierknochen, Reh- und Hirschknochen, Stücke vom Mammut-Stoßzahn und Knochen vom Elch.

Zum Schnitzen wurden direkt vor Ort Steinwerkzeuge aus Feuerstein für die Teilnehmer – je nach Bedarf – hergestellt. Es war sehr interessant, zu sehen, wie für jede spezielle Tätigkeit das passende Werkzeug hergestellt und nach Abnutzung wieder geschärft werden konnte. So entstanden Sägen, Schaber, Stichel und Bohrer aus Abschlägen.

Zu Beginn des Kurses präsentiere Wulf Hein Repliken von Gegenständen aus Knochen und alle waren voller Bewunderung für die Tierdarstellungen und die Knochenflöte.

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Nun konnten die Teilnehmer selbst wählen, welchen Gegenstand sie herstellen wollten. Dann wurden entsprechend Knochen verteilt und besprochen wie diese weiter bearbeitet werden sollten. Wulf Hein riet dazu die Knochen anzufeuchten bzw. während der Bearbeitung immer wieder zu wässern; so lassen sie sich wesentlich leichter mit dem Feuerstein in Form bringen.

Für die Herstellung einer Knochennadel werden zunächst zwei Rillen parallel auf dem Knochen angelegt unddscn3853_snapseed diese dann durchgesägt, danach wird das Stück an den Enden abgesägt.

Aus dem langen Knochenspan wird nun eine Nadel herausgefeilt, doch zunächst wird das Loch für die Öse gebohrt. Knochennadeln sind seit ca. 40 000 Jahren in Europa nachgewiesen. Sie haben allerdings erst seit ca. 20 000 Jahren ein Nadelöhr.

Knochennadeln wurden bevorzugt aus dem Mittelfußknochen des Rentiers hergestellt.

Das Öhr entsteht durch beidseitiges Bohren und Einschneiden. Mit Hilfe eines Sandsteines wird die Spitze zugefeilt. Wenn eine Knochennadel nahe dem Ende abbrach, konnte sie nachgearbeitet und dann weiter genutzt werden.

Schön ist die Aufbewahrung von Nadeln in einem Behälter aus Knochen oder Geweih.

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Zwei Teilnehmer entschieden sich eine Knochenflöte herzustellen. Das originale Vorbild stammt aus Grubgraben in Österreich und ist ca. 20 000 Jahre alt.

Die Flöte wurde aus dem Scheinbeinknochen eines Rentiers hergestellt. Zuerst wurden die beiden Gelenkköpfe oben und unten abgesägt und die Schnittkanten mit Hilfe eines Sandsteines geglättet.

Dann wurden drei Löcher in den Knochen gebohrt, pro Loch benötigte eine Teilnehmerin ca. eine Stunde. Danach wurde das Mundstück dünn abgeschliffen und am Ende des Tages konnte ein erster musikalischer Test erfolgen.

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Ein weiteres „musikalisches“ Highlight war die Herstellung von Schwirrern durch zwei Teilnehmer.

Ein Schwirrer oder Schwirrgerät ist eines der ältesten Instrumente zur Erzeugung von Tönen. Es ist schon seit der Altsteinzeit bekannt, jedoch unklar, wozu es diente: als Musikinstrument, als Gerät zur Nachrichtenübertragung oder im religiösen Kontext?

Hierfür muss eine längliche Knochenplatte aus dem Knochen herausgearbeitet werden, die an beiden Enden oval zugespitzt wird. Für das Befestigen der Schnur wird noch ein Loch gebohrt und die herausgearbeitete Fläche eignet sich gut zum Anbringen eines Musters durch Einritzungen, die mit Holzkohle eingefärbt werden können.

In der Teilnehmergruppe wurden zwei Schwirrer hergestellt, die beide hervorragend funktionieren. Das weckte zum Schluss des Tages den einen oder anderen Wunsch zur Nachahmung, obwohl die Hände durch die ungewohnten Tätigkeiten doch recht arg beansprucht waren.

Am zweiten Tag ging es dann auch gleich voller Tatendrang weiter mit Bohren, Sägen und Polieren, die Teilnehmer hatten sich wieder viel vorgenommen.

Im Laufe des Tages kamen immer wieder interessierte Zuschauer vorbei, die sich über die Inhalte und vor allem die Ergebnisse des Workshops informieren wollten.

