Richtfest Rössen-Haus

Am Nachmittag des 9. August 2017 war es nun soweit: Wir konnten bei herrlichem Sommerwetter gemeinsam mit den Zimmerleuten um Markus Loges und Claus Amarell und über 50 Gästen das Richtfest für das Rössen-Haus feiern! Mittlerweile ist es schon von weither zu sehen und beeindruckt nicht nur durch seine Größe.

P1050622Bis kurz vor Beginn des Richtfestes werkelten die sehr versierten Zimmermänner und -frauen im strahlenden Sonnenschein noch fleißig am Dach des Hauses weiter. Freiwillige schmückten den Richtbaum mit bunten Bändern, Zimmermann Erik befestigte ihn anschließend auf dem Dach. Dann standen Tische und Bänke mit bester Sicht auf die Baustelle und alles war für den Imbiss vorbereitet.

Für viele der allmählich eintreffenden Gäste war es sicherlich ein besonderer Moment, da sie seit langer Zeit die Entwicklung des Projekts begleiten.

Gegen 16:30 Uhr machten sich die 10 Zimmerleute bereit und sangen zunächst ein traditionelles Zimmermanns-Lied. Anschließend kletterten sie zum First hinauf, wo zunächst der Richtbaum gerade gerichtet wurde. Dann verlas Claus Amarell traditionsgemäß von ihm selbst zum gegebenen Anlass verfasste Verse, sehr zum Vergnügen der Zuschauer. Darin würdigte er zum einen die Besonderheiten der Baustelle inkl. schwankenden Wetterglücks und bedankte sich zum anderen für die fortwährende Unterstützung seines Teams während der nun fast achtwöchigen Bauzeit.

Ab und an unterbrach Claus seine Rede, um mit den Kollegen reihum einen kräftigen Schluck aus dem Tonbecher zu nehmen. Dieser Becher wurde zum Schluss vom Dach geworfen und zerbrach, womit der Segen für das Haus gesichert werden soll. Von Seiten des Bauherrn und der Projektleitung dankten Bürgermeister Peter Eidam und Andreas Thiedmann dem Zimmererteam für ihren unermüdlichen Einsatz und die ausgezeichnete handwerkliche Leistung sowie die gute Abstimmung unter allen Beteiligten.

Beim anschließenden Richtschmaus waren sich bei zünftigem Rehgulasch und stilgerechtem „Emmer-Bier“ alle einig: Die Zimmerleute hatten trotz teilweise schwieriger Wetterbedingungen sehr gute und schnelle Arbeit geleistet und es war eine gelungenes erstes Richtfest auf der Zeiteninsel.

In den kommenden Wochen folgt nun noch die Fertigstellung des Rohbaus, dann die teilweise Dacheindeckung mit Langstroh. Die endgültige Fertigstellung ist im nächsten Jahr zu erwarten. Wir werden im Blog darüber berichten!

 

 

 

Archäologisches Langzeitexperiment auf der Zeiteninsel II

Seit Oktober 2016 lagert auf der Zeiteninsel Gerste in Vorratsgruben. Auf dem Gelände wurden insgesamt sechs Speichergruben angelegt. Informationen zum kulturhistorischen Hintergrund, dem Experimentaufbau und den Fragestellungen finden sich im Blogbeitrag vom 13.01.2017 und auf der Seite des Vorgeschichtlichen Seminars Marburg.

Nachdem nun acht Monate seit der ersten Einlagerung vergangen sind, wurde am 07.07.2017 eine erste Grube wieder geöffnet. Abweichend von der ursprünglichen Konzeption wurde der Entschluss gefasst, die Grube nicht archäologisch auszugraben und somit zu zerstören, sondern das Getreide wieder einzufüllen. Anhand dessen soll im nächsten Jahr überprüft werden, inwiefern sich eine zwischenzeitliche Öffnung negativ auf das Lagergut auswirkt.

Zunächst erfolgte die Lokalisierung der Grube. Die Öffnung und Probenentnahme nahmen ca. 30 Minuten in Anspruch. Im oberen Bereich der Verfüllung wurde eine stark komprimierte Zone aus Getreide festgestellt, die manuell nur schwer zu beseitigen war. Hier war auch die Erdvermischung am stärksten. Der nach dem Erdkontakt erwartungsgemäß stark biogen veränderte Randbereich war ebenfalls deutlich ausgeprägt und gut nachzuvollziehen.

01_Randbereich

Im weiteren Verlauf der Grube wurde mit einem Gefäß die wie locker eingeschüttet liegende Gerste ausgeschöpft und seitlich gelagert.

Der Kegelstumpf war an seinem Beginn in seiner Form stark eingeschränkt, die biogen veränderte Schicht stärker ausgeprägt als im Hals der Grube.