Es wurden Schmuckstücke aus Mammutelfenbein hergestellt und sofort fiel den Akteuren der Unterschied zu Knochen auf – das Material ist viel härter und lässt sich schwieriger bearbeiten – da dauert das Durchbohren einer Perle dann doch gleich über vier Stunden.

Während der Arbeit kamen Diskussionen über den Arbeitsalltag in der Steinzeit auf, über Arbeitsteilung, Spezialisierung usw. Durch das Arbeiten mit steinzeitlichen Materialien und Methoden bekommt man einen anderen Blick auf die Herstellung von Gegenständen wie Pfeilspitzen oder Nadeln.

Das Thema Fischfang muss auf der Zeiteninsel, direkt am Wasser gelegen, auch aufgegriffen werden und so stellte eine Teilnehmerin einen Angelhaken her und ein Teilnehmer schnitzte eine kleine Querangel aus einem Knochenrest.

 

Eine andere Teilnehmerin schnitzte aus Mammutelfenbein ein Frauenidol, nach dem Vorbild der „Venus von Gönnersdorf“, ca. 15 000 Jahre alt.

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Mühselig war die Herstellung von Speer- bzw. Harpunenspitzen, die auch zunächst aus dem kompletten Knochen als „Platte“ herausgearbeitet werden mussten, bevor dann mit der Feinarbeit des Zuspitzens begonnen werden konnte. Diese Projekte dauerten die kompletten zwei Tage des Workshops.

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Einige Teilnehmer stellten Ahlen oder Pfrieme aus Knochen her. Dieses Allround-Werkzeug zum Stechen von Löchern in weichere Materialien ist z.B. notwendig, um Leder für das Nähen mit der Knochennadel vorzubereiten, denn die Spitze einer Knochennadel ist in ihrer Stabilitädscn3880t nicht mit einer heutigen Nähnadel zu vergleichen.

Auch „Ötzi“ hatte eine solche Knochenahle bei sich.

Am Ende des zweiten Tages waren viele Objekte fertiggestellt und andere noch in der Fertigungsphase – die Teilnehmer wollen in jedem Fall „dranbleiben“ und weiter mit dem Material Knochen/Geweih arbeiten.

Wir danken Wulf Hein für diesen inspirierenden Kurs, seine Erfahrung und sein Wissensschatz, auch über die Knochenbearbeitung hinaus, hat uns sehr motiviert und wir hoffen, ihn auch im kommenden Jahr wieder für einen Workshop auf der Zeiteninsel gewinnen zu können.

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Fotos: Meike Schuler-Haas und Anke Udelhoven

Grubenbrand durchgeführt

Auch in diesem Jahr trafen sich die Teilnehmer der Keramik-Workshops, um die hergestellte Keramik (wir berichteten Workshop Keramik der Rössener Zeit) zu brennen.

In diesem Jahr wollten wir einen Grubenbrand durchführen. Die Brenngrube war bereits vorhanden. Wir stellten nur einen Absatz in der Grubenwand wieder her, auf dem wir die getrocknete Keramik zum Vorwärmen aufreihen konnten. Dafür wurde zunächst in der Grube ein kontrolliertes Vorfeuer entfacht, das auf der Grubensohle ein Glutbett entstehen ließ. Der Wind blies beständig über unsere recht tiefe und geschützte Grube und ließ uns leicht die bereits entstandene Hitze in der Grube unterschätzen. So mussten wir das Glutbett noch eine ganze Weile abkühlen lassen, bevor die richtige Temperatur zum Einsetzen der vorgewärmten Keramik erreicht war.

Die rund 30 Gefäße wurden nun sorgfältig auf Steinen, alten Dachziegeln u. ä. über die Glut gesetzt, ohne mit dieser direkten Kontakt zu haben. Um wie bei den Originalfunden im Inneren eine dunkle Farbe zu erzielen, füllten wir viele der Gefäße mit Heu und verschlossen sie beim Einsetzen mit anderen Töpfen, da das Heu nicht verbrennen, sondern in den Gefäßen unter Sauerstoffmangel nur verschwelen sollte.

Nun wurde vorsichtig das Feuer aufs Neue entfacht und ganz langsam durch gut platziertes Holz beim Nachlegen als Feuerring in der Grube der Keramik angenähert.

Der Brand wurde so lange weiter gezügelt geführt bis die Farbe der Keramik sich änderte. Erst nach dieser mehrstündigen Aufheizphase legten wir das Brennholz schließlich auch vorsichtig zwischen und über die Gefäße, die nun direkt im Zentrum der Flammen der größten Hitze ausgesetzt wurden.