04_BlickKegelstumpf

Mit zunehmender Tiefe war der Kegelstumpf besser abgebildet und mehr Getreide erhalten. Es war nicht möglich, den Grubenboden zu erreichen, ohne den Halsbereich der Grube zu zerstören. Hierauf wurde aus oben genannten Gründen verzichtet.

Bereits im oberen Drittel der Grube machte sich ein mäßig starker, an Silage erinnernder Geruch bemerkbar. In der biogen veränderten Randschicht wurden zudem dunklere Partien oder auch mit weißlichen Verfärbungen überzogene Teile sichtbar. Hierbei könnte es sich um Schimmel handeln, die Laboranalysen sollten hierzu Klarheit verschaffen.

Insgesamt wurden 11 Proben aus dem Getreide entnommen. Diese verteilen sich auf verschiedene Partien des Randbereichs und der Mitte der Grubenfüllung, also dem erhaltenen und dem biogen beeinträchtigten Bereich. Zehn der Proben wurden an das Institut für Phytopathologie der Justus-Liebig-Universität Gießen übersendet, wo Prof. Dr. Karl-Heinz Kogel als Projektpartner gewonnen wurde. Hier soll der Befall mit Pilzen und Bakterien untersucht werden. Eine Probe des Getreides wurde an das Hessische Landeslabor, Fachgebiet IV.4 Futtermittel, Saatgut und Düngemittel und Dr. Elke Nitschke übersendet. Hier wird die Keimfähigkeit des eingelagerten Getreides überprüft.  Als vorläufiges Ergebnis der ersten Öffnung ist festzuhalten, dass erfreulich viel Getreide erhalten geblieben ist. Die Beeinträchtigung durch Schimmelpilze ist zumindest im Inneren der Grube optisch nicht bemerkbar. Die Gerste gleicht der im Herbst 2016 eingefüllten und scheint ohne Einschränkungen weiter nutzbar zu sein.

Wir sind gespannt auf die Ergebnisse des nächsten Frühjahrs!

Text und Fotos: Dr. Daniel Scherf, Vorgeschichtliches Seminar der Philipps-Universität Marburg

Architektenwettbewerb Besucherzentrum

Wieder ist eine Etappe auf dem Weg zur Realisierung der Zeiteninsel erreicht: Anfang Juni wurde der im Vorjahr gestartete Architekten-Wettbewerb für das Besucherzentrum mit der Kür von zwei Preisträgern abgeschlossen!

18 Architekturbüros, darunter sogar einige aus dem europäischen Ausland, hatten sehr unterschiedliche und teils sehr interessante Entwürfe eingereicht. Daraus wählte das Preisgericht unter anonymen Bedingungen zwei Preisträger aus, die nach dessen Meinung die gestellte Aufgabe am Besten erfüllten.

Das Stuttgarter Büro Birk, Heilmeyer und Frenzel erhielt den 1. Preis für seinen Entwurf einer langgestreckten Holzpalisadenkonstruktion, deren spitz zulaufende Schenkel sich wie zwei Uhrzeiger zum Museumsgelände öffnen und hinter deren Fassade sich das eigentliche Gebäude verbirgt.


Den 2. Preis erkannten die Preisrichter den TRU Architekten aus Berlin zu mit ihrem nicht minder gelungenen Entwurf eines kompakten, ebenfalls holzverkleideten Bauwerks auf Z-förmigem Grundriss mit einem alles überragenden Aussichtsturm.

Beide Entwürfe erscheinen als gelungene Kompositionen und würden sich harmonisch in das Gesamtbild Zeiteninsel einfügen. Jedoch kann nur der erstplatzierte Entwurf nun auch zur Umsetzung gelangen und in den kommenden Monaten planerisch ausgearbeitet werden. Dabei sind noch viele Fragen zu lösen, die die museale Alltagstauglichkeit und einen wirtschaftlichen Betrieb des Gebäudes gewährleisten sollen. Dann wird sich der Weg zur baulichen Umsetzung hoffentlich baldmöglichst weiter öffnen!

Architektenwettbewerb Besucherzentrum

Wieder ist eine Etappe auf dem Weg zur Realisierung der Zeiteninsel erreicht:

Anfang Juni wurde der im Vorjahr gestartete Architekten-Wettbewerb für das Besucherzentrum mit der Kür von zwei Preisträgern abgeschlossen!

18 Architekturbüros, darunter sogar einige aus dem europäischen Ausland, hatten sehr unterschiedliche und teils sehr interessante Entwürfe eingereicht. Daraus wählte das Preisgericht unter anonymen Bedingungen zwei Preisträger aus, die nach dessen Meinung die gestellte Aufgabe am Besten erfüllten.
Das Stuttgarter Büro Birk, Heilmeyer und Frenzel erhielt den 1. Preis für seinen Entwurf einer langgestreckten Holzpalisaden-Konstruktion, deren spitz zulaufende Schenkel sich wie zwei Uhrzeiger zum Museumsgelände öffnen und hinter deren Fassade sich das eigentliche Gebäude verbirgt.


Den 2. Preis erkannten die Preisrichter den TRU Architekten aus Berlin zu, mit ihrem nicht minder gelungenen Entwurf eines kompakten, ebenfalls holzverkleideten Bauwerks auf Z-förmigem Grundriss mit einem alles überragenden Aussichtsturm.


Beide Entwürfe erscheinen als gelungene Kompositionen und würden sich harmonisch in das Gesamtbild Zeiteninsel einfügen. Jedoch kann nur der erstplatzierte Entwurf nun auch zur Umsetzung gelangen und in den kommenden Monaten planerisch ausgearbeitet werden. Dabei sind noch viele Fragen zu lösen, die die museale Alltagstauglichkeit und einen wirtschaftlichen Betrieb des Gebäudes gewährleisten sollen. Dann wird sich der Weg zur baulichen Umsetzung hoffentlich baldmöglichst weiter öffnen!

Baubeginn Rössenhaus

Seit Mitte Juni wird gebaut auf der Zeiteninsel!

Endlich ist es soweit, dass die erste Baumaßnahme eines Rekonstruktionsbaus angelaufen ist: Das Langhaus der Rössener Kultur in der Station „Jungsteinzeit“ wurde begonnen!

Das Modellgebäude wird nicht als archäologisches Experiment, sondern mit sowohl traditionellen wie modernen Werkzeugen und Hilfsmitteln errichtet, deren Spuren aber am fertigen Bau nicht mehr zu sehen sein werden. Es muss ja auch den baurechtlichen Anforderungen an ein öffentlich begehbares Gebäude gerecht werden.

Bereits kurz vor den Steinzeittagen am 17.-18.Juni war der Baugrund planiert und die Gruben für die tragenden Pfosten ausgehoben worden. Um da schon den Besuchern die Dimensionen anzuzeigen, hatten wir Holzlatten in die Pfostengruben gestellt; aber nun müssen wir feststellen, dass dies nur eine schwache Andeutung war, die von der Realität des inzwischen errichteten Kerngerüsts deutlich übertroffen wird.

Das Team der, in diesem Metier versierten Zimmerleute um Markus Loges und Claus Amarell, hat in Windeseile den tragenden Ständerbau aufgerichtet, die Dachsparren aufgebracht und nun wird bereits die Außenwandkonstruktion eingebaut.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Das Richtfest soll im August gefeiert werden und dann werden sich der Innenausbau und vor allem die Dacheindeckung anschließen.

Bis zum Herbst soll das Haus soweit unter Dach und Fach sein.

Wir werden in unregelmäßigen Abständen berichten!

Was man alles aus Feuerstein machen kann…

Anfang Juni trafen sich 12 Teilnehmer zu einem Workshop der besonderen Art: „Steine schlagen“.

Veranstaltungen bei denen Archäotechniker die Herstellung von Werkzeugen aus Feuerstein demonstrieren, haben immer eine besondere Anziehungskraft für das Publikum. Vielleicht werden hier unsere Urinstinkte geweckt, denn wie das Entzünden von Feuer, ist die Herstellung einer Pfeilspitze beinahe ein „magischer“ Vorgang, der jahrelange Übung und ein tiefes Verständnis für den Aufbau des Steins voraussetzt.

Feuerstein (silex, flint) ist eine Art Kieselgestein, das vor 100 Millionen Jahren aus Kleinstlebewesen, wie Kieselalgen, in Hohlräumen eines Muttergesteins, meist Kreide, entstand. Es eignet sich gut zur Herstellung von Schneide-Werkzeugen, da es eine sehr hohe Dichte aufweist und scharfe Kanten hergestellt werden können.

Im Marburger Land gibt es keine natürlichen Vorkommen, hier mussten sich die Menschen mit anderen geeigneten Gesteinen wie Kieselschiefer oder Quarziten behelfen. Feuerstein von guter Qualität kommt an der Ostsee, in den Niederlanden und auch in Frankreich vor. Schon früh wurde er zu einer begehrten Handelsware und gelegentlich kann aufgrund von speziellen Merkmalen festgestellt werden, wo ein Feuerstein herstammt, der etwa an einem Rastplatz von Jägern und Sammlern gefunden wurde.

Es war uns erneut gelungen, den „Steinexperten“ Andreas Benke für einen Workshop zu gewinnen. Dieser begann am Samstag zunächst mit einer Einführung in die Technik des Aufschließens einer Feuersteinknolle mit Hilfe spezieller Schlagtechniken. Ziel war es, für die Anfänger Abschläge zu gewinnen, die dann weiter verarbeitet werden konnten und Erfahrung in der Bruchmechanik des Feuersteins zu gewinnen.