Wir wollten einen reduzierenden Brand durchführen, um eine Schwarzfärbung der Keramik zu erreichen. Daher wurde das Feuer über den nun glühenden Gefäßen mit Hilfe von Laub, Stroh, Grasschnitt erstickt. Nachdem sich starker Qualm entwickelt hatte, deckten wir die Grube mit einer Erdschicht ab.

Aus unseren Erfahrungen der letzten Brände heraus beschlossen wir diesmal noch länger zu warten, bis die Keramik abgekühlt war…und so wurde die Grube erst nach drei Tagen geöffnet.

Doch das Feuer hatte in den unbewachten Stunden nach dem Abdecken doch noch seinen Weg durch die Abdeckung gefunden und war noch einmal aufgeflammt. Durch dieses Nachbrennen waren in einigen Bereichen wieder sauerstoffreiche Flammen an die Gefäße gekommen und haben eine durchgehende Reduzierung des Brandes verhindert, wodurch die gewünschte vollständige Schwarzfärbung der Keramik zwar nicht durchgehend gelang, sie hat aber interessante Farbschattierungen erhalten.
Unsere Grube hat die Hitze nach dem Bedecken mit Erde noch so enorm gespeichert, dass die Stücke durch die lange Brenndauer sehr hart gebrannt waren.

Diesmal gab es zum Glück nur wenige Verluste, was uns sehr freut.

Nun müssen wir wieder in die Produktion gehen, damit wir auch im kommenden Jahr genügend Material für einen Brand haben – dafür haben wir uns als Ziel gesetzt, Erfahrungen mit einem Meilerbrand zu sammeln.

Text: Susanne Gütter / Meike Schuler-Haas  Fotos: Meike Schuler-Haas

 

Neues Holzhaus

Freiwillige Helfer haben während der letzten Wochen ein modernes Blockbohlenhaus auf dem Gelände der Zeiteninsel errichtet. Es soll in den nächsten Jahren für Besprechungen während der Bauphase, für Workshops und AG-Treffen sowie als Didaktik-Raum genutzt werden können.

Beim nächsten Arbeitseinsatz erhält das neue Holzhaus mit einem Anstrich noch den letzten Schliff.

Für die Einrichtung benötigen wir nun noch einen stabilen Tisch und Stühle.

Wir freuen uns, dass nun auch bei nicht so gutem Wetter die Möglichkeit besteht, sich auf dem Gelände zusammen zu finden.

Unser Dank gilt all denen, die sich am Fundamentieren und beim Aufbauen des Hauses so tatkräftig und ausdauernd beteiligt haben!

Fotos: Dennis Moch und Meike Schuler

Spinnen mit der Handspindel

Ziel dieses Workshops war die Herstellung einer eigenen Handspindel nach archäologischen Vorbildern der verschiedenen Zeiten, die auf der Zeiteninsel vertreten sind.

Die Kursleiterin Meike Schuler-Haas hatte einige Funde aus der Region mitgebracht, zuvor gefertigte Repliken und Fotos von archäologischen Funden.

Die Kursteilnehmerinnen konnten sich nun aussuchen nach welcher Vorlage sie ihre eigenen Spinnwirtel aus Ton herstellen wollten.

Im nächsten Schritt wurde der Umgang mit dem Material Ton erläutert und schon konnte es losgehen mit dem Kneten und Verarbeiten des Tons.

Wichtig bei der Herstellung von Wirteln ist die Gleichmäßigkeit der Form sowie die exakte Zentrierung des Loches für den Spinnstab, damit später keine Unwucht entsteht.

Die Teilnehmerinnen hatten an der Herstellung der Wirtel viel Freude und Elan, so dass am Ende des Tages vielfältige Formen mit unterschiedlicher Verzierung durch Muschelabdrücke u. ä. vorlagen.

 

Nachmittags wurde ein Feuer entzündet und die getöpferten Wirtel um das Feuer zum Trocknen platziert, um dann später in die Glut gestellt zu werden.

Am Ende wurde der Brand mit Erde abgedeckt, um dem Feuer den Sauerstoff zu entziehen. Dadurch sollte eine Schwarzfärbung der Keramik erzeugt werden.

Der zweite Tag unseres Workshops begann mit der Bergung der gebrannten Spinnwirtel aus dem Feldbrand. Der Brand war erfolgreich, nur drei wurden beschädigt und einer blieb verschollen.

Durch den, am Vorabend einsetzenden Regen, waren die Wirtel allerdings nicht genügend durchgebrannt, so dass wir sie erneut brennen mussten.