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Mit Feuereifer und viel Energie begannen die Teilnehmer nun die Feuersteinknollen zu zerlegen, so dass die Splitter nur so umherflogen. Lange Zeit hörte man nur das Schlagen von Stein auf Stein und alle waren sehr konzentriert bei der Sache.

Im Laufe des Tages wurde der Haufen von großen Feuersteinknollen immer kleiner und zum Tagesende hatten die Teilnehmer eine Ahnung davon, wie diese Technik grundsätzlich funktioniert. Auch dem Letzten war spätestens jetzt klar – so einfach ist die Sache nicht.

Zu Beginn des 2. Tages präsentierte Andreas Benke seine selbst hergestellten Werkzeuge, Repliken von archäologischen Funden und Waffen, wie verschiedene Pfeile und vor allem Pfeilspitzen und Dolche. Er gab auch eine kurze Einführung in die Typologie der Steingeräte der letzten 2,5 Mio. Jahre sowie einen kleinen Schlenker zur Herstellung von Birkenteer und seine Verwendung bei der Befiederung von Pfeilen.

Danach wurde das Tagesziel ausgegeben: die Herstellung von Pfeilspitzen. Dazu hatte Andreas Benke viele vorbereitete Abschläge mitgebracht, aus denen sich Pfeilspitzen einfacher herstellen lassen sollten, da ja das Aufschließen des Steins bereits erfolgt war.

Nach einer Einführung in die Flächenretusche, die zur Verdünnung bzw. Formgebung  notwendigeTechnik, versuchten sich die Teilnehmer in der Herstellung von Pfeilspitzen. Die Handhabung von Druck- und Schlaginstrumenten aus Kupfer, Geweih und Stein rückte nun in den Fokus, um mit Hilfe des sogenannten indirekten Schlags Retuschen erzeugen zu können.

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Zwischendurch erfolgte noch eine Vorführung zur Effektivität von diversen Steingeräten bei der Verarbeitung von organischem Material, wie etwa das Schneiden von Gras mit einer Sichel.

Im Verlauf des Kurses wies Andreas Benke immer wieder darauf hin, wie entscheidend der richtige Auftreffwinkel ist, um den gewünschten Effekt, sprich Retusche, Abschlag etc. zu erzielen.

Auch griff er den Teilnehmern bei ihren individuellen, teils ehrgeizigen Projekten, wie der Herstellung eines Beils, unter die Arme…und wie von Zauberhand entwickelten sich die gewünschten Formen durch gezielte Schläge.

Die Zeit verging im Flug und am Ende des Tages ging es dann auch noch um ganz andere Themen, zu denen Andreas Benke eine Fülle seines fundierten Wissens und seiner breit gestreuten Erfahrungen bereitwillig beisteuerte.

Wir danken sehr und hoffen auf einen weiteren Kurs im nächsten Jahr!

 

 

Lindentag auf der Zeiteninsel

Am vergangenen Sonntag fand ein „Lindentag“ auf der Zeiteninsel unter Beteiligung von Dr. Astrid Wetzel, Dr. Sonja Guber und Monika Mosburger, Mitglieder des Fördervereins, statt. Die Linde wurde schon vor tausenden von Jahren in vielfältiger Weise von Menschen genutzt. So besaßen zum Beispiel die Schuhe des berühmten „Ötzi“ ein Innengeflecht aus Lindenbast und aus einem über 7000 Jahre alten Brunnen konnten mehrere Beutel aus Rinde geborgen werden,  darunter auch einer aus der Rinde junger Linden. Die Beutel wurden vermutlich zum Wasserschöpfen benutzt.

Vor dem Holzhaus sammelten sich die Besucher zunächst und konnten bei Monika das Zwirnen mit Lindenbast ausprobieren.

 

Sie erfuhren, dass der Bast entsteht, wenn Lindenrinde für mehrere Wochen im Wasser rottet. Der feinfaserige Bast kann zum Beispiel zur Herstellung von Fischernetzen, zum Zwirnen und Körbe flechten benutzt werden.

 

Astrid führte die interessierte Gruppe anschließend über die Zeiteninsel und gab eine botanische Einführung und weitere Verwendungsmöglichkeiten an. So hilft ein Tee aus Lindenblüten gegen Halsweh. Sonja ging auf die Bedeutung von Lindenblüten für Bienen ein und berichtete von ihrem Bienenprojekt. Für das weitere Programm wurden einige Lindenäste abgeschnitten.

 

Nach der Rückkehr zum Holzhaus zogen die Kinder deren Rinde ab und schnitten die Hölzchen in Stücke. Diese wurden in eingestochene Alufolie eingewickelt und anschließend für 10 Minuten ins Feuer gelegt. Der spannende Moment kam beim Auswickeln: Vor allem die kleinen Besucher waren begeistert von der entstandenen Zeichenkohle und probierten diese gleich aus.

 

Nicht nur Papier, auch die Haut kann durch im Mörser zerkleinerte Kohle verschönert werden. Astrid vermischte das Kohlepulver mit Glycerin und heraus kam eine Farbpaste, die auch gleich verwendet wurde.

 

Am Ende des Tages waren alle begeistert von den vielfältigen Möglichkeiten, die die Linde bietet. Wir haben uns sehr über das Interesse der Besucher gefreut!

Ein kleiner Arbeitseinsatz auf der Zeiteninsel

Bedingt durch die Schulferien und das nicht ganz so schöne Regenwetter kamen am vergangenen Samstag nur wenige Aktive zum gemeinsamen Arbeitseinsatz auf die Zeiteninsel.

Doch trotzdem haben wir so einiges geschafft:

Anja hat sich mit Eifer der Entfernung von Jakobskreuzkraut gewidmet. Keine Böschung war ihr zu steil, um das giftige Gewächs zu entfernen. Es wird dann in der nächsten Zeit, wenn das Wetter besser ist, verbrannt werden.

Die Männer und eine starke Frau, haben mit Kraftaufwand und Geschick die Baumstämme, die für die Veranstaltung im Erdboden eingegraben worden waren, wieder entfernt.

Baumstamm

Die Schafe bekamen eine neue Weide zugeteilt und liefen ganz brav ihrer „Mutter“ Nadine hinterher, frisch geschoren, ein schöner Anblick.

Schafe

Mirko nutzte die Zeit, um wieder frisches Birkenpech herzustellen und Meike erntete in einer Regenpause die Blüten der Färberkamille für zukünftige Färbeprojekte.

Gemeinsam wurden dann noch die letzten Hinterlassenschaften von der Veranstaltung, wie Sitzklötze und Feuerholz, von der Insel geräumt.

Zusätzlich fanden noch zwei Führungen statt, denn an jedem ersten Samstag im Monat bieten wir ja solche offenen Führungen an. Die Gäste zeigten sich sehr interessiert an unserem Projekt und werden mit Sicherheit wiederkommen, um sich die Baufortschritte anzusehen.

Vielen Dank an die Aktiven – es war wieder schön mit euch gemeinsam zu arbeiten.

Steinzeittage – Großveranstaltung

Auch in diesem Jahr fand wieder ein großes Event auf der Zeiteninsel statt: Die Reise ging dieses Mal tausende Jahre zurück in die Vergangenheit, in die Steinzeit. Zahlreiche Akteure und viele Mitmachstationen versprachen ein äußerst lebendiges und anschauliches Wochenende für kleine und große Besucher!

Die eingeladenen Darsteller und Archäo-Techniker deckten ein großes Themenfeld ab: Passend zum Bau unseres jungsteinzeitlichen Rössen-Hauses ging es unter anderem um Holzbearbeitung, Keramik- und Textilfertigung, steinzeitliche Imkerei und die Herstellung von Messern aus Feuerstein und Obsidian.

Vorbereitend kamen dazu am Freitag viele freiwillige Helfer auf der Zeiteninsel zusammen, um das Gelände entsprechend vorzubereiten. Sie hängten Schilder auf, halfen beim Aufbau einzelner Stationen, errichteten Pavillons und bauten Tische und Bänke auf, außerdem richteten sich erste Teilnehmer ein. Dann war alles soweit fertig und der nächste Tag wurde mit großer Aufregung erwartet.

Am Samstag um 10 Uhr ging es los: Die ersten Besucher kamen an die Kasse und den Infostand!

Das Gelände war zu diesem Zeitpunkt bereits belebt, die Akteure waren schon an ihren Stationen und es herrschte bereits am Morgen ein buntes und lebendiges Treiben. Manche Besucher waren zum ersten Mal auf der Insel und waren begeistert von dem Bild, das sich ihnen bot. Hier hatten sie die Möglichkeit, den Experten ausführlich Fragen zu stellen und sich Wissen zur Steinzeit anzueignen. Außerdem konnten die Ausmaße des Langhauses, die durch die Planierung der zu bebauenden Fläche deutlich wurden sowie die bis zu 1,20 m tiefen Pfostenlöcher bestaunt werden.

Beim Gang auf die Insel trafen die Besucher als erstes auf Mirko Runzheimer und Lutz Visosky, die eine archäotechnische Vorführung zum Gerben geplant hatten. Außerdem zeigten sie, wie aus Birkenrinde Birkenpech, der „Kleber der Steinzeit“, gewonnen werden kann. Nachdem Mirko und Lutz eine Rehhaut aufgespannt hatten, entfernten sie mit Feuersteinklingen und Messern die Fleischreste und die Fettschicht. Dieter Eidam unterstützte die beiden mit dem passenden Arbeitsmaterial in Form von Klingen.