Nun ging es vor allem darum, Spinnstäbe zu schnitzen und diese an die verschiedenen Wirtel anzupassen. Dann wurden die Wirtel getestet auf ihren Schwung, ihre Lauffähigkeit und die Handhabung.

Wir haben viel gelernt und sind uns sicher, wir werden noch mehrere Spinnwirtel selbst herstellen und sind stolz auf unsere Unikate.

Arbeitseinsatz im August

Am ersten Samstag im August war viel los auf der Zeiteninsel: verschiedene Projekte fanden statt, eine besondere Führung und vieles mehr, wie im Folgenden zu lesen ist.

 

Ernte des Schulackers der Grundschule Niederweimar

Da die Schulkinder leider Sommerferien haben, sind freiwillige Helfer eingesprungen und haben das nun reife Getreide geerntet. Das wird aufbewahrt, bis die Kinder aus den Ferien zurückkehren und mit der Weiterverarbeitung beginnen können.

Die diesjährige Ernte fiel deutlich besser aus als im Vorjahr.

 

Oldtimer Rallye

Am Samstag machte die Oldtimer Rallye „Bender Classic“ auf der Zeiteninsel Station. Wir bewunderten die schönen Oldtimer und die Teilnehmer der Rallye informierten sich während einer Führung bei Dr. Andreas Thiedmann über das Museums-Projekt.

 

Lehmbackofen

Als weiteres Projekt wurde am neuen Lehmbackofen, den wir mit den Freiwilligen des Landkreises begonnen hatten, weiter gebaut.

Nach der zunächst nötigen Umsiedlung von Zwischenmietern (eine Ameisenkolonie hatte sich auf dem Ofen niedergelassen) konnte es losgehen und Schicht um Schicht wurde der Lehm auf dem Grundgerüst verteilt, bis die richtige Dicke erreicht war. Die Front bekam auch ihren Abschluss und beim nächsten Mal müssen wir noch die Ofenöffnung fertigstellen, dann kann der Ofen endlich eingeweiht werden. Außerdem bekam er eine Überdachung, um einen gewissen Schutz vor widrigen Witterungseinflüssen zu erreichen. Befestigt wurden die Hölzer stilecht mit gezwirnten Schnüren aus Binsen.

Am späten Nachmittag dann noch der letzte Feinschliff dann war es geschafft.

Danke für die Fotos an Anke Udelhoven – trotz Lehmhänden tapfer dokumentiert.

 

Bronzezeit-Werkstatt

Auch die Bronzezeit-Werkstatt hatte wieder ihre Pforten für Interessierte geöffnet. Der Kurs war erneut komplett ausgebucht – so wie auch die kommenden Kurse in diesem Jahr. Der Schwerpunkt an diesem Wochenende lag beim Gießen der vorgefertigten Formen.

Andere Arbeiten

Nicht vergessen seien all die anderen Arbeiten, die am Samstag geleistet wurden. Unsere Apfelbäume wurden abgestützt, da sich die Äste unter der Last der wachsneden Äpfel zunehmend biegen. Das gibt eine reiche Ernte.

Zugleich wurden die alten Baumstützen weiter abgebaut und der verstopfte Zulauf aus der Allna von Treibholz freigemacht.

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Nochmal danke an die vielen Helfer – wir haben wirklich wieder Einiges geschafft!

Fotos: Anke Udelhoven, Dennis Moch und Julia Mootz

Kräuter sammeln und verköstigen

Kann man auch im Spätsommer auf Kräutersuche gehen? Dieser Frage stellten sich am letzten Sonntag 13 Teilnehmer unserer Veranstaltung „Kräuter suchen und verköstigen“.

 

Nach einer kurzen Einführung in das Projekt „Zeiteninsel“ durch Meike Schuler-Haas, schickte Frau Dr. Astrid Wetzel vom NIZA (Naturschutz-Informationszentrum) die Teilnehmer zunächst mit Suchaufträgen aus, um eine ihnen bekannte und unbekannte Pflanze zu suchen.

Nach erfolgter Rückkehr wurden die gesammelten Pflanzen vorgestellt und ihre verschiedenen Wirkungsweisen erläutert. Frau Wetzel betrachtete die Pflanzen hinsichtlich der Verzehrbarkeit und Meike Schuler-Haas unter dem Aspekt der Archäologie z. B. der Verwendung als Färbepflanze oder Nutzung einer Pflanze schon in der Steinzeit. Mit allen Sinnen wurden die gesammelten Kräuter untersucht.