Anschließend erklärten sie den vielen Besuchern ihres Standes anschaulich, wie die darauf folgenden Arbeitsschritte für die Gerbung mit tierischer Hirnmasse aussehen müssten. Der Fachmann spricht hier von der „unechten Gerbung“, da die Gerbung der Haut nicht permanent ist, sondern auswaschbar bleibt.

Über die Gewinnung und Verarbeitung von Pflanzenfasern, wie beispielsweise Lindenbast informierte an ihrem vielfältig ausgestatteten Stand die bekannte Archäo-Technikerin Anne Reichert.

Die Besucher konnten nicht nur die rekonstruierte steinzeitliche Kleidung und Schuhe von Ötzi bewundern, sondern auch diverse Werkzeuge zur Textilverarbeitung sowie Körbe, Siebe und Beutel aus Lindenbast, die Frau Reichert anhand von textilen Resten aus den Pfahlbausiedlungen rekonstruiert hat.

Weiter ging es zu Dennis Moch, der eine Speerwerf-Aktion für die Besucher vorbereitet hatte. Auch hier bildete sich eine Schlange, wollten doch viele in die Rolle eines steinzeitlichen Jägers schlüpfen.

Das gestaltete sich gar nicht so einfach, doch am Ende der Übung schafften es viele, den großen Strohballen „zu erlegen“. Hier wurde deutlich, dass es gar nicht so einfach ist, einen Speer zielgerichtet zu werfen. Vor allem, wenn man sich vorstellt, dass sich das Ziel auch noch bewegt!

Die nächste Station konnte schon von weitem gehört werden: Stefan Pfannmüller hatte einen Aktionsbereich zur Schwirrholz-Herstellung vorbereitet. Hier konnten die Kinder dieses seit Jahrtausenden benutzte Musikinstrument bzw. Mittel zur Kommunikation selbst fertigen, ein Angebot, das auch begeistert genutzt wurde. Schwirrhölzer werden aufgrund ihres charakteristischen Geräusches „Bullenbrüller“ genannt und waren im Laufe des Wochenendes häufig auf der Zeiteninsel zu hören.

Etwas besinnlicher ging es an der Station von Ruth Hecker zu. Hier war das große Thema die steinzeitliche Kunst in Form von Höhlenmalerei. Eine aufgespannte Pappwand diente als Höhlenwand-Ersatz. Die benötigte Farbe stellte Frau Hecker unter anderem aus gelben und roten Ocker her. Die Kinder malten begeistert und fertigten ihre eigenen Kunstwerke an.

Der Stand von Arne Mentel richtete sich wieder an die steinzeitlichen Jäger: Er hatte eine Vielzahl von Tierspuren in Sand eingedrückt, die die Besucher nun erkennen sollten. Das war gar nicht so einfach. Außerdem ging es bei ihm um das interessante Thema Fährtenlesen.

Bei Robert Graf und Monika Weigl von „Zeiten-Erleben“ standen die Steinbearbeitung und die Verarbeitung von Faserpflanzen im Vordergrund. Ein Highlight war sicherlich die Demonstration, wie Klingen aus vulkanischem Gesteinsglas, Obsidian, hergestellt werden können.

Klingen aus Obsidian sind äußerst scharf und waren daher, neben Feuerstein, ein begehrtes Material für die Fertigung von Pfeilspitzen und Messern. Außerdem zwirnte Monika mit den Besuchern aus den Fasern der Brennnessel Armbänder und Ketten und demonstrierte so sehr anschaulich eine Verwendungsmöglichkeit dieses Naturmaterials.

Dem spannenden Thema der prähistorischen Imkerei widmete sich Sonja Guber von „Immenzit“. Sie präsentierte Bienenwachs in den unterschiedlichen Stadien der Verarbeitung, zeigte verschiedene Weiterverarbeitungs- und Verwendungsmöglichkeiten auf und erläuterte, wie die Bienenhaltung in der Steinzeit ausgesehen haben könnte. Es kam zu einem Erfahrungsaustausch, da sich auch moderne Imker gerne über ihre „steinzeitlichen Vorgänger“ informieren wollten.

Ein Volk von Sonjas Bienen lebt übrigens seit einigen Wochen in einem hohlen Baumstamm auf der Zeiteninsel. Diese Haltungsart wird auch für die Steinzeit angenommen.

Wulf Hein von Arctech hatte diverse rekonstruierte Werkzeuge, Jagdwaffen und Figurinen mitgebracht. Es ging hier um die Bearbeitung von Stein, Holz, Geweih, Knochen und Elfenbein. Die Besucher nutzten die Möglichkeit, den Archäotechniker mit Fragen zu löchern. Welche Beile eigneten sich besonders gut zum Bäume fällen? Wie wurden die kunstvollen Elfenbeinfigurinen von der Schwäbischen Alb angefertigt? Und welche Waffen zur Jagd genutzt?

Die Antworten auf diese Fragen und vieles mehr konnten die Besucher an Wulfs Stand erfahren. Ihn werden wir in den kommenden Monaten übrigens häufiger auf der Zeiteninsel antreffen, da er der Bauleiter für unser rekonstruiertes Haus der Rössener Kultur ist.

Neben Wulf hatte sich Markus Loges eingerichtet. Bei ihm standen steinzeitliche Werkzeuge zur Holzbearbeitung im Fokus.

Die Besucher konnten anhand verschiedener Beile selbst ausprobieren, wie ein steinzeitlicher Holzfäller gearbeitet hat. Außerdem ging es um die Entwicklung von Axt und Beil. Sein Wissen kommt ebenfalls dem Bau des Rössener Langhauses zu Gute: Seit dem 19.06. übernehmen Markus und seine Kollegen die Holzarbeiten.

Licht ins Dunkel brachte Brigitte Schmitz mit ihrem Stand: Hier konnten Kinder selbst ein steinzeitliches Licht töpfern und verzieren. Dieses wurde anschließend mit Talg und einem Docht ausgestattet. Ton ist wohl neben Stein einer der wichtigsten Werkstoffe der jüngeren Steinzeit. Das Wissen, wie aus einem Tonklumpen eine schöne Lampe entsteht, konnten die angehenden Töpfer neben ihren Steinzeit-Lichtern mit nachhause nehmen.

Eine Vielzahl an Gefäßen aus Ton präsentierte Susanne Gütter. Sie ermöglichte anhand von originalgetreu rekonstruierter Keramik von Fundplätzen aus der Umgebung einen Blick in den jungsteinzeitlichen Geschirrschrank. Was ist eine Magerung? Welche Aufbautechniken gibt es?  Wie sahen steinzeitliche Gefäße aus und mit welchen Mustern wurden sie verziert? Die Antworten fanden die interessierten Besucher an Susannes Stand.

Die Kirmses nahmen die Besucher mit in den ältesten Abschnitt der Steinzeit, die Altsteinzeit. Sie demonstrierten, wie mit Hilfe von Speerschleudern gejagt wurde. Außerdem konnten Schieferplatten mit Ritzzeichnungen versehen werden. Dieses Angebot nahmen die kleinen Besucher gerne an und so entstanden kleine Kunstwerke.

Familie Burberg, die für das „Steinzeit-Experiment“  des SWR bereits mehrere Wochen wie in der Steinzeit lebte, schlug ihr Lager auch wieder auf der Zeiteninsel auf (hier gibt es Informationen zur Veranstaltung von 2014). Auf einem Reibstein konnten die Besucher Getreide mahlen, Steinzeit-Fladen am Feuer backen, Muscheln bohren, Schnüre zwirnen und dabei den Steinzeit-Erfahrungen der Familie lauschen. Außerdem führte Martin Burberg während der zweitägigen Veranstaltung Grubenbrände für Keramik durch.

Torsten Jägers Mitmachstation stand ganz im Zeichen des Schmucks: Hier ging es um die Fertigung von Perlen aus Kalkstein, Torsten und die fleißigen Besucher fertigten insgesamt 125 Perlen an. Diese wurden zunächst geschliffen und anschließend durchbohrt. Es wurde deutlich, wieviel Arbeit in der Fertigung steckt.

Monika Moosburger wollte den Geschmacksinn der Besucher ansprechen. Sie hatte sich ein Rezept für steinzeitliches Nutella überlegt und mit der Unterstützung durch Nadine Keßler konnten die Kinder dafür zunächst selbst Haselnüsse auf einem Stein knacken. Die Nusskrümel wurden anschließend mit Honig vermischt und fertig war der süße Aufstrich.

Die mit Fellen gedeckten Zelte von Gerhard Kalden fielen schon von weitem ins Auge. Schon bei der ersten Großveranstaltung 2014  war diese Station Anziehungspunkt für viele Besucher. Sie betraten das Lager und fühlten sich direkt in die Steinzeit versetzt.

ka7Hier gab es einiges zu sehen: Gefäße aus Ton, einen Gewichtswebstuhl, Ketten und Armbänder mit durchlochten Muscheln und Zähnen, Felle verschiedener Tiere, rekonstruierte „steinzeitliche“ Schuhe und vieles mehr. Gerhard Kalden und sein Team hatten sich zudem auch einige Mitmach-Aktionen in Form von „Steinzeit-Spielen“, wie einem Ernährungs-Quiz, überlegt.