Einige Kräuter waren den Beteiligten durchaus bekannt, andere waren neu und ihre Verwendungsmöglichkeiten unbekannt gewesen. Auch etwa die Namensvielfalt der Wegwarte und des Wiesenknopfes führten zur Erheiterung: Sonnenwirbel, Wegeleuchte, Wilde Endivie, Kaffeekraut…

Im Anschluss an die Bestimmungsrunde wurden Gruppen gebildet, um die Pflanzen bzw. Wurzeln oder Blüten zu finden, die für das gemeinsame Mittagessen gesammelt werden sollten.

Da ging es teilweise mit starkem Gerät, wie der Spitzhacke, zur Ernte von Wilder Möhre, Meerrettich, Huflattich, Brombeeren, Wegwarte und einigen anderen Kräutern.

In der Zwischenzeit wurde der Lehmbackofen angeheizt und das Kochfeuer entfacht, denn einige Kräuter sollten gedörrt werden, darunter einige Huflattich-Blätter, Brennesselsamen und Zichorienwurzeln.

Über offenem Feuer wurden Kartoffeln und „wilder Spinat“ gekocht, die Huflattichblätter blanchiert und dann der Spinat mit Ziegenkäse in die Huflattichblätter gefüllt und zu schönen Päckchen gebunden serviert.

Eine Gruppe bereitete aus den gesammelten Meerrettich-Wurzeln und einigen Äpfeln und Birnen eine schmackhafte Creme zu, die die Teilnehmer in kleinen Gläschen abfüllen und mit nach Hause nehmen konnten.

Die Blüten der Wegwarte wurden mit Eiweiß und Zucker kandiert und mit den gesammelten Brombeeren zum Nachtisch serviert.

Während unserer gemeinsamen Mahlzeit klärte Frau Wetzel die Teilnehmer noch über die Begriffe wie Kräuter, Sträucher, Stauden auf und beschrieb die Unterscheidungsmöglichkeiten.

Der selbst gemachte „Muckefuck“ konnte leider nicht getestet werden, da die Ofenhitze nicht ganz ausreichte. Im Nachgang haben einige Teilnehmer des Kurses die Wurzeln bei sich zuhause zubereitet und Muckefuck als Kaffeeersatz für geschmackvoll befunden.

Hier noch einige „zoologische“ Entdeckungen am Rande des Geschehens.

Wir bedanken uns herzlich bei Wolfgang Küsters für die wunderbaren Fotos. Fotostrecke

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30 x 2.000 Euro für Hessens Vereine!

 

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Wir machen mit. Jetzt jeder abstimmen!

Wir bitten alle Mitglieder, Freunde und Förderer, uns bei der Initiative „Vereint für Deinen Verein!“ zu unterstützen. Unter www.sparda-vereint.de kann vom 11. Mai bis zum 7. Juni 2016 für die teilnehmenden Vereins-Projekte abgestimmt werden. Wir sind dabei und brauchen jede Stimme, um eine der 2.000-Euro-Spenden zu gewinnen.

Worum geht es?

Die Sparda-Bank Hessen unterstützt 30 Vereinsprojekte mit jeweils 2.000 Euro. Die Vereine mit der höchsten Stimmenzahl bekommen die Spenden. Das Online-Voting ist ganz einfach: Unser Verein ist über die Suchfunktion auf www.sparda-vereint.de leicht zu finden oder Sie nutzen den folgenden Link direkt zu unserem Projekt https://www.sparda-vereint.de/voting/spardafruhjahrsaktion-2016/bau-eines-vier-pfosten-speicherbaus/.

Jedem Internetnutzer steht alle 24 Stunden eine Stimme zur Verfügung. Wer also täglich eine Stimme abgibt, hilft am meisten!

Zur Teilnahme muss nur die eigene E-Mail-Adresse angeben und diese nach Erhalt einer E-Mail bestätigt werden.

Unser Projekt:

Der Bau eines Vier-Pfosten-Speicherbaus steht schon länger auf unserer Agenda und in diesem Jahr wollen wir den Plan umsetzen, die ersten Anfänge sind gemacht, aber es fehlt uns noch ausreichend Material. Wir würden uns sehr freuen, wenn es uns gemeinsam gelingt, hierfür eine der 2.000-Euro-Spenden der Sparda-Bank Hessen zu gewinnen.

Jede Stimme zählt! Herzlichen Dank an alle, die mitmachen! Los geht´s!