Hatten die Besucher nun Hunger bekommen, konnten sie aus unserem vielfältigen kulinarischen Angebot wählen. Für den Kaffee- und Kuchenstand des Fördervereins hatten die Mitglieder wieder fleißig Kuchen gebacken. Außerdem gab es einen Stand der Landfrauen Niederwalgern mit ausgezeichneten Waffeln, einen Bratwurstverkauf und einen Stand, der von der Wetterauer Feldküche betrieben wurde. Hier konnten die Besucher köstliche „Steinzeit-Fladen“ erwerben.

Großer Beliebtheit erfreute sich auch unsere Feuerstelle, an der ganz frisch Stockbrot gebacken wurde.

Der erste Steinzeit-Tag klang mit einem gemeinsamen Grillen der Akteure und freiwilligen Helfer aus. Die Zeit wurde für angeregte Gespräche und eine Rückschau des ersten Tages genutzt.

Der Sonntag stand wieder ganz im Zeichen der Steinzeit und alle Darsteller und Helfer waren bei schönstem Wetter wieder voller Energie bei der Sache. Wir bekamen sogar Besuch vom Hessischen Rundfunk, der einen Beitrag über die Veranstaltung drehte. Familie Potschka führte das Film-Team zu den Highlights der Veranstaltung.

Das Wasser lud bei steigenden Temperaturen zu einer kleinen Bootsfahrt ein, die, zumindest laut Fotos, auch lustig gewesen sein dürfte.

Am Sonntagabend gegen 17.00 Uhr begannen die Darsteller und Helfer mit dem Abbau der Stände und Zelte. Wir freuen uns über die positive Besucherresonanz und ein ereignisreiches Wochenende, dass durch die engagierten Akteure ein Eintauchen in die steinzeitliche Lebenswelt ermöglicht hat.

Allen Mitwirkenden und Helfern sei an dieser Stelle für ihre tatkräftige Mitarbeit ganz herzlich gedankt! Für die großzügige finanzielle Förderung danken wir außerdem der Sparkasse Marburg-Biedenkopf sowie der Gemeinde Weimar für die überaus wertvolle logistische Unterstützung.

Arbeitseinsatz im Juni

Am vergangenen Samstag fand bei schönstem Wetter wieder ein Arbeitseinsatz auf der Zeiteninsel statt. Es gab viel zu tun, da das Gelände für die Steinzeittage am 17. und 18. Juni vorbereitet werden sollte.

Zudem hatte sich ein Besuch aus dem Fernsehen angekündigt: Reinhard Schall vom Hessischen Rundfunk kam auch in diesem Jahr vorbei, um „Aktive in action“ für die hessentipp-Sendung am kommenden Freitag zu filmen.Foto 1Die Freiwilligen begannen mit dem Bau eines Unterstandes für den Lehmbackofen. Dieser konnte auch fast fertig gestellt werden, lediglich Teile der Überdachung fehlen noch, da nicht genügend Reet zur Verfügung stand.

Der ausgehöhlte Baumstamm, in dem seit einigen Wochen eines der beiden Zeiteninsel-Bienenvölker lebt, bekam einen neuen Boden, außerdem wurde die Umzäunung hier komplett neu gebaut. Die Bienen haben sich gut eingelebt und genießen die Blütenvielfalt auf der Insel.

Foto 3

Bei den Steinzeittagen ist neben vielen anderen tollen Stationen auch eine archäotechnische Aktion geplant: Unter Zuhilfenahme von tierischem Hirn soll Tierhaut gegerbt und der Gerbevorgang vorgeführt werden. Bereits am Samstag kam es daher zu einem Probelauf, bei dem es schon Einiges zu sehen gab. Die Archäotechniker spannten eine Kuhhaut auf, um diese mit der Hilfe von Feuersteinklingen und Messern von Fleischresten zu befreien und die Fettschicht von der Haut zu lösen.foto 6Das gestaltete sich gar nicht so einfach. Außerdem wurden aus zwei Rehköpfen- und einem Schafskopf das Hirn, das für den Gerbeprozess benötigt wird, herausgelöst. Hund Elli freute sich, fiel doch das ein oder andere Fleischstück für sie ab.

Ebenfalls als Vorbereitung für die Steinzeittage gruben die Aktiven zwei Löcher mitten auf der Schaf- und Ziegenwiese, was von diesen mit neugierigem Mähen und Meckern kommentiert wurde. In die Löcher sollen zwei Baumstämme versenkt werden, an denen kleine und große Besucher in die Rolle eines steinzeitlichen Holzfällers schlüpfen können.

Nachdem das Gelände gesenst und die Freiwilligen die Feuerstelle für die Stockbrotaktion vorbereitet hatten, gab es ein, wie immer sehr leckeres, gemeinsames Mittagessen.foto 10Anschließend ging der Bau des Unterstandes für den Lehmbackofen frisch gestärkt und mit vereinten Kräften weiter.

Es war wieder ein sehr schöner Arbeitseinsatz, bei dem die Freiwilligen viel geschafft haben. Ein großes Dankeschön an alle Beteiligten!